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Kein Spaß mit dem Spaßbad Konzept für die Königstherme Königsbrunn gesucht

Wie geht es weiter mit der maroden Königstherme in Königsbrunn? Das einstmals bekannte und beliebte Spaßbad ist seit vergangenem Jahr geschlossen, nachdem der Vorbesitzer Insolvenz angemeldet hatte. Der Sanierungsstau ist riesig.

Stand: 19.10.2016

Inzwischen hat die Stadt die Therme gekauft und übernommen. Eine eigene Tochterfirma der Stadt, die Freizeit und Sportstätten GmbH, kümmert sich derzeit darum, wie die alte Therme genutzt werden kann. Die Firma hat ihre ersten Vorschläge präsentieren.

Jetzt kommt auch ein Abriss in Frage

Bürgermeister Franz Feigl erklärt die Varianten.

Bisher wollte die Stadt einen völligen Abriss vermeiden, jetzt soll aber auch diese Variante geprüft, werden, sagte Bürgermeister Franz Feigl dem BR. An die 6,2 Millionen Euro dürfte der Abriss kosten. Viel Geld, aber die Sanierung der Räume kommt auch richtig teuer, meint Feigl mit Blick auf die maroden Dachbalken.

Über 23.000 Quadratmeter Grundfläche hat die Königstherme. Viel Beton wurde verbaut, die gemauerte Außenhülle ist eigentlich noch gut in Schuß. "Da könnte man schon was draus machen", meint der Bürgermeister

Die Stadt will nun genau berechnen lassen, ob der Abriss oder der Umbau die bessere Variante wäre. Dabei geht es nicht nur um die Kosten, sondern auch darum, was für die Stadtentwicklung die beste Lösung wäre. Denn das Gelände aufgrund der Lage ist ein Sahnestück, sagt Planer Rolf Peter Reinhardt von der Stadt Königsbrunn. So wird die geplante Straßenbahn in unmittelbarer Nähe der Therme enden.

Jetzt werden Investoren gesucht, die sich von der Betonburg nicht abschrecken lassen.

Welche Varianten sind möglich?

Soll die in die Jahre gekommene Königstherme zum Wellness-Tempel umfunktioniert werden? Soll ein Gesundheitszentrum mit Praxen für Krankengymnastik darin entstehen oder ein ausgefallener Veranstaltungsort daraus gemacht werden. All das steht bisher auf der Liste der Möglichkeiten? Den maroden, über 30 Jahre alten Bau einfach abzureißen, geht nicht so einfach, denn die Technik der benachbarten Eishalle ist eng mit der Therme verbunden.

Das Bad in Eigenregie zu sanieren und weiter zu betreiben, kommt für die Stadt indes nicht in Frage. Der frühere zehn Meter hohe Rutschenturm des Spaßbades wurde deshalb bereits abgerissen.


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