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Wer macht die besten? Auf Knödelsuche in Schwaben

Schwaben ist ja nicht gerade als Knödelregion bekannt. Schließlich haben wir Maultaschen und Spätzle. Aber es gibt eine schwäbische Knödelspezialität. Sie versteckt sich in der "Schwäbischen Hochzeitssuppe".

Von: Georg Bayerle und Matthias Lauer

Stand: 17.03.2017

Dieses Gericht, das - wie der Name schon sagt - zu besonderen Anlässen zubereitet wurde, enthält stets ein Vielerlei unterschiedlicher Knödel. Besonders typisch sind Brätknödel, Leberknödel und Griesknödel, wahlweise auch gebackene Knödel oder Markknödel und Leberspätzle, die - quasi - schwäbische Miniaturausgabe des Leberknödels.

Feine "Restle" auf dem Teller

Stefanie und Barbara Ihle bereiten Leberspätzle vor, außerdem Brätknödel und gebackene Knödel.

Trotz dieser besonderen Knödel-Üppigkeit zählt das Gericht zur "Restlesküche". Denn wie die Leber gehören auch die alten Semmeln für das Mutschelmehl und weitere Zutaten zu den Überbleibseln, die in den Knödeln wieder aufgewertet werden. Aber was herauskommt, ist eine raffinierte Variation an Geschmacksrichtungen und Zutaten, aufgefrischt mit frischen Kräutern und geriebener Muskatnuss, die in Omas schwäbischer Küche nicht fehlen darf.

Neben dieser Spezerei aus dem Orient gibt das herzhaft-gemüsige Aroma der hausgemachten Brühe den Knödeln in der Suppe die besondere Würze. Das macht sie endgültig zu einer geschmacklich einzigartigen Klasse.

Leber ist derzeit nicht beliebt

Küchenreste verwandeln sich in eine Spezialität.

Auf den Speisekarten freilich sucht man dieses Traditionsessen inzwischen häufig vergeblich. Die Leber ist als Zutat gerade auch bei den Gästen aus der Mode gekommen, der Aufwand für die Knödel ist hoch. So stehen auch im Gasthof Waldvogel in Leipheim die Spinatknödel auf der Karte. Die Hochzeitssuppe aber gibt es noch für größere Gesellschaften, insbesondere bei der Hochzeitsfeier.


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