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Pflege-Desaster Klinikpersonal demonstriert in Bad Wörishofen

Aus Protest gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Pflegenotstand an den Krankenhäusern hat die Gewerkschaft Verdi bundesweit das Klinikpersonal zu Warnstreiks aufgerufen. Am Rande einer Tagung der bayerischen Krankenhausdirektoren in Bad Wörishofen demonstrierten nach Angaben der Gewerkschaft 200 Leute für mehr Personal.

Von: Rupert Waldmüller

Stand: 10.10.2017

Pflegekräfte des Augsburger Klinikums und der Kreisklinik Günzburg-Krumbach demonstrieren am 10. Oktober 2017 in Bad Wörishofen. | Bild: BR/Christoph Scheule

In Augsburg und Günzburg hatte die Gewerkschaft Verdi das Klinikpersonal heute und morgen zu zweitägigen Warnstreiks aufgerufen, aber auch aus anderen Teilen des Regierungsbezirks waren Krankenhaus-Mitarbeiter zu der Kundgebung vor dem Tagungshotel gekommen.

Demo mit Trillerpfeifen und Transparenten

"Das Wasser steht und bis zum Hals!", "Mehr Personal, sonst Streik" stand in großen Lettern auf den Transparenten. Mit Trillerpfeifen und Sprechchören machten die Demonstranten ihrem Ärger lautstark Luft. Trotz vieler Weckrufe herrsche in den bayerischen Kliniken nach wie vor akuter Personalmangel, sagte Sylvia Bühler, Bundesfachbereichsleiterin bei Verdi:

"Wir haben jahrelang Argumente geliefert. Wir haben protestiert. Und nichts ist passiert. Es ist nicht mehr Personal bei der Pflege am Bett angekommen."

Sylvia Bühler, Verdi-Bundesfachbereichsleiterin

Akuter Stellenmangel im Pflegebereich

Nach Gewerkschafts-Angaben fehlen in bayerischen Kliniken 21.000 Stellen, 10.000 davon in der Pflege. Mit der heutigen Demo am Rande der Tagung der bayerischen Klinikvorstände in Bad Wörishofen wollten die Gewerkschaft und Klinik-Mitarbeiter ihrer Forderung nach mehr Personal in den Krankenhäusern noch einmal Nachdruck verleihen.


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Huerz, Dienstag, 10.Oktober, 15:57 Uhr

1. Betrifft alle

Hallo... Wollte mal meinen Senf dazu geben... Meine Frau ist exam. Krankenschwester... Was die alles mitmacht ist der Wahnsinn. Egal wo sie fragen es geht überall so zu.. Jeden Monat ca. 20-30 Überstunden.. Springt fast immer ein wenn jemand ausfällt.. Die Vorgesetzten läßt vieles kalt weil es ja fast immer funktioniert... Die kranken glauben auch noch das sie in einem Hotel wären und wollen von vorn ist hinten bedient werden...da muß was gemacht werden weil ganz ganz schnell (super) Kräfte aus dem Ausland kommen die nicht mal die Namen der Medikamente lesen können... Und dann wird es lustig... Wenn falsche Medikationen oder Diagnosen gemacht werden...