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Feuer in Kaufbeurer Flüchtlingsheim Es war Brandstiftung

Das Feuer in der geplanten Asylbewerberunterkunft im Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz Anfang Februar ist vorsätzlich gelegt worden. Diesen Verdacht der Polizei hat ein Sachverständiger des LKA bestätigt. Die Stadt hat eine hohe Belohnung ausgesetzt.

Stand: 26.02.2016

Nach dem Brand im Dachgeschoss stehen Polizeibeamte am 7. Februar vor dem geplanten Flüchtlingsheim im Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz. | Bild: picture-alliance/dpa/Andreas Gebert

Nach Angaben des LKA-Fachmanns ist der Dachstuhl der noch leer stehenden Flüchtlingsunterkunft in der Nacht auf 7. Februar mutwillig in Brand gesetzt worden. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich das Feuer auf die unteren beiden Geschosse ausbreitete. Trotzdem entstand ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro. Im Frühjahr sollten - nach dem Umbau des Hauses - die ersten Flüchtlingsfamilien einziehen.

Oberbürgermeister: Bauen Haus wieder auf

Oberbürgermeister Stefan Bosse am Morgen nach dem Brand

Oberbürgermeister Stefan Bosse sei schockiert von der vorsätzlichen Beschädigung, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Er möchte nun alle Hebel in Bewegung setzen, um die Tat aufzuklären und den oder die Schuldigen zu fassen. Und: Die Stadt sei fest entschlossen, die Unterkunft wieder aufzubauen.

Im Moment gehen die Ermittler über 60 Spuren nach. Eine konkrete ist laut Polizei noch nicht dabei. Die Auswertung einiger Spuren und Zeugenaussagen stehen allerdings noch aus.

Privatleute beteiligen sich an Belohnung

Polizisten suchen das Gelände nach Spuren ab.

Gesucht werden weiterhin Zeugen, die am oder vor dem 7. Februar in der Wiesenthaler Straße und im Promenadeweg etwas Verdächtiges gesehen haben. Die Stadt belohnt Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, mit 4.000 Euro.

An der Summe haben sich zwei Kaufbeurer Bürger beteiligt - mit jeweils 500 Euro. Die beiden sind nach Angaben der Stadt von sich aus auf die Verwaltung zugekommen und haben ihre Unterstützung zugesagt.


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