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Ende der Skandalbaustelle "Großes Loch" in Kempten erfolgreich verkauft

Das "Große Loch" in Kempten könnte bald Geschichte sein. Seit beinahe zehn Jahren liegt die Skandalbaustelle mitten in Kempten – Ende 2017 konnte sie nun verkauft werden.

Stand: 02.01.2018

Das "Große Loch" in Kempten im April 2017 | Bild: BR/ Thommi Stottrop

Wie die Stadt Kempten mitteilte, konnte das "Große Loch" in Kempten erfolgreich verkauft werden. Oberbürgermeister Thomas Kiechle freut sich über die erfolgreiche notarielle Beurkundung des Verkaufs am 29.12.17. Er hofft nun auf eine zeitnahe, städtebaulich positive Entwicklung.

Skandalbaustelle soll zu Studentenapartments werden

In Zukunft sollen auf dem Gelände der Skandalbaustelle Studentenapartments entstehen. Dies teilten die neuen Eigentümer, die Geschäftsführer der City-Wohnen-Kempten GmbH B27 mit. Das Bieterkonsortium, das aus der nowinta Bau GmbH aus Aalen und der doma Immobilien und Finanzkonzepte GmbH aus Leonberg besteht, hatte sich gegen knapp zehn Mitbieter durchgesetzt, so Insolvenzverwalter Florian Zistler.

Investoren aus der Schweiz wollten Geschäftshaus bauen

Ursprünglich hatten zwei Investoren aus der Schweiz auf dem Gelände des "Großen Lochs" ein Geschäftshaus errichten wollen. Die Stadt hatte dies genehmigt, aber ausdrücklich ausgeschlossen, dass Einzelhandelsgeschäfte in dem Gebäude untergebracht werden. Als die Investoren versuchten, sich dieser Regelung zu widersetzen, kam es zum Streit. Es folgten mehrere Gerichtsprozesse, außerdem musste die Firma der Investoren Insolvenz anmelden.  

"Großes Loch" ohne Sicherungsmaßnahmen

2011 wurden die Bauarbeiten auf dem Grundstück von Seiten der Investoren eingestellt, die Baugrube blieb ohne ausreichende Sicherung zurück. Die Stadt Kempten musste die notwendigen Sicherungsmaßnahmen unter Androhung von Zwangsmitteln anordnen und anschließend per Ersatzvornahme selbst durchführen lassen.

Stadt Kempten hofft auf Erstattung der Kosten

Im Oktober 2013 wurde das Grundstück auf Antrag der Stadt Kempten unter Zwangsverwaltung gestellt. Auch der Rohbau der Tiefgarage wurde vom zuständigen Zwangsverwalter in Auftrag gegeben. Über drei Millionen Euro investierte die Stadt in den Rohbau der Tiefgarage. Einen Teil dieses Geldes wird die Stadt Kempten nun durch den Verkauf des "Großen Lochs" zurückbekommen.


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Cosi , Mittwoch, 03.Januar, 11:03 Uhr

4. Auch Parkplätze

Wer ein großes Haus baut z.B für Studenten sollte auch einen Parkplatz für jede Wohnung einplanen.
Damit die Städte auch weiterhin für ihre Bürger zum Einkaufen attraktiv ist .Wer mag schon eine lange Parkplatzsuche, ich nicht.Wenn ich einkaufe mag ich nicht lange Wege mit meinen Lasten gehen. Landshut hat das übrigens gut gelöst.
München ist eine Katastrophe zum Parken.
Erdung ist noch schlimmer.
In Trier z.B. st das gut gelöst.
Hoffentlich hat die Mafia nicht ihre Finger im Spiel.Man weiss ja das die Grenzstädte beliebte Tummelplätze für diese kriminelle Vereinigungen sind.

Thomas Kerl, Dienstag, 02.Januar, 23:46 Uhr

3. Verkauf vom Kemptener "Großen Loch" wurde am 29.12.2017 notariell beurkundet


In dem Artikel steht ....."Über drei Millionen Euro investierte die Stadt Kempten in den Rohbau der Tiefgarage".....

Meine Anmerkung:
Bitte sind Sie so fair und nennen Sie die GENAUE GESAMT-Summe, die von der Stadt Kempten für diese Baustelle ausgegeben wurde.
Diese Gesamtsumme liegt ja anscheinend ein Stück über VIER Millionen.

Danke im Voraus.
02.01.2018 23:45 Uhr / Thomas Kerl

Thomas Kerl, Dienstag, 02.Januar, 23:28 Uhr

2. Verkauf vom Kemptener "Großen Loch" wurde am 29.12.2017 notariell beurkundet

Ich höre und lese auf BR1, daß der Verkauf vom Kemptener "Großen Loch" am 29.12.2017 notariell beurkundet wurde.
Aber vom entscheidenden "Detail" -dem Verkaufspreis- lese ich nichts. Wie hoch ist denn der Verkaufspreis?????
Ich lese ...."Oberbürgermeister Thomas Kiechle freut sich über die erfolgreiche notarielle Beurkundung des Verkaufs am 29.12.17"..... Ich als Bürger und Steuerzahler kann mich erst freuen, wenn sicher ist, daß die reingepumpten Steuergelder komplett in den Stadtsäckel rückerstattet werden.
Noch zwei Anmerkungen:
- Es wurde hoffentlich an einen Investor verkauft, der zu Kempten passt und somit auch die Kemptener Anforderungen akzeptiert.
- Ich hoffe, durch den Verkaufserlös haben alle Gläubiger KOMPLETT ihr Geld erhalten, auch die Stadt Kempten. Das hat uns ja die Obrigkeit der Stadt KE über
Jahre hinweg so erklärt.

02.01.2018 23:30 Uhr / Thomas Kerl

Wolfgang, Dienstag, 02.Januar, 22:02 Uhr

1. Warum den Rohbau einer Tiefgarage öffentlich bezahlen?

Schaffung von Stellplätzen für Privat-PKW ist keine öffnetliche Zwangsaufgabe, sollte es nicht sein.

Wer keinen Stellplatz finzieren kann hat dann eben keinen PKW, muß sich einer Arbeit bei der Wohnung oder eine Wohnung bei der Arbeit suchen, ggf. ÖPNV oder Fahrrad.