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Klage eingereicht Greenpeace will Atomkraftwerk Gundremmingen stilllegen lassen

Dem Kernkraftwerk Gundremmingen soll die Betriebsgenehmigung entzogen werden. Dieses Ziel verfolgt zumindest eine Klage der Umweltorganisation Greenpeace. Grund ist die Sicherheit des Kernkraftwerks. Die Betreiber verweisen darauf, dass die Anlage alle Auflagen erfülle.

Stand: 06.12.2017

Die Kühltürme des AKW Gundremmingen | Bild: BR/Joseph Weidl

Die Umweltorganisation Greenpeace hat am Mittwoch eine Klage beim Verwaltungsgerichtshof in München eingereicht. Ziel ist, dass dem Kernkraftwerk Gundremmingen die Betriebsgenehmigung entzogen wird.

Greenpeace: Kernkraftwerk nicht gegen Terrorangriffe geschützt

Die Begründung von Greenpeace: Das Kernkraftwerk sei nicht ausreichend vor einem terroristischen Angriff, etwa mit Verkehrsflugzeugen, geschützt. Der Betonmantel beider Reaktoren sei zu dünn. Auch das Lager- und Abklingbecken stelle ein Sicherheitsrisiko dar, so der Vorwurf.

AKW-Betreiber sehen Klage gelassen entgegen

"Sowohl mit Blick auf die Anlagentechnik als auch mit Blick auf die Anlagensicherung erfüllt das Kernkraftwerk Gundremmingen alle gesetzlichen und behördlichen Auflagen", versichern die Betreiber des AKWs auf Anfrage des BR. "Wir werden die Klage von Greenpeace inhaltlich prüfen und, sofern wir vom Gericht dazu aufgefordert werden, dort unsere Stellungnahme dazu vorbringen."

Block B geht Ende des Jahres vom Netz

Erst im November war bekannt geworden, dass in Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen fehlerhafte Hüllrohre verbaut sind. Die Brennstäbe sind offenbar dünner als zugelassen. Das bayerische Umweltministerium hatte darin allerdings kein Sicherheitsrisiko gesehen. Block B des AKW wird bereits Ende 2017 abgeschaltet, Block C darf noch bis Ende 2021 am Netz bleiben.


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Egon, Donnerstag, 07.Dezember, 20:48 Uhr

6. Alles abschalten ....... nur zu .........

Das Thema ist doch in Deutschland gegessen. Hat das Greenpeace noch niemand mitgeteilt ? Wir haben hier schließlich wichtigere Probleme: Flughafen- und Bahnhofsbau .....bei letzterem kommen montags im Südwesten immer noch zigfach mehr Leute zur Demo als beim Transport von abgebrannten Brennstäben etwa 40km nördlich davon. Also, was will Greenpeace noch mit dem Thema Atom ?? Das Thema Kohle ist auch abgehakt .......wo drückt also der Schuh ? Zu wenig Besucher auf der Homepage ? Zu wenig Spenden-Eingang im Jahr 2017 ?

Max, Donnerstag, 07.Dezember, 12:24 Uhr

5. Angstmache

Wir reden hier von einem Bunker der aus 180 cm dicken Stahlbeton ist. Und die „Experten“ *hust* von Greenpeace sagen das ein Verkehrsflugzeug das aus Aluminium und Glasfaser besteht da durch kommt. Ja gut ich schaffs auch immer mit einem Schneeball ESG Glas zum springen zu bringen.

Ah stimmt ich hab ganz vergessen das danach noch das 120 cm dicke Containment (Wer diesen Begriff nicht kennt bitte sofort die Diskussion verlassen und keine weiteren Kommentare zu diesem Thema abgeben) aus Spannbeton kommt. Ist ja auch nur ein kleines Detail am Rande.

#prokernenergie

AS, Mittwoch, 06.Dezember, 15:13 Uhr

4. Sicherheit ist gefährdet?

Dann muß das Ding sofort abgeschaltet werden. Oder ist hier wieder die Atomlobby stärker, wie in der Landwirschaft oder in der Automobilherstellung?!

Squareman, Mittwoch, 06.Dezember, 14:46 Uhr

3. Viel Glück

Da wünsche ich den Grünen viel Glück mit ihrer Klage, sie werden es brauchen. Denn wir leben in Bayern und da sind viele Politiker Atombefürworter. Nur das Endlager das soll bitte ganz weit weg. Das berühmte St. Florians Prinzip. Dabei wäre der Bayrische Wald hervorragend für ein Endlager geeignet.

Michi, Mittwoch, 06.Dezember, 14:35 Uhr

2. Warum Greenpeace?

Das muss die Staatsregierung machen, wenn auch nur der geringste Zweifel an der Sicherheit besteht.

Wenn die Wandstärken von Röhren zu klein sind würde ich eine Evaluierung empfehlen, das dauert beim TÜV sicher bis 2021.

Mit Terrorgefahr sollte sich die bay. Regierung ja auskennen! Jeder Weihnachtsmarkt ist besser gesichert und unsere Grenzen werden ja auch wieder so gut bewacht!

Los, Herr Sicherheitsminister!