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Erstmals zugänglich Zu Besuch im Fünfknopfturm in Kaufbeuren

Jahrhundertelang war das Wahrzeichen Kaufbeurens, der Fünfknopfturm oberhalb der Altstadt, für die Öffentlichkeit tabu. Mit einem großen Turmfest gibt der Förderverein Fünfknopfturm das Gebäude am Wochenende für öffentliche Führungen frei.

Stand: 29.09.2017

Das Kaufbeurer Wahrzeichen, ein mittelalterlicher Wehrturm mit seinen charakteristischen fünf Spitzen, war bis 2014 noch bewohnt und deshalb für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Als bekannt wurde, dass der Turm wieder frei wird, hat sich umgehend der „Förderverein Fünfknopfturm“ gegründet. In drei Jahren Bauzeit haben die Mitglieder mit Unterstützung der Stadt, vielen Spenden und ehrenamtlichen Engagement die Wohnung im Turm zurückgebaut und den Turm so weit wie möglich in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Hochzeit in der Türmerstube

Heidi Kunstmann hat 45 Jahre im Turm gewohnt, Klaus Müller und der Förderverein haben sich für die Restaurierung eingesetzt.

Neben regelmäßigen Führungen soll es im Fünfknopfturm eine Ausstellung über die Geschichte und das Leben im Turm und in Zusammenarbeit mit dem Kaufbeurer Standesamt sogar Trauungen in der Türmerstube geben.

Der 33 Meter hohe Turm aus dem Jahr 1420 mit seinem atemberaubenden Ausblick über die Stadt und die Umgebung war lange Zeit Wehr- und bis ins 20. Jahrhundert hinein sogar Feuermeldeturm der Stadt. Der Türmer hielt hier regelmäßig Ausschau und schlug mit einer Glocke am Fenster sofort Alarm, wenn unten in der Stadt Feuer oder Rauch zu sehen war.

Turmfest und Besichtigungen

Die feierliche Freigabe für die Öffentlichkeit feiern die Kaufbeurer am Samstag mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Turmfest mit Führungen, Musik, Kunsthandwerkermarkt, Aufführungen und Kinderprogramm. Auch am Sonntag können Besucher den Turm von 10 bis 13 Uhr besichtigen.


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