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Marktoberdorf Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

In der Nacht auf Montag legten Unbekannte Feuer an einem noch leer stehenden Asylbewerberheim in Marktoberdorf. Verletzt wurde niemand. Noch immer gibt es keine heiße Spur zu den Tätern.

Stand: 29.12.2015

Brandspuren an einer Türe | Bild: BR/Rupert Waldmüller

Ein Passant hatte am Montagmorgen Verrußungen an der Gebäudefassade und Schäden an der Tür entdeckt. Daraufhin verständigte er die Polizei. Sie geht von Brandstiftung aus. Der Schaden beträgt mehrere tausend Euro.

Bestürzung nach dem Anschlag

Die Bürgermeister von Marktoberdorf zeigten sich in einer ersten Reaktion bestürzt: Sie verurteilten diesen Brandanschlag auf das Schärfste, heißt es in einer gemeinsamen Mail von Bürgermeister Wolfgang Hell und seinen beiden Stellvertretern Wolfgang Hannig und Carl Singer. Jegliche Gewaltanwendung, ob tätlich oder verbal, gegenüber denen, die gerade vor Krieg, Gewalt und Verfolgung Zuflucht in unserem Land suchten, sei in keinster Weise akzeptabel. "Sollte sich ein fremdenfeindlicher Hintergrund bewahrheiten, wäre dies eine Schande für unsere Stadt", so die Bürgermeister.

Wer hat verdächtige Personen beobachtet?

Ende Januar sollen in das Haus, das in einem Gewerbegebiet im Norden Marktoberdorfs liegt, knapp 90 Flüchtlinge einziehen. Die Kripo sucht nach Zeugen, die verdächtige Personen oder Autos in der Nacht zum Montag in der Nähe des Gewerbegebiets beobachtet haben. Sie hat die siebenköpfige Ermittlungsgruppe "Nordstraße" eingerichtet mit Beamten aus den Bereichen Brandermittlung, Spurensicherung und Staatsschutz.

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