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Festspielhaus Füssen Zweiter Mitbieter kritisiert Insolvenzverfahren

Knapp eine Woche nach dem Verkauf des Füssener Festspielhauses hat sich ein zweiter Mitbieter kritisch zum Verlauf des Insolvenzverfahrens geäußert. Wie die Lens AG, die auch Insolvenzverwalter Marco Liebler kritisiert hat, überlegt der Investor rechtliche Schritte einzuleiten.

Stand: 30.11.2016

Premiere des Ludwig2 Musicals im Festspielhaus Füssen | Bild: BR/Rupert Waldmüller

Bei dem zweiten Mitbieter handelt es sich um den Vertreter einer international tätigen Hotelgruppe mit Sitz in Dubai. Gemeinsam mit den Investoren überlege er nun rechtliche Schritte einzuleiten, sagte er gegenüber dem BR.

"Wir haben 16 Millionen für das Festspielhaus geboten mit einem Gesamtkonzept, das Hand und Fuß hat. Da kann es doch nicht sein, dass ein anderer den Zuschlag bekommt, der mit seinem Gebot offenbar deutlich darunter liegt."

Vertreter der mitbietenden Hotelgruppe

Ausbau zum Tagungs- und Kongresszentrum geplant

Die dubaier Hotelkette wollte mit ihren Partnern nach eigenen Angaben insgesamt 60 Millionen Euro investieren und das Festspielhaus mit einem Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel zu einem Tagungs- und Kongresszentrum ausbauen.

Zweifel an der Rechtmäßigkeit

Erst gestern hatte sich die Lens AG aus Düsseldorf zu Wort gemeldet und den Insolvenzverwalter heftig kritisiert. Das Unternehmen hatte nach eigenen Angaben ein Gebot mit bis zu 14,1 Millionen Euro und ein Konzept inklusive Spielplan bis Ende 2018 vorgelegt. Doch auch die Lens AG ging im Bieterverfahren leer aus und meldete erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit und ordentlichen Abwicklung des gesamten Insolvenzverfahrens an.

Insolvenzverwalter Liebler weißt Vorwürfe von sich

Insolvenzverwalter Marco Liebler bezeichnet die Vorwürfe in einer Stellungnahme als haltlos. Der Verkauf des Musiktheaters am Forggensee sei gemäß den gesetzlichen Vorgaben der Insolvenzordnung erfolgt.

Wie viel die neuen Besitzer für das Füssener Festspielhaus tatsächlich bezahlt haben bleibt unklar. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Einer der Investoren selbst sprach gegenüber dem BR von einem Gesamtinvestment im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

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