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EU-Abgeordneter Ferber zu Brüssel "Heute hatte ich einen guten Schutzengel"

Nur durch einen Zufall ist der schwäbische CSU-Vorsitzende und Europa-Abgeordnete Markus Ferber heute, als die Anschläge in Brüssel passierten, nicht in der Stadt gewesen. Er und die schwäbischen Abgeordneten Barbara Lochbihler und Ulrike Müller sind erschüttert.

Stand: 22.03.2016

Ferber wäre selbst heute Früh am Brüsseler Flughafen angekommen, hatte die Reise aber wegen Terminen in seinem schwäbischen Wahlkreis kurzfristig verschoben. Hörbar erschüttert äußerte er sich im BR-Interview zu den Explosionen am Flughafen und in der Brüsseler U-Bahn-Station, die sich neben dem EU-Parlament befindet. Seine Mitarbeiter im Büro hatte er sofort kontaktiert. Ihnen gehe es gut, das Parlament sei abgeriegelt.

"Es sind furchtbare Nachrichten, die mich hier erreichen."

Markus Ferber

Ferbers Team wohlauf

Er sei erschüttert, denke an die Opfer - unschuldige Menschen, die ihre Termine machen wollten und aus dem Leben gerissen oder schwer verletzt wurden, so Ferber weiter. Er kenne die Gebäude und sei selbst schon oft vorbeigegangen. Er sei "heilfroh, dass alle wohlauf sind".

Wenn man so ein Leben führe, müsse man immer an Orten vorbei, die prädestiniert seien für Terroranschläge. "Heute hatte ich einen guten Schutzengel. Es war klar, dass wir in Brüssel in einer sehr unsicheren Situation sind, insbesondere nach den letzten Festnahmen", sagte Ferber.

Barbara Lochbihler erfuhr von den Anschlägen im Europaparlament

Barbara Lochbihler, Abgeordnete der Grünen aus Obergünzburg im Europaparlament,  hatte um 9 Uhr eine Sitzung und dort schon von den ersten Anschlägen gehört. Der Ausschuss ging dann weiter.  Viele Mitarbeiter sind heute daheim geblieben, auch die Europaschulen haben Ferien, berichtet Barbara Lochbihler.

Das Europarlament kann von außen nicht mehr erreicht werden. Ein militärischer Sicherheitsdienst schützt es. Barbara Lochbihler weiß derzeit nicht, wie sie nach Hause kommt, weil Flug- und Bahnverkehr unterbrochen sind. 

Barbara Lochbihler

"Für mich heißt das, dass ich meine Rückreise morgen irgendwie anders organisieren muss.  Alle öffentlichen Verkehrsmittel wie die Straßenbahn,  aber auch die Eisenbahn und auch der Flughafen funktionieren nicht, und wir müssen schauen, welche Informationen wir haben. Der Straßenverkehr läuft, es sind Hubschrauber in der Luft. Wir müssen einfach Ruhe bewahren und abwarten, welche Informationen gibt uns der Sicherheitsdienst. Und heute Abend werden wir alle in unsere Hotels und unsere Wohnungen zurückkehren, nehme ich an."

Barbara Lochbihler

Sie berichtet über die Anspannung und die Betroffenheit, dass so viele Personen zu Schaden gekommen sind. Ihr Rat: Ruhig bleiben, nicht unnötig Gefahren eingehen, aber sich möglichst nicht vom Terror einschüchtern lassen. Den Parlamentariern sei klar, so Barbara Lochbihler, dass das Europaparlament symbolisch für Europa gesehen werde .

Ulrike Müller fordert Steit um Kleinigkeiten muss aufhören

Betroffen und bestürzt appelliert die Allgäuer Europaabgeordnete Ulrike Müller (FW) nach den Terroranschlägen in Brüssel an die gesamte Politik, dass man sich in Europa nicht im Streit um Kleinklein und um Kleinigkeiten verlieren dürfe, sondern zusammen rücken müsse, um die offene Gesellschaft zu schützen.

Derzeit ist für Frau Müller noch unklar, welche Schlüsse aus den Anschlägen zu ziehen seien. Sie betonte aber in diesem Zusammenhang, dass die Sicherheitskräfte in Brüssel „hervorragend“ arbeiteten.

Ulrike Müller, Europaabgeordnete der Freien Wähler

Ulrike Müller hatte in ihrer Wohnung etwa 200 Meter von der U-Bahnstation Maelbeek entfernt die Explosion am Vormittag nicht wahrgenommen, aber den anschließenden Großeinsatz der belgischen Sicherheitsbehörden hautnah miterlebt. Vom vierten Stock aus konnte sie auch beobachten,  wie Menschen auf der Straße davon gelaufen seien oder wie ein am Kopf blutender Mann medizinisch versorgt wurde. Innerhalb von fünf Minuten sei alles abgeriegelt gewesen. Ulrike Müller war beim Packen ihrer Sachen von dem Einsatz überrascht worden und durfte zunächst ihr Wohnhaus auch nicht verlassen.

Informationen waren am Vormittag für Frau Müller zunächst nur spärlich zu erhalten, weil das Handynetz in dem Gebiet zusammengebrochen war. Es gelang ihr aber nach etwa einer halben Stunde, ihr Wohnhaus zu verlassen und über Umwege zum Europäischen Parlament durchgelassen zu werden

"Dort ist alles ganz still, niemand lacht, alles wurde nochmals durchsucht trotz aller Sicherheitsvorkehrungen.  Es ist eine Totenstille, wir sind alle sehr betroffen."

Ulrike Müller am frühen Nachmittag.

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Barbara, Mittwoch, 23.März, 14:20 Uhr

11. Es war doch schon immer so:

Wenn der Islam nach Europa kam, dann kam der Tod zu uns. Der Islam ist eine Kultur des Todes. Schon vor 500 Jahren wurde die Schlacht am Weißen Berg gegen den Islam geschlagen und der Rosenkranz-Kreuzzug ausgerufen, um diesen Todes-Kult zu besiegen! Der Pole Sobiesky war damals der christliche Heerführer gegen den Islam.

Stefan Huber, Mittwoch, 23.März, 00:51 Uhr

10. Erschüttert

Natürlich sind wir alle erschüttert. Aber ich habe das Gefühl wir hangeln uns von Erschütterung zur Erschütterung: 11. September, Charlie Hebdo, Paris-Bataclan, Silvesternachtpogrome und -bombendrohungen und jetzt Brüssel. Aber was tun unsere Politiker effektiv dagegen? Es muss doch mal hinterfragt werden mit was das "nix hat mit nix zu tun" zu tun hat. Man möchte nicht mehr an Terroristen die an nix glauben und mit nix zu tun haben und aus dem Luftleeren Raum kommen glauben.

R.B., Dienstag, 22.März, 21:20 Uhr

9. Inhaltsleer

Süsser Bericht - hart recherchiert.

Seppl, Dienstag, 22.März, 21:12 Uhr

8. keine Verallgemeinerung, kein Generalverdacht, aber ......

.. man kann nicht über den Terror reden ohne über den Islam zu sprechen.

Die meisten Islamisch geprägten arabischen Länder sind rückständig. In keinem dieser Länder gibt es eine Industrie von Bedeutung oder technonologisch führende Unternehmen. So etwas schaffen diese Länder nicht, der Islam so wie er ausgelegt wird verhindert es.

Und weil das so ist, sind die meisten Menschen in diesen Ländern arm (von Oberschichten in den Ölländern abgesehen) und wenig gebildet.

Wenn diese Menschen nach Europa auswandern, haben sie nur selten beruflichen Erfolg. Die meisten arbeiten in einfachen Berufen oder gar nicht. Wer es zu mehr bringen will, dem bleibt die Kriminalität.

So bleiben viele muslimisch arabische Zuwanderer wirtschaftlich und sozial auf der Strecke, wofür sie dann die europäischen Aufnahmeländer, den Westen verantwortlich machen: der Nährboden für den Terror.

  • Antwort von Rumplhanni, Mittwoch, 23.März, 09:37 Uhr

    @Seppl - denke ebenso. In CSU stolpert mal einer über ein Kamel - peinlich. Ich kann trotzdem lachen - normale Bürger in der Politik, in bessere Worte fasst es Abdel Samad. CSU- Söder aktuell: „Islam gehört nicht zum Fundament unserer Kultur.“ Zum Fundament wohlgemerkt!!! Ein treffender Satz.

    Von einem Center-Buddha springt „die Erleuchtung“ nicht über, man muss sie erlernen. Er lächelt so gütig, was mal „den Tag rettet“ - unserer Lehre ähnlich, er stört nicht. „Unser“ Gott ist ein gütiger, der keine Opfer fordert um zu verzeihen oder zu gefallen, fordert aber Gleichwertigkeit! Was wir „Säen“ darf uns nicht gestohlen werden, wir teilen (noch) freiwillig.

    Problem von Gut ist die afrikanische Bevölkerung für rückständig oder gar hilflos zu halten, diese damit sogar zu diskriminieren. Sie haben unsere Chancen nicht. In DE/EU nutzen viele von „Uns“ diese Chancen nicht, auch viele schwer zu integrierende Muslime, denn zudem „mögen“ uns viele nicht - so steht es geschrieben.

jimbo, Dienstag, 22.März, 19:10 Uhr

7.

seit der tolle prophet seine ideen verbreitet hat , haben moslens praktisch immer kreig gegen ungläubige geführt ! manche sollten einfach mal in die geschichtsbücher schauen die nicht von öl-dollars weichgespült wurden . es ist für mich immer wieder ein rätsel wenn ich höre wie tolerant der islam ja eigentlich wäre . die realität weltweit sieht jedenfalls anders aus ! ich sehe auch keinen grossen unterschied zwischen nazis und moslems , die halten sich beide für die besseren menschen !