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Landmaschinenschau Fendt stellt Elektro-Traktor vor - der vieles kann

Die Elektromobilität hält jetzt auch Einzug in die Landwirtschaft. Bei der Jahrespressekonferenz des Allgäuer Landmaschinenherstellers Fendt wurde der erste Elektro-Traktor vorgestellt - und er kann mehr als nur Felder beackern.

Von: Margit Siller

Stand: 08.09.2017

Fendt Traktor e100 Vario | Bild: AGCO Fendt

Rechtzeitig vor der Leitmesse Agritechnica in Hannover hat der Allgäuer Landmaschinen-Hersteller Fendt zahlreiche neue Produkte vorgestellt. Am Stammsitz in Marktoberdorf wurde ein vollelektrischer Traktor gezeigt, der nicht nur in der Landwirtschaft sondern auch in deutschen Großstädten eingesetzt werden könnte. In drei Jahren soll der E-Traktor mit 100 PS in Serie gehen. Acht Stunden Betriebszeit bei 80 Prozent Leistung, das kann sich sehen lassen, zumal wenn der Strom dafür aus einer Solar- oder Biogasanlage kommt.

Wer soll E-Traktoren kaufen?

Seit zwanzig Jahren gehört Fendt zum US-Konzern AGCO. Dessen Chef Martin Richenhagen will auch deutsche Großstädte für den neuen E-Schlepper interessieren:

"Ich glaube, dass man da schon auf ganz interessante Stückzahlen kommen kann, weil der natürlich im innerstädtischen Bereich wie z.B. in München für Kommunalarbeiten eingesetzt werden könnte. Völlig abgasfrei, auf dem Hof in dem Stall; keine Abgase und auch keine Geräusche erzeugt. Von daher glaube ich, hat der Traktor ein großes Potential."

AGCO-Chef Martin Richenhagen

Was E-Traktoren alles können

Ein E-Traktor des Landmaschinenherstellers Fendt: Auch im Inneren eher ein Highend Cockpit.

Zum Beispiel Schneeräumen im Winter. Fendt hat ehrgeizige Ziele und will innerhalb der nächsten drei Jahre den Umsatz um 25 Prozent steigern. Die Allgäuer Traktoren-Schmiede entwickelt sich zum Komplett-Anbieter und unterstreicht diesen Anspruch mit einem neuen großen schwarzen Mähdrescher.


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