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Polizei sucht Täter Erschossener Esel Pepe rührt Menschen in Edelstetten

Nach wie vor ist nicht klar, wer den Esel Pepe in Edelstetten im Landkreis Günzburg erschossen hat. Langsam macht sich im Ort ein gewisses Unbehagen breit. Wer macht so etwas? Und kann es wieder passieren? Gleichzeitig wächst aber auch die Solidarität für Pepes Besitzer.

Von: Joseph Weidl

Stand: 09.11.2017

Der in der Nacht auf den 31.10.2017 in Edelstetten (Lkr. Günzburg) getötete Esel Pepe | Bild: Markus Negele

Auch rund eine Woche, nachdem Markus Negele seinen Esel tot auf der Weide gefunden hat, hat er dieses Erlebnis noch nicht ganz verarbeitet. Seine Stimmt stockt, wenn er erzählt, wie er Pepe tot am Boden liegend fand. Erschossen! Die Tat geschah in der Nacht auf den 31. Oktober.

Pferde kommen jetzt über Nacht sicherheitshalber in die Box

War es einfach nur die Lust am Töten? Oder hat sich jemand von dem Esel gestört gefühlt? Fragen gibt es viele, Erklärungen keine. Und genau das macht Edelstetten, einem Ortsteil von Neuburg an der Kammel, auch ein bisschen Angst. Denn viele haben Tiere und machen sich jetzt Gedanken um deren Sicherheit. So müssen die Pferde von Jasmin Feueröcker nun über Nacht in die Box. Via Internet hat die Reiterin die Nachricht von Pepes Tod geteilt – verbunden mit der Bitte, dass jeder auf seine Tiere aufpassen soll.

Jasmin Feueröcker hat sich selber manchmal um Pepe gekümmert, wenn Markus Negele im Urlaub war. "Das war ein ganz, ganz liebes Tier. Hat keiner Menschenseele etwas getan." Auch der Edelstetter Alfred Konrad hat selbst Pferde, um die er sich jetzt sorgt. "Ich bin sprachlos über diese Tat."

Privatleute haben für Belohnung gesammelt

Alfred Konrad ist einer von vielen Bürgern, die aktiv werden wollen. Er hat sich mit einigen Hundert Euro an der privat ausgeschriebenen Belohnung für die Ergreifung des Täters beteiligt. Wer den Esel Pepe umgebracht haben könnte, kann auch er sich nicht vorstellen.

Pepes Besitzer ist keiner, der sich in den Vordergrund drängen will, im Gegenteil. Doch die positive Resonanz die er jetzt durch den Zuspruch und die Unterstützung im Ort bekommt, die freut ihn.

"Es gibt Menschen, die mögen Tiere, und welche nicht. Aber dass es so gewaltig ist – Wahnsinn. Ich kann wirklich nur sagen: Danke."

Pepes Besitzer Markus Negele

Die Polizei hofft, dass sich doch noch Zeugen melden, die etwas Entscheidendes gesehen haben und die Tat aufgeklärt werden kann.


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Evelyn, Freitag, 10.November, 11:16 Uhr

11. Tod eines Esels

Mir tut das sehr leid, was mit Pepe geschehen ist.
Und noch mehr leid tut mir das, was wir tagtäglich hundertausenden von Tieren in den Ställen und Schlachthäusern antun.
Aber das juckt ja kein "Schwein".

thorie, Freitag, 10.November, 10:09 Uhr

10. wenn sich bis heute kein zeuge gemeldet hat...

wirds wohl keinen geben (zumindest keinen, der einen bekannten belasten will)

also wird der fall wohl in den archiven der polizei verschwinden.

trotzdem wäre interessant von der polizei zu hören, welche aktivitäten zur aufklärung des falles erfolgt sind,...und wielange...

oder ob das alles schon bei den akten liegt.

websaurier, Freitag, 10.November, 08:25 Uhr

9. Dumm, Dümmer, am Dümmsten...


Es ist schon erstaunlich, was die "Gattung Mensch" so alles zu bieten hat...
Es gibt hochintelligente Spezialisten und eben auch bedauernswerte Flachpfeifen !

Ich denke, man sollte in der näheren Umgebung suchen...

frierei, Freitag, 10.November, 08:11 Uhr

8. Pepe

Ich finde es schlimm, wenn man von Menschen und Tieren keinen Respekt mehr hat. Kindstötung, Selbstjustiz, das Gesetz selbst in die Hand nehmen. Das ist doch momentan Modern oder In. Hier läuft in unserem Rechtsstaat doch etwas gewaltig aus dem Ruder. Wenn man dann im StGB nachschaut und feststellt das ein Tier als Sache behandelt wird, kann und wird das Strafmaß relativ gering sein.

Ella, Freitag, 10.November, 07:34 Uhr

7. Esel Pepe

Das tut mir sehr leid !
Bitte sucht und findet den, der das getan hat!
Stellt ihn bloß und bestraft ihn!