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Krankenpflegeschule Donauwörth Neues duales Studium für Pfleger und Krankenschwestern

Seit Mittwoch kann man sich in Donauwörth für ein duales Studium im Gesundheitswesen anmelden. Ab dem Sommersemester 2018 soll die berufsbegleitende Qualifizierung in Donauwörth angeboten werden.

Von: Judith Zacher

Stand: 15.11.2017

Pflege-Studium (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa/ Waltraud Grubitzsch

Bei einem dualen Studium im Gesundheitswesen sollen Beruf und Studium gut vereinbar sein. Seit Mittwoch kann man sich dafür in Donauwörth anmelden. Ab dem Sommersemester 2018 soll die Weiterbildung hier angeboten werden, falls sich mindestens 20 Interessenten einschreiben. Das Angebot, bei dem die Technische Hochschule Ingolstadt und der Landkreis zusammenarbeiten, kam auf Initiative von Landrat Stefan Rößle zustande.

Studium neben dem Beruf

Angeboten werden sollen die beiden Bachelorstudiengänge "Management in Gesundheitsberufen" und "Management in Sozialberufen". Diese sollen berufsbegleitend sein. Vor allem Berufstätige könnten damit eine zusätzliche Qualifikation am Wochenende erwerben, ohne aus dem Beruf aussteigen zu müssen und ohne lange Fahrzeiten und/oder Unterkunftskosten auf sich nehmen zu müssen.

Unterricht an Donauwörther Krankenpflegeschule

In den Räumen der Donauwörther Krankenpflegeschule soll der Unterricht abgehalten werden. Das Angebot kostet 1.950 Euro pro Semester. Zusätzlich bietet die Technische Hochschule Ingolstadt einen Master in Gesundheitsmanagement an, der sich an Ärzte und andere Akademiker richtet. Abitur ist für die Einschreibung nicht zwingend notwendig. Teilnehmen können auch Personen mit Berufsausbildung. Landrat Stefan Rößle, auf dessen Initiative die Zusammenarbeit zustande kam, will angesichts der knappen Personalsituation in den Pflegeberufen mit diesem Angebot vor Ort einen Beitrag für gut ausgebildete Fachkräfte in Gesundheits- und Sozialberufen leisten.  Auch die Unternehmen vor Ort könnten von der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter profitieren, so Rößle, der auch eine Förderung für Mitarbeiter der Donau-Rieser Kliniken und Seniorenheime in Aussicht stellte.

Auch an den Donau-Rieser Krankenhäusern sind Pflegekräfte knapp. Dort hat Landrat Stefan Rößle kürzlich - als Reaktion auf die Überlastung der Pflegekräfte - 20 neue Stellen geschaffen. Sie zu besetzen sei keine leichte, aber eine dringend nötige Aufgabe, so der Landrat.


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