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Döner-Streit in Kempten Nächtliches Verkaufsverbot landet bei Gericht

Der Besitzer eines Dönerladens in Kempten klagt gegen die Auflagen der Stadtverwaltung. Weil sich Anwohner über nächtlichen Lärm vor dem Imbiss beschwert hatten, nutzte die Stadt den Umzug des Imbiss' für schärfere Auflagen.

Von: Doris Bimmer

Stand: 17.02.2017

Mann bereitet Döner zu (Symbolbild). | Bild: picture-alliance/dpa/Robert Schlesinger

Der Mann will seinen Imbiss vergrößern und zieht ein paar Meter weiter. Die Stadt untersagte dem Gastronom beispielsweise den Straßenverkauf nach 22 Uhr. Die Leiterin des Bauordnungsamtes, Franziska Renner, bestätigte die Klage auf BR-Anfrage. Renner erklärte weiter, der Betreiber des Dönerladens habe die ersten Auflagen zur Nutzungsänderung der Stadt im Spätherbst 2016 ohne Weiteres hingenommen, gegen eine Erläuterung dieser Auflagen Anfang des Jahres aber Einspruch erhoben.

Die Klageschrift sei vor wenigen Tagen eingegangen. Noch sei sie aber nicht vom Kläger begründet worden. Somit wisse man nicht, so Renner, worauf der Mann seine Klage stützt und ob das Gericht sie für zulässig erachtet. Der Imbiss befindet sich in der Kronenstraße in der Altstadt und zieht in ein ehemaliges Schuhgeschäft um.


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Michael, Samstag, 18.Februar, 12:14 Uhr

3. Döner-Drive-In ? Ab ins Gewerbegebiet

Nachdem die Mehrzahl der Kunden offensichtlich eh auf vier Rädern zum Döneressen kommt wäre es doch höchst sinnvoll, dieses Gewerbe in eines der Kemptener Gewerbegebiete zu verlagern, oder?!

Hadschi Halef Omar ben Hadschi etc. etc. etc., Freitag, 17.Februar, 17:42 Uhr

2. Vertrauen auf rücksichtsvolles Verhalten

der nächtlichen Imbiss-Besucher kann man vergessen.
Eigene Erfahrung.
Motoren laufen in auf Gehwegen geparkten Autos, derweilen der Fahrer im Laden steht und gemütlich auf seinen Imbiss wartet.
Türen werden zugeknallt
Motoren heulen auf
Reifen drehen quietschend durch
zum Abschied und bei Ankunft wird gehupt
Lachen ist eine angenehme menschliche Lautäußerung dagegen, aber das hört man eher selten, eher schon Gekreische.
Ich habe volles Verständnis für die Leute, die gegen so lange Öffnungszeiten sind.
Einer dieser Lümmel sagte einmal frech zu mir, als ich ihn höflich bat, doch wenigstens den Motor abzustellen, ich solle halt dann wo anders hin ziehen.

  • Antwort von Michael, Samstag, 18.Februar, 12:18 Uhr

    Motor-laufen-lassen, Türen knallen, Reifen quietschen und Hupen sind unnötige Lärmbelästigungen und könnten - wenn es denn gewollt wäre - von der Polizei geahndet werden. Warum passiert da Nichts?

B. Sachse, Freitag, 17.Februar, 16:31 Uhr

1. Dem Einen seine Eule ist dem Andern seine Nachtigall...

Sicherlich ist sowas für die Anlieger nicht immer angenehm, da es häufig zu Lärmbelustigung kommt. Aber man kann das so oder so sehen... Der Sohn meines Nachbarn wurde nachts "angetanzt", war gegenüber den vier Angreifern eigentlich machtlos. Er lag schon am Boden, als durch den Lärm die gegenüberliegende Tür des Dönerladens aufging und der Inhaber heraus schaute. Dadurch wurden die Täter gestört und der junge Mann konnte dieser misslichen Situation noch mit einem gehörigen Schreck entkommen.

  • Antwort von Michael, Samstag, 18.Februar, 12:05 Uhr

    Und wie oft kommt eine derartige Lebensrettung in der Praxis vor? Und ganz nebenbei: Auch das Dasein und Leben - und dazu gehört auch eine Nachruhe - der Anwohner hat einen Wert.