3

Weihnachtsvorbereitungen Die Diakonie Kaufbeuren liefert den Christbaum direkt vor die Haustür

Schön groß, möglichst dicht und grün – so sollte der Christbaum sein. Doch wenn man den Wunschbaum gefunden hat, bleibt immer noch die Frage: Wie kommt der Baum nach Hause? In Kaufbeuren gibt es dafür einen Lieferservice.

Stand: 05.12.2017

Klaus Steigleder (li.) und Tagesstättenleiter Ralf Sander laden den Christbaum ins Auto. | Bild: BR/Rupert Waldmüller

Im ganzen Land eröffnen in diesen Tagen die Christbaumverkäufe - wer einen schönen will, der sollte sich sputen. Doch das Problem kommt oft erst nach dem Kauf. Denn wie bringt man einen 2-Meter-Baum in einen Kleinwagen? Und wie den ganzen Dreck wieder raus aus dem Auto? In Kaufbeuren bietet die Diakonie dafür eine Lösung: Bei der Tagesstätte für psychische Gesundheit gibt es einen Christbaumverkauf mit Lieferservice.

Erlös des Christbaumverkaufs geht an die Diakonie

Kunden wie Martina Titze (li. im Bild) nutzen den Lieferservice für Weihnachtsbäume gern.

Drei Wochen vor Weihnachten verwandelt sich der Hof der Tagesstätte für psychische Gesundheit in Kaufbeuren in einen Christbaumverkaufsstand. Und der Mechaniker der hauseigenen Fahrradwerkstatt wird ein routinierter Christbaumverkäufer. Doch das Beste ist: Für zwei Euro Aufpreis liefert das Team der Tagesstätte den Baum im Stadtgebiet Kaufbeuren direkt nach Hause. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Einrichtung zugute. Die Kunden schätzen den Christbaumverkauf mit Lieferservice.

"Da hat man keine Arbeit. Die stellen den schön auf die Terrasse, wo man ihn hinhaben mag – so wie es ausgemacht ist."

Kundin des Christbaumverkaufs der Diakonie

Nur wieder abgeholt wird der Baum nicht

Klaus Steigleder (li.) und Tagesstättenleiter Ralf Sander sind schon routiniert im Christbaumeinpacken.

Auf die Terrasse, den Balkon, in den Carport oder die Gartenhütte – das Team der Tagesstätte für psychische Gesundheit liefert überallhin. Die meisten Kunden kommen gerne auf das Liefer-Angebot zurück, so Boris Leischner von der Tagesstätte. Im letzten Jahr hätten die ersten Kunden sogar angefragt, ob die Diakonie die Bäume nach Weihnachten auch wieder abholt. Nur wenige schleppen den Baum selbst nach Hause.

"Da kam eine alte Frau vom benachbarten Altersheim mit dem Rollator und ich war mir ganz sicher, dass sie den Baum geliefert haben möchte. Dann hat sie gemeint: Nein, sie ist doch ein großes Mädchen! Und dann hat man den Zwei-Meter-Baum auf den Rollator drauf. Den hat sie dann so mit nach Hause genommen – auf dem Rollator. Richtig klasse!"

Boris Leischner von der Tagesstätte für psychische Gesundheit in Kaufbeuren

Wer einen großen Baum will, muss früh kommen

260 Nordmanntannen von 80 Zentimeter klein bis drei Meter groß stehen im Hof der Diakonie-Tagesstätte in Kaufbeuren zum Verkauf. Leiter Ralf Sander ist zuversichtlich, dass er die auch los wird. Vom Last-Minute-Weihnachtsbaumkauf rät er allerdings ab.

"Letztes Jahr war es so, dass die großen Bäume ziemlich alle weg waren. Heißt also: Eher jetzt in den nächsten eineinhalb Wochen kommen! Dann hat man die Sicherheit, dass man sich noch gut was aussuchen kann. Danach wird es ein bisschen knapp!"

Ralf Sander, Leiter der Tagesstätte für psychische Gesundheit in Kaufbeuren


3