2

Hochschule Augsburg Besserer Schutz vor Cyberangriffen

Ein Zug entgleist an einer Weiche. Es gibt Tote und Verletzte. Hacker hatten die Computersteuerung der Weiche manipuliert. Damit auch ein solches Horrorszenario nie Wirklichkeit wird, hat die Hochschule Augsburg jetzt ein Institut für innovative Sicherheit.

Von: Barbara Leinfelder und Doris Bimmer

Stand: 28.08.2017

Modelleisenbahn im neu gegründeten Institut für innovative Sicherheit an der Hochschule Augsburg | Bild: BR/Thomas Pösl

Das Institut will vor allem kleine und mittelständische Betriebe darin unterstützen, sich vor Cyberangriffen zu schützen. Schirmherr ist Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

Er erklärte bei der Eröffnung, die Arbeit des Instituts sei nicht hoch genug zu schätzen, da Straftäter "die zahlreichen Schwachstellen neuer Technologien oder unzureichend geschützter Systeme skrupellos ausnutzen". Den Forschern komme deshalb bei der Prävention von Cyberverbrechen eine Schlüsselrolle zu, so Herrmann. Die IT-Sicherheitslösungen von morgen müssten schon heute erforscht werden.

Institut mit Modelleisenbahn

Forschen am Eisenbahnmodell: Michael Kapfer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts.

Die Hochschule hat fünf Professuren, 20 wissenschaftliche Mitarbeiter und 60 Studierende, die zum Thema IT-Sicherheit forschen. Damit verfügt Augsburg über den größten Forschungsverbund für IT-Sicherheit an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayern. Bundesweit zähle sie damit zu den Top 5, so ein Sprecher der Hochschule zum BR. Um diese Aktivitäten weiter auszubauen, wurde das Institut für innovative Sicherheit, kurz HSAinnoS, gegründet.

Uni-Präsident ermutigt Existenzgründer

Treibende Kraft hinter dem neuen Institut: Prof. Gordon Thomas Rohrmair, Präsident der Hochschule.

"Wir werden mit dem Institut für innovative Sicherheit kontinuierlich unsere Forschung mit weiteren Professuren ausbauen und vernetzen", versicherte Prof. Gordon Thomas Rohrmair, IT-Sicherheitsexperte und Präsident der Hochschule Augsburg, beim Festakt. Schon im nächsten Jahr werde die Hochschule ihre Aktivitäten zur IT-Sicherheit auf die Forschungsfelder Produktion und Logistik ausweiten.

Ein besonderes Interesse von HSAinnoS gilt der Existenzgründung: Die Hochschule fördert private Ideen und Unternehmensgründungen. Die Zeit für Unternehmensgründungen in diesem Bereich sei ideal, da viele kleine und mittelständische Unternehmen oftmals mit der Umsetzung überfordert seien und externe Hilfe benötigen, sagte Präsident Rohrmair. "Wir unterstützen unsere Studierenden und Hochschulangehörigen auf dem Weg zur innovativen Geschäftsidee im Bereich IT-Sicherheit."


2

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Jurek W., Montag, 28.August, 16:45 Uhr

1. Tja, kann man so oder so sehen...

Oder ist sowas nicht gerade eine absolute Lehranstalt für angehende Terroristen? Man muss heutzutage vorsichtig sein, besonders bei Studenten ausländischer Herkunft. Man denke konkret an die unsägliche Aktion 9/11 in Amerika. Da waren Attentäter dabei, die in Deutschland studiert hatten. Vergesst bitte nicht: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

  • Antwort von Polanski, Montag, 28.August, 23:53 Uhr

    … ist Jurek nicht ein ausländischer Name? Vorsicht!