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Abstimmung im Landtag steht bevor CSU will Alpenplan ändern wegen Riedberger Horn

Der Bayerische Landtag wird heute voraussichtlich das neue Landesentwicklungsprogramm (LEP) mit dem geänderten Alpenplan absegnen. Damit ist der Weg für eine Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu weitgehend frei.

Von: Arne Wilsdorff

Stand: 09.11.2017

Alpenplan - Zonen A, B und C im Allgäu | Bild: Alpenverein

Erwin Huber hat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag die Änderung des Landesentwicklunsprogramms und damit die des darin enthaltenen Alpenplanes maßgeblich mitgestaltet.

Sobald, die Entscheidung am frühen Nachmittag feststeht, gehen wir live auf BR24-Facebook

Für ihn steht fest, dass die CSU-Mehrheit im Plenum heute für die neue Rechtsverordnung stimmen wird. Trotz schärfster Bedenken und Klagedrohungen von Opposition und Umweltverbänden. Durch die Verschiebung der Schutzzone C am Riedberger Horn können Obermaiselstein und Balderschwang dann ihre Baupläne für eine Skischaukel überhaupt erst auf den Weg bringen.

"Damit wird die Möglichkeit geschaffen, dass die Gemeinden eine Flächennutzungsplanung machen, dass sie überlegen, ob sie die Skianlagen dort verbessern. Aber das ist in einem gesonderten Verfahren Bebauungsplan und Baugenehmigung zu entscheiden."

Erwin Huber

Diese liegt dann beim Landratsamt in Sonthofen – beraten von Gutachtern und dem Umweltministerium. Eingereicht werden kann der Bauantrag aber erst, wenn auch das Bayerische Kabinett das LEP- und die Alpenplanänderungen noch einmal förmlich beschließt. Geschieht dies noch im Dezember, könnte das LEP frühestens zum 1. Januar in Kraft treten.


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Manuela Ziegler, Freitag, 10.November, 09:22 Uhr

39. Riedberger Horn - Urlaub ADE

Wir haben lange Urlaub in Obermaiselstein (ein Ort direkt am Riedberger Horn) gemacht.
Weil es gerade dort noch idyllisch ist und wir als Familie eine ruhige Zeit in noch intakter Natur verbringen konnten. Das Projekt am Horn stößt bei unserer Familie auf großes Unverständnis.
Unserer Meinung sollten lieber die Angebot für Familien ausgebaut werden - z.B, ein durchgängiger Winterwanderweg den man mit Kinderschlitten befahren kann, ein Schneespielplatz etc. So könnte man ein viel attraktiveres Angebot aufstellen - als die Schischaukel jemals für einen große Zielgruppe bieten würde. Wir sehen hier eine falsche Investition in die Zukunft der Region! Eine Investition am Bedarf vorbei!
Wir haben einen Entschluss getroffen: Aus Protest werden wir, wenn die Skischaukel kommt, nicht mehr dort Urlaub machen!
Dann suchen wir uns einen neuen ruhigen Ort!

Lorenz, Freitag, 10.November, 09:15 Uhr

38. ... nur eine Welt

Die (Umwelt-)Politik von Herrn Söder und der CSU ist eine Schande und Gefahr für ganz Bayern. Wir jungen Menschen müssen all den Wahnsinn über kurz oder lang mit unserer Gesundheit und Lebensqualität bezahlen. Der Raubbau an der Natur, nicht nur am Riedberger Horn, muss ein Ende haben. Wir haben nur eine Welt!

betak, Donnerstag, 09.November, 16:33 Uhr

37. Riedberger Horn

So einen krachenden Verstoß gegen fundamentale Rechtsgrundsätze, selten erlebt. Allein die örtliche Abstimmung. Ich hätte auch hurra gerufen mit der Aussicht, einen Skilift vor die Haustür zu bekommen. Aber den subjektiven Wunsch einer dreistelligen Bürgerzahl zu verwenden, um objektive und wichtige Naturschutzargumente auszuhebeln... kann man auch abstimmen lassen, dass man keine Steuern zahlen oder mit 100 durch die Stadt fahren will? Und dann wird nicht einmal ein Korruptionsverfahren eingeleitet, wo Gemeinderäte an der Liftgesellschaft beteiligt sind und ihren Draht zum CSU-Fraktionschef spielen ließen.

  • Antwort von Blechmann13, Freitag, 10.November, 06:44 Uhr

    "Korruption" ist so ein böses Wort...nennen wir es doch besser "Land- und Wirtschaftsentwicklung", mit gegenseitiger "Kompromissfähigkeit", dann passt es viel besser für Deutschland...

    Und Schwupp sind wir weltweit eines der Länder mit der am niedrigsten vorkommenden Korruption....
    So einfach geht das!

    mfg

Didier, Donnerstag, 09.November, 14:36 Uhr

36. Sollen die mal machen

Der Harald Lesch würde vermutlich genüßlich schmunzelnd in einem Sessel zurückgelehnt bemerken, daß man mit der Natur und den Naturgesetzen keine Politik machen kann, keine Kompromisse usw... Ich bin davon überzeugt, daß das dicke Ende für alle Profitmenschen, einerlei welcher Partei & Couleur angehörend, noch kommt. Und zwar ziemlich schnell. Wie dieses Jahrzehnt bis jetzt gezeigt hat, gibt es eine unerwartete Beschleunigung dessen, was kluge Forscher schon vor Jahrzehnten vorausberechnet hatten. Daher glaube ich, daß keine 50 oder 100 Jahre Zeit sind, um seinen Partei-Filz-Spezlen hier und da noch lukrative Aufträge zuzuschanzen.
Ich denke, das wissen auch die csuler in Balderschwang. Meine Vermutung – denen ist das herzlich wurschtegal, Hauptsache zünftig auf die dicke Hose geklopft und das Geldsäckel geschüttelt. Wollen wir hoffen, daß sie sich rechtzeitig aus Muren, Fluten usw. befreien können. Hoffentlich ohne Geld, aber mit mehr Einsicht.

  • Antwort von Blechmann13, Freitag, 10.November, 07:11 Uhr

    Ja ist schon interressant wie immer 2 Jahreszahlen genannt werden, 2050 und Ende dieses Jahrhunderts, als ob alles schon klar und erforscht wäre, und am 1.1.2050 das "Ende" kommt.
    Man weiß heute bereits, dass starke Klima-Änderungen in der Vergangenheit nicht Jahrhunderte oder Jahrtausende benötigt haben, sondern teilweise innerhalb eines Jahrzehnts abgelaufen sind.

    Die meisten (wollen) nicht kapieren, dass diese Veränderung kein endloser kontinuierlicher Prozess ist, sondern eher am Beispiel einer Balkenwaage verglichen werden kann, bei der man das Gewicht auf einer Seite langsam immer weiter erhöht...bis sie mit einem Schlag kippt.

    Es gibt so viele mögliche Folgeerscheinungen (Meeres-, Luftströmmungen, Algen, Methan,...) und Wechselwirkungen, dass es mehr als vermessen ist, zu glauben wir hätten ein festes Ablaufdatum.
    Wir können es heute schon nicht mehr völlig verhindern, selbst wenn sofort alle Autos und Kraftwerke abgeschaltet würden.
    Dafür ist es beretis zu spät.

    mfg

Pius Studer, Donnerstag, 09.November, 14:23 Uhr

35. Skischaukel am Riedberger Horn

Da ist doch die bayerische Staatsregierung bez. der Landtag absolut demokratisch vorgegangen........??!! - Hätte man in ganz Bayern über diese Skischaukel abstimmen lassen, wäre das Vorhaben in Bausch und Bogen abgelehnt worden.....!! Also sucht man einen Weg, damit der ganze Irrsinn trotzdem auf den Weg gebracht werden kann. Logisch, "Köpfchen".....Man lässt ca. 1000 Stimmberechtigte darüber abstimmen, da deren Zustimmung eh klar ist. Die Mehrheit des Landtages und der hochverehrte, glaubwürdige Landesvater können dann behaupten, sie hätten einen "Pakt mit dem Volk" beschlossen und dessen Willen bez. Meinung streng beachtet........."Gott mit dir du Land der Bayern........"