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Sorge um seltene Vögel und Insekten Bund Naturschutz klagt gegen Gewerbegebiet in Ziemetshausen

Die Gemeinde Ziemetshausen will ihr Gewerbegebiet erweitern – doch dagegen klagt jetzt der Bund Naturschutz in Bayern. Der Bund Naturschutz sieht durch das Projekt ein Naturschutzgebiet und die darin lebenden Vögel und Insekten gefährdet.

Stand: 08.12.2017

Bekassine | Bild: NABU/W. Rolfes

Das Landratsamt Günzburg habe den Erweiterungsplänen der Gemeinde Ziemetshausen zugestimmt, ohne eine Verträglichkeitsprüfung vorzunehmen, so der Vorwurf der Naturschützer. Und diese Prüfung sei zwingend, weil es sich bei dem vier Hektar großen Areal um ein sogenanntes Flora-Fauna-Habitat handelt, sagen die Naturschützer.

Bund Naturschutz: Seltene Vögel, Schmetterlinge und Libellen gefährdet

In dem betroffenen Schutzgebiet, "Zusamtal von Ziemetshausen bis Schönebach", sei bereits die Bekassine gesichtet worden, ein Vogel aus der Familie der Schnepfen. Dieser nutze das Gebiet unter anderem als Durchzugsraum. Auch der Schwarzblaue Wiesenknopfbläuling, eine Schmetterlingsart, und europaweit geschützte Libellen wären laut Bund Naturschutz von den Bauplänen für das Gewerbegebiet betroffen. Deshalb jetzt die Klage.

Ausgleichsflächen der Gemeinde reichen laut Bund Naturschutz nicht

Grundsätzlich muss die Gemeinde Tauschflächen anbieten, wenn sie das Gewerbegebiet auf das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet ausweiten will. So soll die Arterhaltung gewährleistet werden. Das hat die Gemeinde zwar getan, laut Bund Naturschutz reichen die angebotenen Flächen aber nicht aus. Und ein weiterer Grund, warum der Bund gegen das Projekt ist: In Ziemetshausen gebe es zudem ausreichend andere ausgewiesene und noch unbebaute Gewerbeflächen


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Wolfgang, Samstag, 09.Dezember, 11:09 Uhr

4. Piepmatz, Schmetterling usw. es gibt wichtigeres!

Statt neuem Gewerbegebiet sollte man mal die Bebauungspläne ändern für eine kompakte Siedlungsstruktur der "kurzen Wege".

Historisch z.B. in Bielefeld, schöne Gründerzeit-Villen in der Augsut-Bebel-Straße und die Nähmaschinen- und Fahrradfabrik "Dürkopp" auf engne Raum viergeschossig auch.

Oder Farnkfurt-Rödelheim dicht bei gemischten Wohngebieten Elektrotechnikfabrik Hartmann&Braun.

In Nördlingens Altstadt Wohnen, Schulen, Handwerk, Kultur und Einkaufen dicht an dicht gemischt und lebenswert.

Skeptiker, Freitag, 08.Dezember, 20:45 Uhr

3. Gewerbegebiete

Müssen diese "Aussenstellen" der Gewerbetreibenden noch mehr erweitert werden, mit den üblichen Verdächtigen? Bleiben Fauna und Flora wieder mal auf der Strecke, um Geldgier zu befriedigen? Dabei gibt es, gerade beim Einzelhandel ,immer mehr Personen, die nur noch auf Abruf arbeiten können. Früher nannte man das Tagelöhner. Zum Glück hat man aber als Verbraucher die Möglichkeit , solche Geschäfte konsequent zu meiden. Die anfängliche Euphorie des Neuen wird sich totlaufen, schon allein wegen des Internet-Handels und weil es bequemer ist. Und dafür betonieren? Ist es das wirklich wert?

Hans Frieder Leistner, Freitag, 08.Dezember, 10:56 Uhr

2. Bund Naturschutz

Wann läßt der Bund Naturschutz endlich die Märchen der Gebrüder Grimm verbieten? Da wird im Märchen Rotkäppchen ein unter strengem Naturschutz stehender Wolf erschossen und niemand regt sich auf. Das muß doch zur Nachahmung führen.

  • Antwort von Schwarzspecht, Vogel des Jahres 1981, Freitag, 08.Dezember, 20:49 Uhr

    Da es ein Märchen ist, wurde der Wolf nie erschossen.

Vogelfreund, Freitag, 08.Dezember, 09:24 Uhr

1. Danke Bund Naturschutz

Der bayerische Flächenfraß! Wir rotten gezielt noch alle Tiere aus!