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Personalnot in Donau-Ries Kliniken Krankenhauspersonal schreibt Brandbrief

So kann es nicht weiter gehen, es brennt an allen Ecken und Enden - das ist die Meinung der Mitarbeiter der Donau-Ries Kliniken in Donauwörth und Nördlingen. Sie leiden unter akuter Personalnot. Barbara Leinfelder

Stand: 11.09.2017

Das Wort "Station" steht an einer Wand in einem Krankenhaus (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa/Sebastian Kahnert

Die Beschäftigten klagen laut eines Gewerkschaftssprechers über eine "dramatische Unterbesetzung" und wenden sich deshalb in einem offenen Brief an den Donau-Rieser Landrat Stefan Rößle. Der ist als Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kliniken mit zuständig für den Betrieb der beiden Krankenhäuser. Die Unterzeichner des Briefes fordern einschneidende Maßnahmen, um "wieder gut pflegen und die Patienten versorgen zu können". Derzeit sei das kaum mehr möglich. In der Frühschicht komme es vor, dass eine Pflegekraft für 48 Krankenhauspatienten zuständig sei.

Gefahr für Patienten?

"Das ist grenzwertig", sagt Stefan Jagel von der Gewerkschaft ver.di. Etliche Mitarbeiter würden daher schon von einer Gefahr für die Patienten sprechen und aus diesem Grund auch tiefgreifende Verbesserungen fordern. Kurzfristig, um wieder durchatmen zu können, sei für die Klinik Donauwörth beispielsweise eine Sperrung von 48 Betten und eines OP-Saales notwendig. Die Notaufnahme in Nördlingen müsse besser besetzt und die Dienste neu organisiert werden. "Eine gute und qualitative Patientenversorgung ist oft nicht möglich, weil es einfach am Personal fehlt", so heißt es in dem Brief, der dem BR vorliegt.

Beschäftigte wünschen sich mehr Unterstützung

Vom Verwaltungsrat und auch vom Vorstand fühlen sich die Beschäftigten allein gelassen. Sie fordern für das ganze Unternehmen einen Abbau der Überstunden von mindestens einem Drittel und die Erstellung eines Ausfallkonzeptes.


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