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Polizei in Schwaben warnt Betrugsmasche von falschen Microsoft-Mitarbeitern

Falsche Microsoft-Mitarbeiter täuschen einen Virenbefall an Computern vor und bieten Hilfe an. Die Polizei warnt: Es geht darum, Daten auszuspähen und Geld zu ergaunern. Nach Augsburg sind jetzt auch der Raum Dillingen und Donau-Ries betroffen.

Stand: 12.02.2016

Illustration: Computer-Maus, Maus-Kabel formt Totenkopf | Bild: colourbox.com, BR; Montage: BR

Die Betrüger gehen nach Angaben der Polizei nach einem bestimmten Muster vor. Als angebliche Microsoft-Mitarbeiter täuschen sie ihren Opfern einen Virenbefall ihres Computers vor oder warnen vor einem Versagen des Betriebssystems. Sie bieten gegen Geld Reparatur, Fernwartung und Garantie an.

Der Virus kommt erst mit der Fernwartungssoftware

Für die angebotene Fernwartung sollen die PC-Nutzer eine spezielle Software von einer Internetseite herunterladen und auf ihrem Computer installieren. Für die Betrüger sind solche Programme das Einfallstor. Sie geben ihnen etwa die Möglichkeit das System zu manipulieren, Bank- und Kreditkartendaten auszuspähen oder den Zugriff auf den Rechner zu sperren.

Tipps der Polizei

Die Polizei rät folgende Punkte zu beachten, um sich vor derartigen Betrügereien zu schützen:

  • Geben Sie keinesfalls sensible Daten am Telefon preis und suchen Sie keine dubiosen Internetseiten zur Installation unbekannter Programme auf.
  • Geben Sie niemals an Unbekannte ihre Kreditkartennummer oder sonstige Finanzinformationen heraus.
  • Seien Sie generell zurückhaltend mit der Angabe persönlicher Daten im Internet. Lassen Sie keinen Fremden auf ihren Computer zugreifen. In den vorliegenden Fällen war die Kontrolle über den Rechner mittels eines Fernwartungsprogramms übernommen worden. Dies hatten die Geschädigten zuvor selbst zugelassen.
  • Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Ihnen kostenpflichtige Dienste am Telefon angeboten werden. Im Zweifelsfall beenden Sie das Gespräch.
  • Verwenden Sie immer aktuelle Virenschutzsoftware, möglichst in Verbindung mit einer aktuellen Firewall, veranlassen Sie regelmäßig Sicherheitsupdates.
  • Notieren Sie sich die Informationen des Anrufers und wenden Sie sich unverzüglich an ihre örtliche Polizeidienststelle.

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