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228 Fälle angeklagt Bankmitarbeiterin wegen Unterschlagung vor Gericht

Der Fall sorgte vor zwei Jahren im ganzen Allgäu für Aufsehen: Eine Bankmitarbeiterin soll über Jahre das Vertrauen ihrer Kunden ausgenutzt und mehrere hunderttausend Euro unterschlagen haben. Jetzt steht sie vor dem Landgericht Kempten.

Stand: 04.10.2016

Überweisungsformular | Bild: picture-alliance/dpa

Die Mitarbeiterin hat ihre Kunden zu Hause betreut, Kontoauszüge mit ihnen ausgefüllt und Bargeld abgehoben und ausgezahlt. Was die Kunden nicht wussten: sie setzte immer wieder falsche Beträge ein, fälschte die Auszüge und steckte das Geld dann in die eigene Tasche.

Fälle vor 2009 schon verjährt

Die Anklage legt ihr 228 Fälle zur Last, allein in der Zeit von Oktober 2009 bis Ende August 2014 soll sie fast 800.000 Euro unterschlagen haben. Alle Fälle davor sind verjährt und können strafrechtlich nicht mehr verfolgt werden. Die Raiffeisenbank Kirchweihtal hat aber nach eigenen Angaben die Tätigkeit ihrer Mitarbeiterin bis ins Jahr 1996 zurückverfolgt – und die Verluste der Kunden ausgeglichen.

Steuerberater schaut genau hin

Warum niemandem in der Bank dieser Betrug auffiel, wundert heute noch viele. Aufgeflogen ist die inzwischen 63-jährige Frau nämlich nur, weil einem Steuerberater auffiel, dass ein Betrag auf einem Kontoauszug nicht stimmte. Die Frau hatte seit über 40 Jahren für die Bank gearbeitet, war im Dorf engagiert und genoss großes Vertrauen sowohl in der Bank als auch bei den Kunden.


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