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Kritik von Bayerns JU-Chef Attacke aus der CSU: "Komplette Realitätsverweigerung bei Merkel"

Das sind deutliche Worte: Bayerns JU-Chef Reichhart wirft Kanzlerin Merkel Realitätsverweigerung vor und fordert einen streng konservativen Kurs der Union. Auch an Parteichef Seehofer hat Reichhart eine Forderung.

Stand: 04.10.2017

Hans Reichhart, Landeschef der Jungen Union | Bild: picture-alliance/dpa

Der bayerische Chef der Jungen Union, Hans Reichhart (CSU), hat Kanzlerin Angela Merkel scharf attackiert. „Ihre Äußerungen nach der herben Wahlniederlage nach dem Motto ‚Es war alles richtig‘ ist komplette Realitätsverweigerung“, sagte Reichhart dem BR-Studio Schwaben.

„Nur über allem zu schweben, reicht nicht aus. Dafür haben wir den Bundespräsidenten.“ Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben. Die Union müsse klar Stellung beziehen. Wichtige Punkte seien die Begrenzung der Zuwanderung, ein Nein zu Steuererhöhungen sowie Eigenverantwortlichkeit für Länder und Kommunen. Merkel müsse nun die Sorgen und Beweggründe der Menschen aufnehmen.

"Keine Koalition um jeden Preis"

„Wir haben verstanden, das muss unsere Botschaft an die Bürger sein“, so Reichhart weiter. Man habe ganz klassisch Wähler verloren. CSU-Chef Seehofer müsse die Linie der CSU bei anstehenden Koalitionsverhandlungen kraftvoll vertreten. „Wir haben im Wahlkampf Garantien abgegeben, die wir nun einhalten müssen.“

Die CSU müsse das konservative Gewissen der Union sein. Deshalb dürfe es aber auch keine Koalition um jeden Preis geben. Reichhart nimmt am Deutschlandtag der Jungen Union in Dresden teil.


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