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Neuer Ausbildungscampus für Fluglotsen Spatenstich für Millionenprojekt in Kaufbeuren

In Kaufbeuren ist der offizielle Spatenstich für den neuen Ausbildungscampus der Deutschen Flugsicherung (DFS) erfolgt. In einer bundesweit einmaligen zivil-militärischen Kooperation bildet die DFS in Kaufbeuren seit Jahresbeginn sämtliche Fluglotsen der Bundeswehr aus.

Stand: 19.06.2017

Spatenstich für den Ausbildungscampus Kaufbeuren der Deutschen Flugsicherung am 19. Juni 2017: (v.l.) der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler), Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse, die CSU-Landtagsabgeordneten Franz Josef Pschierer und Klaus-Dieter Scheurle und Staatskanzleiminister Marcel Huber | Bild: BR/Michaela Neukirch

Es ist ein absoluter Hightech-Campus, der in den kommenden eineinhalb Jahren gegenüber dem Kaufbeurer Fliegerhorst entsteht: ein Schulungszentrum mit 360-Grad-Towersimulator, in dem die Fluglotsen ihren Einsatz auf virtuellen Flughäfen üben können. Zum Campus gehören auch Radarsimulatoren, moderne Lehrsäle und Unterkünfte für bis zu 80 Schüler(innen). Die Kosten belaufen sich auf rund 18 Millionen Euro.

Eröffnung in gut zwei Jahren

Ansprache in der Mittagshitze: Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Flugsicherung

Eigentlich hätte die Ausbildung der militärischen Fluglotsen im Rahmen der Bundeswehrreform aus Kaufbeuren abgezogen werden sollen. Durch die zivil-militärische Kooperation von Luftwaffe und Deutscher Flugsicherung konnte diese hochtechnisierte und -spezialisierte Ausbildung nun aber in der Stadt gehalten werden.

Seit dem 1. Januar bildet die DFS die Fluglotsen der Bundeswehr in Kaufbeuren aus und will hier ein Kompetenzzentrum für militärische Flugsicherung aufbauen. Dort könnten in Zukunft auch Lotsen anderer Militärs ausgebildet werden. Im Herbst 2019 soll der neue Ausbildungscampus fertig sein. Bis dahin läuft die Lotsenausbildung noch in den bisherigen Schulungsräumen der Bundeswehr auf dem Kaufbeurer Fliegerhorst.

  • BR-Korrespondent Rupert Waldmüller | Bild: BR Rupert Waldmüller

    Rupert Waldmüller ist seit 2008 BR-Korrespondent im Allgäu. Schwerpunkte sind der Landkreis Ostallgäu, Kaufbeuren und Kempten.


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