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Neue Abos, neue Preise Kommt die Tarifreform für den Augsburger Nahverkehr?

Der Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) will den Nahverkehr in der Region attraktiver machen. Weniger Tarifzonen und andere Abos sollen eingeführt werden. Es gibt aber auch Kritik an der geplanten Reform.

Von: Jochen Eichner

Stand: 20.06.2017

AVV-Netzplan im Kundencenter | Bild: Quelle: Augsburger Verkehrsverbund GmbH AVV

Im Mittelpunkt der neuen Regelungen soll eine Reduzierung der Tarifzonen im AVV stehen. Bisher gibt es über 40 Zonen, in Zukunft sollen es nur noch sieben sein. Zusammengelegt werden sollen zum Beispiel die beiden Innenstadtzonen in Augsburg zum 1. Januar 2018. Außerdem will der AVV eine Kurzstreckenkarte einführen.

Neues Sparabo - aber kein Seniorenabo mehr

Auch an den bisherigen Abomodellen will der Verkehrsverbund schrauben: Ein Spar-Abo, das für ein Jahr lang an Wochentagen nach 9 Uhr genutzt werden kann, soll künftig für 30 Euro zu haben sein. Allerdings fallen dann das Senioren-Abo, das von der Stadt bezuschusste Sozialticket und das Schnupperabo weg. Gleichzeitig steigen die Preise für Einzel- und Monatsfahrkarten.

Kritik vom Fahrgastverband

Kritik an der geplanten Reform übt die Fahrgastinitiative "Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Augsburg" (ANA). Sie warnt davor, dass die bereits bestehenden Dauerkunden in der Summe deutlich mehr zahlen müssten. Durch die Abschaffung der Preisstufe 1 im Augsburger Stadtgebiet würden sich dort für viele Fahrten die Kosten verdoppeln. Der Vorsitzende der ANA, Jörg Schiffler, kritisierte, dass die Tarifreform flexible Angebote abbauen würde und damit gegen den Trend einer flexiblen Arbeitswelt mit den entsprechenden Verkehrsmitteln steuert.

  • Jochen Eichner | Bild: BR/Martin Binder Jochen Eichner

    Reporter für die Bayern- und die Schwabenredaktion sowie BR-Klassik


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