311

Großeinsatz in Memmingerberg Randale in Allgäuer Asylunterkunft

Weil kein warmes Wasser mehr aus den Leitungen kam, eskalierte am Samstag die Lage in der Asylbewerberunterkunft in Memmingerberg. Randalierer bewarfen Polizisten und Sanitäter mit Fahrrädern. Vier Asylbewerber wurden festgenommen, vier Beamte und zwei Bewohner der Unterkunft wurden verletzt.

Von: Martin Breitkopf

Stand: 16.04.2017

Blaulicht auf Polizeiauto | Bild: picture-alliance/dpa

Bewohner der Asylbewerberunterkunft in Memmingerberg im Unterallgäu schlugen gegen 16 Uhr mehrere Fensterscheiben in den Duschräumen und in der Eingangsschleuse ein und bedrohten die Security Mitarbeter der Unterkunft. Der Grund für die Ausschreitungen: fehlendes warmes Wasser. Die alarmierten Polizeibeamten traf der Unmut von etwa 20 Afrikanern.

Situation eskaliert

Die Situation eskalierte, als zwei Bewohner die sich an Glasscheiben verletzt hatten, von den Polizisten zum Krankenwagen gebracht wurden. Aus der Menge der Asylbewerber flogen Fahrräder, zwei Polizeibeamte wurden getroffen und leicht verletzt. Auch der Rettungswagen wurde getroffen und leicht beschädigt.

Als die Rädelsführer, vier Nigerianer festgenommen werden sollten, leisten sie erheblichen Widerstand und konnte nur mit Hilfe von Pfefferspray ruhig gestellt werden. Ingesamt wurden bei dem Einsatz sechs Personen leicht verletzt - vier Polizeibeamte und zwei Bewohner. Die vier Nigerianer wurden verhaftet, gegen sie wird Anzeige erstattet.


311