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Römische Geschichte Archäologen fordern neues römisches Museum in Augsburg

Vor fünf Jahren ist das Römische Museum in Augsburg geschlossen worden. Anlässlich dieses Jubiläums fordern Archäologen in der Stadt nun, endlich die Planungen für einen Neubau anzugehen.

Stand: 08.12.2017

Römisches Ochsenfuhrwerk im ehemaligen Römischen Museum in Augsburg | Bild: pa/dpa/akg-images

Fast genau fünf Jahre ist es her, dass das Römische Museum in Augsburg aus statischen Gründen geschlossen werden musste. Dieses traurige Jubiläum nehmen Museumsleiter Manfred Hahn und Augsburgs Stadtarchäologe Sebastian Gairhos zum Anlass für ihre Forderung, endlich die Planungen und den Bau für ein neues Römermuseum anzugehen.

Stadtratsbeschluss zum Museumsneubau liegt vor

Ein entsprechender Stadtratsbeschluss, der die Sanierung des bisherigen Museums in der Dominikanerkirche und einen Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft vorsieht, liege längst vor. Nur mit einem modernen Römermuseum könne man international bestehen und große Besucherzahlen anlocken, so Stadtarchäologe Gairhos.

"Das Potenzial, was die Exponate angeht, was die Erkenntnisse angeht zum römischen Augsburg als wichtigste römische Stadt in Süddeutschland, ist vorhanden."

Augsburgs Stadtarchäologe Sebastian Gairhos

Kaum römische Geschichte in Augsburg sichtbar

Das bisherige Römermuseum in Augsburg in der ehemaligen Dominikanerkirche musste die Stadt vor fünf Jahren wegen eines instabilen Bodens in dem Kirchengebäude schließen. Seit einigen Jahren gibt es ersatzweise eine kleinere Dauerausstellung im Zeughaus. Um der römischen Geschichte Augsburgs gerecht zu werden, reicht diese Ausstellung jedoch nicht aus.

"Man kann gerade zum römischen Augsburg im Bestand draußen in der Stadt wenig bis gar nichts sehen, es sind ja keine römischen Gebäude erhalten geblieben. Umso wichtiger ist es, diese römische Geschichte in einem entsprechenden modernen Museumsbau zu kommunizieren, mit Installationen diese Grabungsergebnisse für die Besucher und für die Bürger Augsburgs sichtbar und erlebbar zu machen."

Augsburgs Stadtarchäologe Sebastian Gairhos


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Wolfgang, Freitag, 08.Dezember, 10:55 Uhr

1. Interessant.., aber genug alter Krempel wird aufbewahrt!

Es gibt gute Gründe auch diese Sachen der Öffentlichkeit zu zeigen, ebenso "wichtige" Barock-Kirchen. Mooleichen, Skulpturen, mittlealterlcihe Gebäude erhalten usw. usw.

Trotzdem sollte uns der Besitz nicht besitzen und zusehr belasten.

Deshalb die Gesamtfläche staatlich-öffentlicher Museumsräumen und -depots, Aktenregalmetern, denkmalsgeschüzter Gebäude, alter Friedhöfe, Gemälden und Skulpturen, Planstellen für Museumskuratoren und -Pädgogen einfach begrenzen.

Wer etwas neues als erhaltens- oder ausstellugnswert erkennt sollte konsensfähige Vorschläge machen was dafür aus dem Bestand geht und zu Müll wird, vergammeln darf.

Bayrisch: der gesellschaftliche "Herrgottswinkel" hat nur eine beschränkte Größe, nicht alles weg, auswechseln ggf. und nicht mehr werden lassen.