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650 Arbeitsplätze in Augsburg bedroht IG Metall: Aus für Ledvance-Werk wäre "Riesensauerei"

Das Augsburger Werk des Leuchtenherstellers Ledvance steht vor der Schließung. Betroffen davon sind rund 650 Mitarbeiter. Die IG Metall will für den Standort kämpfen.

Von: Barbara Leinfelder

Stand: 12.11.2017

Ledvance schließt Standorte in Berlin und Augsburg | Bild: BR

Nachdem durchgedrungen ist, dass die Geschäftsführung Montagmittag um 13.30 Uhr an allen deutschen Standorten Mitarbeiterversammlungen anberaumt hat und die komplette Schließung des Augsburger Werks zu befürchten steht, ist die Sorge um die Betroffenen groß.

IG Metall: bisher keine Verhandlungen mit Geschäftsführung

Angela Steinecker, die Unternehmensbeauftragte der IG Metall für die Ledvance GmbH, sagte dem BR in Augsburg, sollten sich die Schließungsgerüchte bewahrheiten, sei das "eine Riesensauerei“. Die Gewerkschaft stehe bisher in keinerlei Verhandlungen mit der Geschäftsführung, betonte Steinecker.

"Wir sind enttäuscht und wütend, und wir werden für das Augsburger Werk kämpfen."

Angela Steinecker, IG Metall

Um 13.30 Uhr sind zeitgleich für alle Ledvance-Standorte bundesweit Mitarbeiterversammlungen angesetzt. Um 15.00 Uhr will die IG Metall in Augsburg die Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz informieren, zusammen mit den örtlichen Betriebsräten.

Innovationsvorschläge ignoriert

Steinecker erklärte weiter, dass in Augsburg sehr wohl auch bereits die zukunftsträchtigen LED-Leuchten hergestellt würden. Weitergehende Innovationsvorschläge der Belegschaft seien aber größtenteils von der Geschäftsführung unberücksichtigt geblieben, und das schon unter der Ägide von Osram, so Steinecker.

Drohende Schließung niemand erwartet

Laut Steinecker hat Anfang Oktober der Münchner Unternehmensberater Rüdiger Tibbe als Chief of Transformation den Bereich der Neuausrichtung übernommen, er sollte neue Konzepte für Ledvance finden. Mit der jetzt wohl drohenden Schließung des Augsburger Werks hatte laut Steinecker wohl kaum jemand gerechnet.

Erst Osram- dann Ledvance-Werk

Im Juli 2016 hatte ein chinesischer Investor den Augsburger Leuchtenhersteller übernommen. Die nun wohl anstehende Schließung des Werks habe sich seit Jahren abgezeichnet, so heißt es aus unternehmensnahen Kreisen. Die Auslastung sei zu schwach geworden, die Nachfrage nach herkömmlichen Lampen und Leuchtstoffröhren zu gering.


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Kommentare

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Romazoti, Sonntag, 12.November, 22:49 Uhr

5.

Zum Jahresende werden die OBEREN wieder nervös weil die Statistik wieder nicht paßt,schon wird der Rotstift wieder bei den MITARBEITERN angesetzt.

Bolle, Sonntag, 12.November, 21:50 Uhr

4. IG Metall

IG Metall? Gibt's die auch noch?

Timo Baumann, Sonntag, 12.November, 21:42 Uhr

3. Ledvance

Schon gemerkt? Die Bundestagswahl ist vorbei und jetzt hat wieder der Profit das Sagen. Wie üblich werden halt die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert. Da werden noch einige Firmen nachziehen, Siemens unter dem Share-Holder Joseph Kaeser steht schon in den Startlöchern. Die Gewerkschaften können ein paar Drohgebärden machen, aber sonst nichts. Und in Berlin gibt es ein paar Krokodilstränen....; die Arbeitslosen-Versicherung hat doch einen eminenten Überschuss, da kann man ruhig noch ein paar Tausend "freistellen", ist nur schlecht für das Weihnachtsgeschäft.

Josef, Sonntag, 12.November, 20:07 Uhr

2. Da frag ich mich

warum auf deren Homepage noch soviel Arbeitskräfte gesucht werden, dies müssen raus sonst verfälscht es die "uns geht's gut"-Bilanz welche uns immer vorgekaugelt wird!

  • Antwort von ulrich Denninger, Sonntag, 12.November, 21:03 Uhr

    Wieviele Beweise braucht ihr denn noch bzgl. der großen "MERKELSPRÜCHE" hinsichtlich der Konjuktur und der Steuereinnahmen?? Läuft das alles nicht unter einer unbeschreiblichen "Schuldenblase" DER GESAMMTEN EU"""" wOBEI man
    die gesamte Bevölkerung belügt und betrügt??? und ihnen dann ihre gesamten Ersparnisse ab nimmt????

  • Antwort von Heinirch, Sonntag, 12.November, 21:48 Uhr

    Also Deininger, die Konjunktur und die Steuereinnahmen florieren. Und nichts anderes hat die Kanzlerin jemals gesagt. Wenn Sie schon argumentieren, dann bitte damit, dass seit mind. zehn Jahren die normalen Arbeitnehmer nicht mehr an der konjunkturellen Entwicklung teilhaben. Etwas weniger Propaganda und dafür mehr ehrliche Fakten bitte. Es sind ja genug vorhanden.

  • Antwort von Heini, Sonntag, 12.November, 21:57 Uhr

    Irgendwann fliegt der ganze Schwindel auf. Winke winke und das ganze Volk wird minutenlang jubeln. Sie ist so nett.........

Hrdlicka, Sonntag, 12.November, 19:13 Uhr

1. Beeindruckend

Na da wird aber der Chinese tief beeindruckt sein und die Große Mauer erbeben, wenn das die IG Metall als Riesensauerei empfindet !