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Spektakel an der B19 Brücke bei Blaichach gesprengt

Die marode Brücke, die zwischen Blaichach und Burgberg über die Iller und die B19 führte, wurde gesprengt. Zuschauer konnten von einem geschützen Bereich aus die Sprengung bei Bier und Bratwurst gemütlich verfolgen. Von Viktoria Wagensommer

Von: Viktoria Wagensommer

Stand: 15.09.2017

Genau um 19.30 Uhr wurde die rund 160 Meter lange Brücke gesprengt - mit 165 Kilogramm Sprengstoff. 200 Einsatzkräfte waren vor Ort. Die Brücke bei Burgberg überspannte nicht nur die Bundesstraße 19, sondern auch die Iller.

Die Sprengung und die Stimmung kurz zuvor

Bereiche für Schaulustige eingerichtet

Bereits um 18.00 Uhr wurde die Bundesstraße gesperrt. Wachposten standen bereit, um zu verhindern, dass während der Sprengung zufällig ein Kanufahrer die Iller runterfährt. Für Schaulustige gab es während der Abrissaktion einen speziellen Zuschauerbereich mit Verpflegungsständen.

Rundgang mit dem Sprengmeister

Trümmer laut Planung höchstens 60 Zentimeter groß

In einem Radius von bis zu 200 Metern war die Umgebung während der Sprengung gesperrt. Damit die Trümmer bei der Sprengung nicht umherflogen, wurde die Brücke mit Schutzmatten abgedeckt. Die maximal 60 Zentimeter großen Stücke aus Stahl und Beton sollten dann nach unten in die Iller fallen. Der Pegel ist im Moment glücklicherweise recht niedrig, sodass die Stücke voraussichtlich recht schnell aus dem Fluss geschafft werden können und sich die Iller nicht zu sehr aufstaut. Damit der Bauschutt an der B 19 keinen Schaden anrichtet, decken Bauarbeiter einen etwa 15 Meter breiten Bereich mit Kies ab.

Bis Ende 2018 soll an der Stelle eine neue Brücke gebaut werden. Die langwierige Sperrung der Kreisstraße für den Neubau an dieser Stelle hat umfangreiche Umleitungen zur Folge. Die Autos sollen in den kommenden Monaten über Sonthofen und Immenstadt umgeleitet werden. Für Fußgänger und Radfahrer ist in der Nähe eine Behelfsbrücke errichtet worden.


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Wolfgang, Freitag, 15.September, 22:04 Uhr

2. Warum nicht Stahlfachwerksbrücken?

Fachwerksskonstruktionen standarisierter Spannweiten und Tragfähigkeiten, einfach mit Kränen auswechselbar?

Eine Neuauflage und Weiterentwicklung der Bauart "Reichsbahn-Schaper"! ( das waren lange nutzbare Behelfskostrunktionen )

Und grundsätzlich überdacht, wie vielfach in der Schweiz und Österreich noch heute üblich, kein Schneeräumen und kein Salzstreubedarf, deutlich längere Lebensdauer!

Kellermann, Freitag, 15.September, 21:11 Uhr

1. Beteiligte Personen

Sie haben die mit wichtigsten Personen vergessen, die Leute der Strassenbaumeisterei.