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Winterwetter Kilometerlange Staus und viele Unfälle

Wenige Zentimeter Neuschnee in der Nacht reichten, um die Straßen in Bayern in Rutschbahnen zu verwandeln. Im Berufsverkehr kamen Autofahrer nur im Schneckentempo voran. Bei einem Busunfall auf der A3 starb ein Mensch.

Stand: 04.02.2013

Auf über 50 Kilometer summierten sich am Morgen die Staus auf Bayerns Autobahnen. Vor allem auf der A3 beim oberpfälzischen Beratzhausen ging stundenlang überhaupt nichts mehr. Hier war in der Nacht ein rumänischer Reisebus mit einem Sattelschlepper zusammengestoßen.

29 Reisende und zwei Busfahrer waren in dem Bus, als dieser in einen Lastwagen krachte. Der Lkw hatte sich nach den bisherigen Erkenntnissen wegen der winterlichen Straßenverhältnisse quer gestellt. Der Ersatzfahrer des Busses, der in einer Kabine geschlafen hatte, starb bei dem Unfall. Der Busfahrer und der Lastwagenfahrer wurden schwer verletzt. Insgesamt spricht die Polizei von 16 Verletzten. Die A3 musste komplett gesperrt werden.

20 Zentimeter Neuschnee im Bayerischen Wald

Im Bayerischen Wald sind in der Nacht bis zu 20 Zentimeter Schnee gefallen. Vor allem viele Nebenstrecken sind rutschig. Die Polizei meldet mehrere Glatteisunfälle. Meist blieb es bei Blechschäden. Nur bei einem Unfall in Langdorf wurde eine Person leicht verletzt. Auf der Ruselbergstrecke zwischen Deggendorf und Regen gilt Schneekettenpflicht für Lastwagen ab 3,5 Tonnen.

17 Verletzte in Oberbayern

Die beiden Polizeipräsidien für Oberbayern-Nord und -Süd haben zwischen 5 Uhr früh und 10 Uhr vormittags insgesamt 82 Unfälle registriert. 17 Personen wurden verletzt - in den meisten Fällen leicht. Zu einem einzigen schweren Unfall kam es in Bergkirchen im Landkreis Dachau. Hier war ein Autofahrer von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Mann wurde ins Dachauer Kreiskrankenhaus gebracht. Auf den Autobahnen ereigneten sich nach Polizeiangaben zahlreiche kleinere Unfälle mit der Folge, dass es zu einigen längeren Staus kam.

Mittelfranken: Winterdienst-Fahrer verletzt

Auf der A6 in Richtung Heilbronn ist am frühen Morgen der 23-jähriger Fahrer eines Streufahrzeugs verletzt worden. Ein Lastwagen war zwischen den Anschlussstellen Feuchtwangen und Schnelldorf bei Schneefall auf das Streufahrzeug aufgefahren. Der Fahrer des Winterdienstes klagte laut Polizei über Schmerzen und Übelkeit, er musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Hinter dem Unfall bildete sich ein 23 Kilometer langer Lastwagenstau.

Schwaben: 120 Schweine kommen ins Schleudern

Auch die Polizei in Schwaben meldet viele Unfälle. Der folgenschwerste ereignete sich bei Wertingen. Dort war der Fahrer eines Kleintransporter wegen der Glätte auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden Tiertransporter zusammengestoßen. Der Lkw stellte sich quer. Der Kleintransporter wurde bei dem Aufprall in die Böschung geschleudert. Der Fahrer wurde im Wagen eingeklemmt, musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug geschnitten und per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. 120 Schweine mussten auf einen Ersatz-Lkw umgeladen werden.


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