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Wintereinbruch Schnee und Glatteis in Bayern: Hunderte von Unfällen und mehrere Tote

Schnee und Glätte haben in der Nacht zum Montag in Bayern Hunderte Unfälle verursacht. Wie die Polizei mitteilte, gab es allein in Ober- und Mittelfranken Hunderte Unfälle. Zwei junge Fahrzeuginsassen kamen bei Zusammenstößen bereits am Sonntag ums Leben.

Stand: 04.12.2017

Symbolbild: Ein Räumfahrzeug in der Schneelandschaft.  | Bild: picture-alliance/dpa

Eis und Schnee machen nach Auskunft des Polizeipräsidiums Schwaben Nord am Morgen vor allem Lastwagenfahrern zu schaffen. Auf der A8 ist auf Höhe der Ausfahrt Augsburg-West ein Lkw ins Bankett gerutscht - genau auf der Überleitung zur B2 Richtung Donauwörth. Die Ausfahrt ist gesperrt. Im Landkreis Donau-Ries ist die B16 bei Genderkingen in beiden Richtungen gesperrt. Ein Lkw ist in den Graben gerutscht. Es ist Diesel ausgelaufen, der geborgen werden muss. Bei beiden Unfällen wurde je ein Mensch leicht verletzt. Am Sonntagabend ist auf der A8 zwischen Augsburg-Ost und Friedberg ein Lastwagen auf schneeglatter Fahrbahn mit einem Pkw kollidiert. Darüber hinaus habe es in Nordschwaben zahlreiche "Glatteisrutscher" gegeben, so ein Polizeisprecher – aber jeweils nur mit Blechschaden.

Unfälle wegen Eis und Schnee

Starke Schneefälle haben seit Sonntagnachmittag auch in Niederbayern und der Oberpfalz für Staus, Behinderungen und Unfälle gesorgt. Die Polizeien beider Regierungsbezirke meldeten insgesamt über 50 Verkehrsunfälle. Besonders betroffen waren die Landkreise Amberg-Sulzbach, Schwandorf und Regensburg. Bei den meisten Unfällen blieb es bei Blechschäden. Für Montagmorgen prognostiziert die Polizei weitere Behinderungen auf den Straßen. Man hoffe aber, dass die Leute sich auf die Witterungsbedingungen einstellen und umsichtig fahren, sagte ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk.

Bei zum Teil heftigen Schneefällen haben sich in Bayern seit Sonntagabend hunderte Verkehrsunfälle ereignet, die für lange Staus sorgten. Allein in Franken zählte die Polizei etwa 530 winterbedingte Unfälle. In Niederbayern und der Oberpfalz waren es mehr als 50. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Allerdings kam auf einer Bundestraße im Landkreis Kulmbach eine 18-jährige Fahranfängerin ums Leben. Ein Mensch wurde schwer verletzt, als zwei Autos auf glatter Fahrbahn frontal zusammengestoßen. Auch bei einem Glätte-Unfall in Nürnberg ist am späten Sonntagnachmittag ein Mensch gestorben. Der 23-Jährige saß auf dem Beifahrersitz eines Kleinwagens, der in den Gegenverkehr geschleudert worden war. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos in Niederbayern ist ebenfalls am Sonntagnachmittag eine 46 Jahre alte Frau getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Unfallursache ist noch nicht geklärt.


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Kommentare

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Bernd, Montag, 04.Dezember, 18:03 Uhr

11. Jedes Jahr

Jedes Jahr dasselbe: Niemand wird vor dem ersten Wintereinbruch überrascht außer dem Winterdienst.

  • Antwort von Hrdlicka, Montag, 04.Dezember, 19:54 Uhr

    @Benrd: aber doch, die S-Bahn München jedes jahr und das obwohl sie das Jahr über oft schon bei Regenwetter übt und zwar mit Erfolg, da bringt sie auch Verspätungen zu Stande

bergundtal, Montag, 04.Dezember, 16:23 Uhr

10. Angst vor Schnee

Viele Autofahrer haben Angst vor Schnee - vielleicht sollten diese einfach mit den öffentlichen Fahren und an Steigungen bleibt man nicht stehen nur um eine Schneewehe zu umfahren - erst gestern erlebt. Am Sonntag hat man eh den Eindruck es sind nur Anfänger unterwegs.

  • Antwort von Rose, Montag, 04.Dezember, 18:59 Uhr

    Ich gebe Ihnen recht. Auf der A7 war ja ohnehin gut was los. Aber 50 km/h auf der linken Spur, die problemlos 80 km/h erlaubt, ist einfach dumm. So werden Auffahrunfälle regelrecht provoziert, was genügend Stau zur Folge gehabt hätte.
    Für bayerische Verhältnisse war allerdings miserabel geräumt, das kenne ich normalerweise anders. Trotzdem bin ich den Jungs und Mädels der Räumdienste dankbar, dass sie ihren nicht immer einfachen Job machen.

  • Antwort von Der mani, Montag, 04.Dezember, 19:19 Uhr

    Viele Autofahrer fahren den winterlichen Verhältnissen entsprechend langsam. Vielleicht sollten Raser wie sie, denen es nicht schnelle genug geht und andere mit in Unfälle verwickeln, lieber mit dem Bus gefahren werden!
    Sie leben nicht alleine auf dem Planeten und es gibt auch ältere Fahrer, so sie mit Glück auch einer werden. Also verhalten sie sich entsprechend ansonsten haben sie nichts im Verkehr verloren.

  • Antwort von Hrdlicka, Montag, 04.Dezember, 19:55 Uhr

    Sie vergessen, Sonntag ist traditionell der Tag an dem die Immobileinsucher in ihrem Auto unterwegs sind....die sieht man halt nur bei sehr gemäßigtem Tempo !

  • Antwort von Blechmann13, Dienstag, 05.Dezember, 07:00 Uhr

    @bergundtal

    Deshalb nennt man sie auch "Sonntagsfahrer". ;--))

    Das sind Leute, die meist nur am Sonntag ihr Auto aus der Garage holen, um die 10-20km zur nächsten Familienfeier zu fahren...und somit mit der entsprechenden Fahrpraxis daherkommen.
    Das ist im Sommer schon hart, aber im Winter, geht denen wortwörtlich "der Ar..h auf Grundeis" :--)))

    mfg

Oliver M., Montag, 04.Dezember, 16:21 Uhr

9. " ... richtet nicht, damit Ihr selbst nicht gerichtet werdet ..."

Diesen Spruch aus der Bibel möchte ich einigen hier im Forum ans Herz legen. Nicht, weil ich ein religiöser Spinner wäre. Nein, aber weil dieser Spruch hier nur allzu gut passt. Denn jedem - ich wiederhole - jedem kann es passieren, dass er bei winterlichen Straßenverhältnissen selbstverschuldet in einen Unfall verwickelt wird! Dass darüber hinaus einige Vollchaoten unterwegs sind, die bei schneebedeckter Fahrbahn wie im Sommer und ggf. mit Sommerreifen fahren und von physikalischen Gesetzen rund ums Auto keine Ahnung haben, darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren.

Ich bin auch schon wiederholt eine steile Straße unaufhaltsam runter gerutscht - mit Schrittgeschwindigkeit bei getretener Bremse und trotz Winterreifen! Also? Was hätte ich anders machen sollen?

Evtl. sollten wir auch mal beim Winterdienst anfangen. Der Verkehr hat zugenommen, aus Umweltschutzgründen sparen wir aber vielerorts am Salzeinsatz! Gehts noch? Ist ein Mensch nicht mehr wert, als ein Baum?

  • Antwort von kritikwürdig, Montag, 04.Dezember, 17:25 Uhr

    Ohne Zweifel kann auch der "Beste" mal einen Fehler machen, siehe Profirennsport, dennoch entstehen die meisten Unfälle durch Überforderung und mangeldem Können bei gleichzeitige Selbstüberschätzung, gepaart mit Oberlehrerhandlungen!
    Und diie, die über die Autobahnschnellfahrer auch jier oft schimpfen, die sollten sich lieber bei selbiger Gruppe bedanken. Wie oft ich während der über 2.000.000 selbst gefahrenen Kilometer schon für andere einen Unfall verhindert habe, damit könnte ich ein Buch füllen..
    Ich begreifen auch niemals, wie man Essen, Handy nutzen und Auto fahren gleichzeitig hinbringen kann, ohne sich und andere dabei zu gefährden. Trotz gewaltiger Routine mache ich das nicht!
    Wer heutezutage Rennsportfan ist und dabei selbst noch vielfach auf Rennstrecken gefahren ist, der wird beschimpft und beleidigt, von vielen selbsternannten Umweltschützern. Wo aber kann man sicherer und besser lernen, ein Fahrzeug zu beherschen und im Fall der Fälle sich und andere zu retten!.

  • Antwort von g k, Montag, 04.Dezember, 17:56 Uhr

    Der Baum kann ohne Mensch leben, aber nicht der Mensch ohne Baum. Salz verunreinigt das Oberflächengewässer und versauert den Boden. Und und und ... Und für den Zweifelsfall, wenn man Steigungen rauf und runter fahren muß, gibt es speziell für glatte Straßen, man Staune, SCHNEEKETTEN für die Reifen. Allerdings darf ich dann nur noch 50 fahren, was doch bei den PS Bolliden keinen Spaß mehr macht. Dafür brauche ich halt dann auch kein Salz mehr. Und das Allereinfachste ist, bei Schneefall, und vor allem angesagtem Schneefall, kann ich evtl. die Besorgungen zuvor schon machen und fahre nicht unnütz in der Gegend rum. Schont die Umwelt, den Geldbeutel und Streßt nicht.
    Und ich kann den Winter genießen. Und ich muß leider viel im Winter fahren. Ist aber bei richtiger Ausrüstung kein Problem...

  • Antwort von Hans D., Montag, 04.Dezember, 18:14 Uhr

    Steile Strasse ? Was Sie hätten tun sollen? Zügig zurückschalten. Schon mal was von Motorbremse gehört? Klar wenn Sie auf die Bremse latschen dass der Wagen rutscht! Wenn nötig kann man sogar im ersten Gang die Kupplung langsam und mit Gefühl KOMPLETT loslassen und das Auto rollt weiter,betone ROLLT. Man sagte früher auch Standgas dazu.. Jeden tag im Strassenverkehr latschen gefühlt 80% der Autofahrer/rinnen auf der Bremse rum. Bestes Beispiel: 150-100 Meter vor dem Ortsschild wird die Bremse getreten und erst ca hundert Meter im Ort wieder losgelassen. Geht's noch? Soviel dazu. Über die Chaoten brauchen wir nicht reden,da geb ich Ihnen Recht. Dichtes Auffahren nicht nur im Winter, gnadenlos überholen bei Glätte oder Schnee, wenn man sich an Geschwindigkeitsvorschriften hält wird man bedrängt, fast genötigt ect.ect.. Am besten sind aber immer noch die, die ausserorts wie innerorts dieselbe Geschwindigkeit draufhaben.

  • Antwort von highwayfloh, Montag, 04.Dezember, 19:02 Uhr

    @Hans D. : Wenn man schon "klugscheisst", dann bitte doch fundiert! Im PKWs gibts per se keine "Motorbremse"! Es wird nur der entsprechende "Widerstand" genutzt, der sich aus der Übersetzung beim runterschalten ergiebt. Eine echte Motorbremse hat es bei LKWs gegeben "Auspuffklappe", mit deren Hilfe bei den damaligen LKWs die Auspuffgase zurückgestaut wurden und der Motor über diesen Gasrückstau bezüglich des Verbrennungsprozesses verlangsamt wurde (grob beschrieben). Dies war so bis ca die 1980er so, bis dann die ersten "Retarder" aufgekommen sind und von Daimler die "Konstant-Drossel". Später kam dann die Wirbelstrombremse und der "Intarder", so dass die "Diesel-Wolken" nach dem aufmachen der Auspuff-Klappe inzwischen nostalgische Vergangenheit sind.

  • Antwort von Blechmann13, Dienstag, 05.Dezember, 07:16 Uhr

    @highwayfloh

    Und wenn sogar Automagazine und Rennsportprofis in ihren Tipps von der "Motorbremse" sprechen, weil es eben umgangssprachlich so genannt wird (nutzen sie den mechanischen Motor-Widerstand ihres Autos, klingt irgendwie weniger verständlich ^^), dann dürfen wir "Laien" das sicher auch... ;--))

    mfg

Winterzeit, Montag, 04.Dezember, 13:59 Uhr

8. Wintereinbruch

Hoffe das der letzte auch begriffen hat das W I N T E R ist und dann muß man sich den winterlichen Fahrbahnen an passen.

Vielfahrer, Montag, 04.Dezember, 12:28 Uhr

7. Größenwahn und fehlende Fahrpraxis

Eigentlich unvorstellbar - aber bei uns im BGL ist der Winter kein Problem, weil (nahezu) jeder weiß, wie man sich verhält.
Der Winterdienst ist super - aber alle mal herhören: es ist Winter, da ist alles etwas anders - auch wenn die mit ASR+ESP und anderen Helferlein vollgestopften Autos etwas anderes vorgaukeln. Die meisten Fahrer befassen sich nicht mit dem Wagen und kenn nur "Zündschlüssel drehen" und wenn eine Warnlampe blinkt ratlos in die Werkstatt fahren, Jedes Jahr das gleiche Theater weil komischer Weise wieder der Winter kommt. Mein Eindruck ist auch, dass beim Auto viele über die Verhältnisse leben und dann an jeder Ecke gespart wird und damit auch an den Reifen. Aber solange die Versicherer alles zahlen.........Eigentlich eine Frechheit, dass ich mit guter Winterausrüstung (Markenreifen und bis min. 5mm abfahren) für die anderen indirekt mit zahle - die Wirtschaft freuts !!!

  • Antwort von Blechmann13, Montag, 04.Dezember, 14:50 Uhr

    Da haben sie vollkommen recht, und es ist leider der ganz normale Wahnsinn...

    Wieviele begegnen mir morgens mit falsch eingestellten Scheinwerfern, die mehr Blenden als wenn das Fernlicht eingeschaltet wäre.
    Wieviele wissen nicht, dass der Schalter für die Nebelscheinwerfer 2 Positionen hat, und man deshalb nicht ständig mit Nebelschlussleuchte fahren muss?
    Wieviele schaffen es nicht in einer Bausstelle auf der AB rechts zu fahren und eben nicht ständig über einen halben Meter hin und her zu schwanken?
    Wieviele benutzen den Blinker nicht, wenn sie einen Spurwechsel vornehmen?
    ....
    Es sind Unzählige, da ich ihnen selbst auf meinem relativ begrenzten Fahrweg zur Arbeitsstätte jeden Tag viele Male begegne....

    mfg

  • Antwort von Hrdlicka, Montag, 04.Dezember, 15:19 Uhr

    @Blechmann13: Blinker ? dieses Sonderzubehör bestellen viele einfach nicht, so schauts aus ! Und: die Fahrer selbst wissen ja meist wo sie hinwollen, andere geht das doch nichts an...Datenschutz !

  • Antwort von Oliver M., Montag, 04.Dezember, 16:25 Uhr

    " ... dass ich mit guter Winterausrüstung (Markenreifen und bis min. 5mm abfahren) für die anderen indirekt mit zahle ..."
    Stimmt, in bestimmten Fällen - Sommerreifen im Winter, überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol, ... sollten die Versicherung sich komplett weigern, den Schaden zu ersetzen bzw. den Unfallverursacher in Regress nehmen. Ärgert mich auch, dass wir das alle mit bezahlen.

  • Antwort von Vielfahrer Beitrag 6, Montag, 04.Dezember, 17:07 Uhr

    Beitrag 7 ist nicht vom Vielfahrer Beitrag 6! Bin Vielfahrer 60.000 km + x im Jahr ;-)