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Schmetterlinge in Bayern Zoologen schlagen Alarm

2.781 Schmetterlingsarten haben Forscher heuer in Bayern gefunden. Das erscheint auf den ersten Blick viel. Auf den zweiten jedoch ganz und gar nicht - denn das sind etwa 500 weniger als früher. Dieses Artensterben könnte dramatische Folgen haben.

Stand: 11.03.2016

Bei Bienen schlagen Wissenschaftler schon seit langem Alarm: Sie werden immer weniger, und dabei sind sie essenziell wichtig für die Bestäubung von Pflanzen. Ihr Aussterben könnte verheerende Konsequenzen haben für die weltweite Nahrungsversorgung. Neben den Bienen gibt es noch weitere sogenannte "Bestäuber-Tiere". Beispielsweise übernehmen verschiedene Käfer, Vögel oder Fledermäuse diese wichtige Aufgabe in der Natur - und auch die Schmetterlinge.

Leidenschaft für Lepidoptera

Tagpfauenauge, Schmetterling des Jahres 2009

Der Münchner Schmetterlingsforscher Andreas Segerer von der Zoologischen Staatssammlung München und der Fachamateur Alfred Haslberger haben eine umfassende Liste aller bayerischen Schmetterlingsarten erstellt, die sie am Samstag (12.3.) präsentieren werden. Es ist das nach eigenen Angaben umfangreichste Werk dieser Art in Bayern. Dafür trugen sie zwei Jahre lang Material aus etwa 400.000 elektronischen Datensätzen und noch nicht digitalisierten Quellen zusammen. Sie listeten dabei 100 Arten mehr als bisherige Zusammenstellungen.

Schmetterlinge schwinden

Die Wissenschaftler registrierten bei ihrer Arbeit einen starken Rückgang der Artenvielfalt: So sind heuer nur noch 2.781 Schmetterlingsarten übrig von den insgesamt 3.243 Arten, die in den vergangenen 250 Jahren in Bayern erfasst wurden. Dazu kommt noch, dass auch die Population vieler Schmetterlingsarten stark geschrumpft ist: Die Anzahl der Tagpfauenaugen, eigentlich "Allerweltsschmetterlinge", wie Andreas Segerer sagt, ist beispielsweise seit der Mitte des 20. Jahrhunderts um ganze 90 Prozent zurückgegangen.

"Wo früher zehn Tagpfauenaugen 'rumgeschwirrt sind, ist heute noch eines übrig"

Andreas Segerer, Zoologische Staatssammlung München

Aus Sicht der Forscher ist dafür die intensive Landwirtschaft verantwortlich. So seien beispielsweise die Magerwiesen in Nordbayern und die Münchner Schotterebene massiv mit Stickstoff belastet, weil hier so stark gedüngt werde, so Segerer - und damit kein geeigneter Lebensraum für Schmetterlinge: "Unser Lebensstil und die Erhaltung der Artenvielfalt schließen sich gegenseitig aus."


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norbert huber, Sonntag, 13.März, 22:15 Uhr

5. Schmetterlinge Sterben und Jedes Menschliches Leben soll abgeschafft werden

Alle Themen Klik unter You tupe.die Milch lüge.Monsanto mit gift und genen.die jod lüge.die wahrheit über das impfen.wollt ihr nicht leben.die dunkle wahrheit nwo gesetz.Terrorstorm.die europäische fema.Pastor j.tt evangelische freikirche.skalarwellen mind kontroll.aspartam das gift us dem supermarkt.die verschwörung der lebensmittel Giganten.der angriff auf die volksgesungheit.was sie mit uns vorhabnen und schon lange tun.Handys der tot zum mitnehmen.pestizite mord auf raten.futtermittel blues.Entschultigen sie mich bitte ob mein mail zu etwas helfen wird weiss ih nicht.sollten sie noch menschlich veranlagt sein dann nehmen sie es sich zu herzen und .verbreiten sie es scheibchenweise um zu informieren

Naturgarten, Freitag, 11.März, 13:12 Uhr

4. Die Lebensräume schwinden

Hoffentlich gibt es hier ein Gegensteuern. Zu viele Flächen werden für Straßen, Gewerbegebiete und intensive Landwirtschaft platt gemacht. Der Rückgang liegt an den verschwindenden Lebensräumen. Gerade bei den Schmetterlingen muss man da im eigenen Garten halt mal Raupen dulden. Ohne Raupe kein Schmetterling! Wenig nutzt es, einen (gebietsfremden) Schmetterlingsstrauch zu pflanzen. Dieser bietet nur den ausgewachsenen Schmetterlingen Nahrung, nicht den Raupen. Hier wären einheimische Gehölze als Alternative hilfreich. Eine gute Liste hierzu gibt es z. B. beim LBV. Auch wäre wichtig, im Garten auf Spritzmittel und Gift zu verzichten. Leider werden Gärten für das Überleben von Vögel, Insekten und anderen Wildtieren immer bedeutungsvoller, weil ihnen die ausgeräumte Agrarlandschaft mit ihren Monokulturen keinen Lebensraum mehr bietet. Vielleicht kann der eine oder andere Leser eine kleinen Rückzugsraum im Garten schaffen?

axl, Freitag, 11.März, 10:08 Uhr

3. schmetterlinge in bayern

hallo, bei eurer fotoreihe: schmetterlinge in bayern, handelt es sich meiner meinung nach bei foto nr. 10 um den großen fuchs, nicht um den kleine fuchs.
bei foto 11 + 12 handelt es sich tatsächlich um den kleinen fuchs.
lg axl Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von BR24, Freitag, 11.März, 10:24 Uhr

    Lieber Axl,
    danke für den Hinweis. Foto wurde ausgetauscht.
    Gruß
    BR24-Team

Inge Borgmann, Freitag, 11.März, 09:58 Uhr

2. Was ist also zu tun?

Liebes BR Team, bitte bleiben Sie doch nicht auf halbem Wege stehen. Ist ja gut und wichtig die Info, dass die Natur den Bach runter geht.
Wichtiger ist aber doch: Was ist jetzt zu tun? Wie stoppen wir das? Was muss die Politik, was die Wirtschaft, was der Bürger tun? Wie kommen wir vom Passiv zum Aktiv? Wie wird aus Frust Aktion? Da gibt es so viel zu berichten und zu machen. Also dran bleiben.

  • Antwort von Naturgarten, Freitag, 11.März, 13:13 Uhr

    Wenn Sie selbst aktiv werden wollen, schauen Sie mal beim Landesbund für Vogelschutz vorbei. Dort gibt es viele Anregungen z. B. zum naturnahen Gärtnern. Man kann durchaus selber aktiv werden!

W. Bissinger , Freitag, 11.März, 08:46 Uhr

1. Schmetterlingsterben

Leider sterben mit den Schmetterlingen auch unsere Bienen. Der Spritzmitteleinsatz verursacht besonders das starke Sterben. Leider ist unser Landwirtschaftsminister Schmidt für die weitere Zulassung von Glyhposat, so wird das Sterben weitergehen. In der EU ist das Parlament leider nicht für die Entscheidung zuständig sondern nur die EU-kommission.