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Schießerei in Bayreuth Beziehungsdrama fordert drei Tote

Es war wohl eine Beziehungstat, die in Bayreuth drei Todesopfer gefordert hat. Ein 41-Jähriger soll seine Ex-Freundin, deren Vater und sich selbst erschossen haben. Der neue Freund der Frau wurde schwer verletzt.

Stand: 21.12.2015

Die am Sonntagabend (20.12.15) entdeckte Bluttat im Bayreuther Stadtteil St. Johannis war offenbar ein Familiendrama. Bei den Opfern handelt es sich um eine 33-jährige Frau und deren 65-jährigen Vater. Der 32-jährige Freund der Frau wurde verletzt. Wie die Polizei mitteilte, dürfte ein 41-jähriger Mann aus dem Landkreis Bayreuth für die Tat verantwortlich sein. Er richtete die Waffe nach der Tat wohl gegen sich selbst.

"Die bisherigen Vernehmungen und die Erkenntnisse vom Tatort lassen den Schluss zu, dass es sich um eine Beziehungstat gehandelt hat."

Sprecher der oberfränkischen Polizei

Schwerverletzt geflüchtet

Dem 32-Jährigen aus dem Landkreis Bayreuth gelang trotz seiner Verletzung die Flucht. "Er wurde im Bereich des Gesichts getroffen", sagte der zuständige Staatsanwalt. Polizisten fanden ihn schließlich in einer Nebenstraße und brachten ihn ins Krankenhaus. Er konnte bereits befragt werden. Die am Tatort sichergestellte Waffe konnte im Zuge der Ermittlungen dem 41-Jährigen zugeordnet werden. Als Jäger hatte er die Pistole der Marke Ceska legal in seinem Besitz.

Ermittlungen laufen

Pressekonferenz: Erste Erkenntnisse wurden bekannt gegeben.

Eine Obduktion der Opfer soll weitere Erkenntnisse zur Tat liefern. Mehrere Fahrzeuge mit Einschusslöchern stellten die Beamten der Spurensicherung für weitere Untersuchungen sicher. Die Ermittler sind derzeit mit Durchsuchungsmaßnahmen, Vernehmungen im Umfeld der Beteiligten und weiteren Untersuchungen befasst. Weitere Angaben zu dem Täter und seiner Ex-Freundin, etwa ob die beiden gemeinsame Kinder hatten oder ob der mutmaßliche Täter bereits vorbestraft war, wollte die Polizei auch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht machen.


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