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Glauben sichtbarer leben Erzbischof Schick sieht Muslime als Vorbilder

Flagge zeigen für die Religion. Dazu hat jetzt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick aufgerufen. Christen sollten ruhig zur Schau stellen, dass sie glauben - so, wie das etwa Buddhisten und Muslime tun.

Von: Eva Böck

Stand: 13.08.2017

Bamberger Erzbischof Ludwig Schick | Bild: picture-alliance/dpa

Nicht alle Menschen glauben. Und nicht alle, die glauben, zeigen das auch. Während die einen sofort als Anhänger einer bestimmten Religionsgruppe erkennbar sind, sieht man es anderen überhaupt nicht an. Genau das hat jetzt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick angesprochen.

Menschen andererer Religionen, zum Beispiel Muslime und Buddhisten, zeigten sich in der Öffentlichkeit, so Schick, durch ihre Gebete, ihre Symbole und ihre Kleidung. Christen täten das, wenn überhaupt, "nur sehr verschämt".

Einkleidung von Ordensschwestern

Junge Nonne beim Beten mit dem Rosenkranz

Anlass für Schicks Äußerungen war eine Zeremonie im oberpfälzischen Auerbach: Dort wurden Ordensschwestern feierlich eingekleidet, und Schick hielt die Predigt. Die Einkleidung nannte er einen Aufruf an alle Christen, "ihre Überzeugungen zu zeigen, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Politik, damit die Werte des Evangeliums präsent bleiben".

... und segne, was du uns bescheret hast

Nach Schicks Worten sollen Geistliche und Ordensleute schon durch ihre Kleidung zum Ausdruck bringen, dass sie ihr Leben Gott geweiht haben. Aber auch alle anderen gläubigen Christen könnten ihren Glauben ruhig zur Schau stellen: zum Beispiel mit einem Tischgebet im Restaurant, als Mitglied einer Prozession durchs Dorf oder mit dem Segnen eines Hauses.

"Muslimischer Bundespräsident vertretbar"

Ende des vergangenen Jahres hatte Schick Schlagzeilen gemacht nach einer Podiumsdiskussion in Nürnberg. Dort hatte er die Ansicht vertreten, dass ein muslimischer Bundespräsident vertretbar wäre: "Alles andere wäre undemokratisch". Es hagelte Hasskommentare dazu im Netz, bis hin zu Todesdrohungen. Die AfD musste auf Druck von Schicks Anwälten entsprechende Posts auf ihrer Facebook-Seite entfernen.


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El Gringo, Dienstag, 15.August, 14:28 Uhr

39. Christen?

Ich gebe Herrn Schick vollkommen Recht! Aber er sollte bei seinen " Vorturnern" Marx und dem evang. Bedstorm anfangen, die beim Betretten einer Synagoge ( oder war es eine Moschee) das Kruzifi ablegt haben!!!

Bayern, Montag, 14.August, 18:38 Uhr

38. Der katholische Erzbischof...

Der katholische Erzbischof von Mossul war gerade erst in München. An der Befreiung von Mossul waren doch auch Moslems beteiligt.

Und die Chaldäer, die zu Uns geflüchtet sind, sind meistens Katholiken. Mir als Katholiken stehen diese Katholiken sicher näher als die AfD es jemals tun wird.

  • Antwort von Norbert P., Montag, 14.August, 20:28 Uhr

    Also, ich habe meinen Nächsten so lieb, wie mich selbst. Da sind wildfremde Katholiken nicht dabei. Doch von der AfD kenne ich welche. Und die rechne ich eben dann doch zu meinen Nächsten.

  • Antwort von Bayern, Montag, 14.August, 22:52 Uhr

    Deswegen auch A - F - D. Deren Ausrichtung ist wenig katholisch.

    Zwischen PARTEI (-Programm) und einzelnen Menschen (= dem Nächsten), die teilweise gar nicht beurteilen kann besteht selbstverständlich ein Unterschied.

Patrik, Montag, 14.August, 18:21 Uhr

37. Verstehe manche Reaktionen nicht.

Warum liest man nicht zuerst den Artikel, bevor man kommentiert. Was der Herr Erzbischof sagt stimmt doch.

Er bestreitet doch hier mit keinem Wort, das der katholische Glaube nicht der wahre Glaube und die katholische Kirche nicht die wahre Kirche ist.

Katholiken könnten sich ruhig mehr als solche zu erkennen geben. Ohne Heuchelei.

Ob sich nun ein moderner Spießer oder andere Kirchefeinde daran stören, spielt absolut keine Rolle. Die haben ja sowieso bereits verloren...

Christus, also Gott hat es doch gesagt:

"Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat."

Johannes 15,18

Ob sich nun der weltliche, moderne Spießer oder sämtliche anderen Kirchefeinde daran stören, spielt absolut keine Rolle. Die haben ja sowieso bereits verloren...

Christus, also Gott hat es doch gesagt:

"Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat."

Johannes 15,18

Charly, Montag, 14.August, 14:03 Uhr

36. Islam und Christentum - Vatikan Konzil


Nur auf Grund einer idiotischen Erkenntnisblindheit, die darin besteht, dass im II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) der islamische Allah als identisch mit dem dreieinigen Gott der Christenheit erklärt wurde („Nostra aetate“ und „Lumen gentium“), sind die geistigen Voraussetzungen geschaffen worden und ist es möglich geworden, dass sich der Islam unter dem Deckmantel der Friedlichkeit und Friedfertigkeit in Europa schleichend etablieren und sich inzwischen auch weitgehend politisch festigen konnte. Es ist also nicht verwunderlich wenn die heutige "Pfaffität" samt Oberhirten diese fatale Unterwürfigkeit fortsetzt. Schon damals hat das Konzil blind geirrt und alle Päpste in Folge werden schlussendlich, am Ende, die Dominanz des Islams in Europa zur Kenntnis nehmen müssen und den Untergang der Kirche "absegnen" dürfen. Die päpstliche Fußwascherei-Küsserei bei muslimischen "Obergläubigen", die signifikante Gleichmacherei mit "Halleluja-Allah und Gott" ist Verrat am Christen.

  • Antwort von Barbara, Montag, 14.August, 17:27 Uhr

    Das II. Vat. Konzil (1962-1965) hat zu keiner Zeit und an keiner Stelle Allah mit dem Dreieinigen Gott gleichgestellt und für identisch erklärt. Schon aus dem Grunde nicht, weil dieses Konzil kein einziges Dogma verkündet hat, sondern nur "pastorale Richtlinien" verabschiedet hat.

gschaftlhuber, Montag, 14.August, 00:05 Uhr

35. Wieviele Feiertag haben die Muslimen eigentlich?

Die hitzigen Diskussionen hier sollten mal versachtlich werden.
Lass uns doch mal den Islam und das Christum gegenüberstellen und Fakten sprechen
Kirchensteuersatz?
Feiertag?
kulturelle Bereichungen (z.B. Don C. / Pater Brown)
Scheidungen / Fremdgehen / Abtreibungen
Einschränkungen / Verpflichtungen (z.B. Weihnachten in Kirche, Fasten nach dem Mondkalender)
Wer kann mir die Fragen beantworten. Danke.

  • Antwort von Neopaganist, Montag, 14.August, 08:16 Uhr

    Hallo,
    Zu den Feiertagen kann ich sagen, dass sie genauso viele Feiertage haben wie jeder andere Einwohner Deutschlands.
    Wobei ich der Meinung bin kirchliche Feste sollten abgeschafft werden und die Zahl der abgeschafften Tage sollte dem Urlaub zugeschlagen werden.
    Dann darf jeder gläubige Christ an Weihnachten/ Ostern Urlaub machen und andere Religionen können diese Urlaubstage an ihren Hochfesten nehmen.
    So sähe echte religiöse Gleichberechtigung aus.
    Zusäzlich dazu haben Muslime während des Ramadan noch eine Art hitzefrei.
    Auf dem Bau zum Beispiel geht mit muslimischen Arbeitern naturgemäss ab elf Uhr nichts mehr, verständlich wenn man mitten im Sommer nichts trinkt und laut Arbeitsvertrag körperlich arbeiten muss.
    Dieses Problem könnte man ebenfalls durch flexiblen Einsatz von Urlaub lösen, einfach die Feiertage und Urlaub zu Zeiten des Ramadan nehmen und allen wäre geholfen.
    Es gibt daneben noch andere Feiertage wie Opferfest und Al-Quds-Tag.
    Einfach googeln

  • Antwort von Barbara, Montag, 14.August, 12:02 Uhr

    gschaftshuber, Sie fragen, ob man den Islam und das Christentum "gegenüberstellen" kann! Nein, das kann man deswegen nicht, weil die Moslems nicht Gott als Vater im Himmel anbeten. Dagegen beten wir Christen Gott als Vater an: Das Vaterunser ist das älteste Gebet, das uns Jesus Christus selbst zu beten gelehrt hat! Wer Gott nicht als Vater im Himmel anbetet, der hat auch keine Brüder und Schwestern auf dieser Erde. Darum kann man den Islam mit dem Christentum nicht vergleichen.

  • Antwort von vielfahrer, Montag, 14.August, 14:36 Uhr

    @Barbara
    Jeder soll der Religion nachlaufen dürfen, (freiwillig) an der er "glaubt"
    Aber, aus der Politik raushalten ist erste Pflicht.
    es sind noch nie so viele gestorben wie im Name des Glaubens? (oder doch €'s bzw. $). :-(
    Sekten sind ja alle!
    Und, die Kirchensteuer genau so abschaffen wie die "GEZ".