Samaras trifft Seehofer Bayerisch-griechische Versöhnung
Im Sommer haben CSU-Politiker noch den Rausschmiss Griechenlands aus dem Euro gefordert. Am Abend empfing Ministerpräsident Seehofer den griechischen Premier Samaras. Und die Stimmung war hervorragend.
Er komme als Freund, hatte Samaras im Vorfeld erklärt. Und das Treffen in München verlief auch durchaus freundschaftlich. Seehofer empfing den Gast bei Schneetreiben. "Schnee bringt Glück, deswegen bin ich sehr glücklich", sagte Samaras. Er lud Seehofer zu einem Gegenbesuch in Griechenland ein.
Ende der Polemik
Die teilweise rüden Angriffe aus der CSU in Richtung Athen sollen erklärtermaßen der Vergangenheit angehören. "Mir gefällt in der Politik immer der Blick in die Zukunft", sagte Seehofer.
Vor allem CSU-Generalsekretär Alexander Dobrinth und Finanzminister Markus Söder hatten im Sommer gegen Griechenland gewettert. Während der eine den Rausschmiss Griechenlands aus dem Euro prophezeite, verlangte der andere, an Griechenland ein Exempel zu statuieren. Inzwischen ist Ministerpräsident Seehofer und mit ihm die gesamte CSU weit gnädiger mit den Griechen. Die Bayern tragen jetzt den griechenlandfreundlichen Kurs von Kanzlerin Merkel mit und stimmten für das dritte Milliardenhilfspaket.
"Wenn die Griechen jetzt mit einer schwierigen Wirtschaftslage zu kämpfen haben, dann sollten wir eine vernünftige Antwort geben. Wir sollten ihnen die Zeit geben, dass sie aus eigener Kraft die Krise bewältigen."
CSU-Chef Horst Seehofer Ende November

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