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Safer Internet Day 2016 Hassbotschaften, Cybermobbing, Missbrauch

Der jährliche Aktionstag des "Safer Internet Day" wird von der EU-Kommission in Brüssel gefördert und organisiert. Inzwischen beteiligen sich schon über 100 Länder weltweit an der Initiative. Im Zentrum steht dabei die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen. Schwerpunktthema in diesem Jahr: "Extrem im Netz".

Von: Holger Romann

Stand: 09.02.2016

"Gemeinsam für ein besseres Internet" – der Slogan des Safer Internet Day, der in Deutschland heuer zum 13. Mal stattfindet, richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Auch diesmal sind in und außerhalb der EU hunderte Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema Sicherheit im Netz geplant. Viele Schulen, Behörden, Vereine und Privatunternehmen beteiligen sich.

Mit Infomaterial, Workshops oder kurzen Spots im Radio, Fernsehen oder in den Sozialen Medien sollen User aller Altersgruppen für die Problematik sensibilisiert werden. Es geht darum, so früh wie möglich Medienkompetenz zu fördern, damit der kritische und verantwortungsvolle Umgang mit den allgegenwärtigen digitalen Technologien gelingt.

Anstoß von der Europäischen Kommission - 1999

Den Anstoß gab 1999 die Europäische Kommission. Deren langjähriges Mitglied, die Luxemburgerin Viviane Reding, will das Internet nicht verteufeln, das sie an sich für eine herrliche Sache hält. Es fehle gerade jungen Leuten aber häufig am nötigen Bewusstsein für die Schattenseiten des World Wide Web.

"Kinder und Jugendliche im Netz sind nicht ausreichend geschützt; und das Risiko für unerfahrene Nutzer groß, die eigene Privatsphäre aller Welt offenzulegen."

Viviane Reding

10 Millionen Euro im Jahr

Auf Gefahren wie diese aufmerksam zu machen und dabei möglichst wenig zopfig oder uncool zu wirken, ist der eigentliche Zweck der Übung. Rund 10 Millionen Euro hat die Brüsseler Behörde für die Initiative jährlich im Budget. Die Hälfte davon fließt in die Aufklärung. Der Rest vor allem in den Kampf gegen illegale Inhalte und für mehr Datenschutz. So konnte man zum Beispiel 2009 zwanzig Betreibern großer Online-Portale - darunter Facebook und Youtube - eine freiwillige Selbstverpflichtung abringen, die jedoch nach Ansicht von Verbraucherschützern nicht ausreicht.

Hilfsangebote für Betroffene

Es gibt Hilfsangebote für Betroffene, etwa eine Beratungshotline für Opfer von Cybermobbing - beim diesjährigen "Safer Internet Day" ein Schwerpunktthema. Unter dem Motto "Extrem im Netz" geht es aber auch um ganz aktuelle Dinge, wie den Umgang mit Gewaltvideos, Hassbotschaften oder Hetze gegen Ausländer. Als Kontrastprogramm wird extrem Positives thematisiert, zum Beispiel das Engagement der freiwilligen Helfer in der Flüchtlingskrise.


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N. Schöttl, Dienstag, 09.Februar, 19:03 Uhr

2. Schulen

@Truderinger
Dass man an Schulen den Umgang mit Medien lehren und erlernen soll, das sehe ich genauso, jedoch finde ich, sollten Schulen ein Ort sein, an dem Schüler in Ruhe neues Wissen vermittelt bekommen und nicht im Hauruck-Verfahren. Wenn Sie mich fragen, dann sollte die Politik darüber ernsthaft nachdenken, Computer aus Schulen zu verbannen und nebenbei viele Kosten einzusparen.

Das Problem der flüchtigen Medien ist doch, dass die Schüler Ausdauer und Konzentration verlernen und dann Probleme die es in einem menschlichen Umfeld nun mal gibt, dann ebenso nur schnell, schnell austragen möchten, anstatt sich Problemen zu stellen. Es mag zwar nur im Unterbewusst erfolgen, doch die Art des Lernens prägt einen Menschen. Mobbing ist dann ja nur ein Ergebnis einer jahrelangen Fehlentwicklung und nicht etwas völlig neues.

Ich als Mutter sehe da vor allem die Schulen in der Pflicht das Zwischenmenschliche zu vermitteln, denn so etwas lernt man in einer Gemeinschaft und nicht alleine.

N. Schöttl, Dienstag, 09.Februar, 09:32 Uhr

1. die Schulen sind da gefragt

In vielen Schulen meint man, dass man immer moderner und moderner werden müsse und die Kinder gar regelrecht mit Computern überschütten müsse. Hier ein Beamer, dann eine Präsentation. Meiner Meinung nach geben hier schon die Schulen ein schlechtes Bild vor. So wie früher fand ich den Unterricht viel besser. 1 Tafel und 1 Stück Kreide. Das mag zwar für manche Pädagogen nicht bequem sein, doch die vielen medialen Eindrücke lenken Schüler nur ab. Dann kommen die Schüler nach Hause und sitzen dann am Smartphone oder PC. Doch wie soll ein Kind bei diesem Überangebot an Medien nur abschalten können? Längst ist das Internet mobil geworden und schnell ist mal etwas gesagt, was sich dann als Straftat erweist. Dabei hinterlässt Cybermobbing tiefe Wunden. Ob Umweltschutz oder Internetverbrechen: national lassen sich solche Dinge nicht lösen. Es bedarf ein Umdenken in den Köpfen der Menschheit. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" Zitat: Jesus Christus.

  • Antwort von john doe, Dienstag, 09.Februar, 14:30 Uhr

    "1.die Schulen sind da gefragt "

    wieso ?

    "Das mag zwar für manche Pädagogen nicht bequem sein, doch die vielen medialen Eindrücke lenken Schüler nur ab."

    ich weiss zwar nicht was pädagogen damit zu tun haben aber egal. ausser man bezeichnet lehrer auch als pädagogen.

    "Doch wie soll ein Kind bei diesem Überangebot an Medien nur abschalten können?"

    eventuell indem sich die eltern mal darum kümmern? man kann auch den internet zugang limitieren.

    "Dann kommen die Schüler nach Hause und sitzen dann am Smartphone oder PC."

    das gleiche hat man früher auch über das fernsehen gesagt.

    "Dabei hinterlässt Cybermobbing tiefe Wunden."

    mobbing hinterlässt auch ohne "cyber" wunden.

    "Ob Umweltschutz oder Internetverbrechen:"

    haha

    "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" Zitat: Jesus Christus."

    genau! das ist die lösung für jedes problem!

    nur als tipp: einfach mal aufhören andere für sein eigenes handeln verantwortlich zu machen.

  • Antwort von Truderinger, Dienstag, 09.Februar, 15:35 Uhr

    @John Doe: Warum sprechen Sie Lehrern ab, Pädagogen zu sein? Haben Sie traumatische Schulerfahrungen zu verarbeiten?

    @N. Schöttl: Ich halte es für wichtig, auch in der Schule, also in der Gruppe, verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien zu lehren. Das Internet ist per se weder gut noch schlecht, es wird nur wie viele anderen Technologien für Mobbing, Hetze oder andere Widerwärtigkeiten missbraucht. Kinder müssen das frühzeitig begreifen. Sie müssen auch lernen zu unterscheiden zwischen seriösen Informationsquellen und rechten verschwörungstheoretischem Schwachsinn wie pi-news oder RT Deutsch!