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Safer Internet Day Diese Gefahren lauern aktuell im Netz

Warnungen vor Gefahren im Internet mögen abgedroschen klingen. Doch sie sind aktuell wie nie. Vor diesen Bedrohungen müssen Smartphone- und Computernutzer sich künftig besonders in Acht nehmen.

Von: Florian Regensburger

Stand: 07.02.2017

Das Bewusstsein für Bedrohungen aus der Onlinewelt zu schärfen, ist Motivation des Safer Internet Day - dem Tag für ein sicheres Internet, den die Europäische Union jedes Jahr am 2. Dienstag im Februar ausruft. Einrichtungen aller Art von Schulen über Vereine bis hin zu Firmen sind aufgerufen, mit Aktionen über das Thema Internetsicherheit informieren. Und über drohende Gefahren. Die sind vielfältig.

Banner schaufeln Viren auf seriöse Websites

Werbebanner zum Beispiel sind eine Sache, die Online-Kriminelle für sich entdeckt zu haben scheinen. Über Werbenetzwerke konnten Angreifer mit Viren und Trojanern verseuchte Werbung sogar bereits auf hochseriösen Nachrichtenseiten platzieren. Abhilfe schaffen Werbeblocker oder zum Teil Antiviren-Software.

Versagt dieser Schutz, kann zum Beispiel ein Erpressungstrojaner, so genannte Ransomware, auf dem jeweiligen Internet-Gerät landen. Dieses wird dann gesperrt und ein Lösegeld verlangt. Die IT-Sicherheitsfirma Trend Micro warnt in ihrem aktuellen Bericht zu den IT-Gefahren 2017 vor immer ausgefeilterer Ransomware, der sich Surfer in Zukunft gegenüber sehen werden.

Zombierechner bleiben eine Waffe

Dauerbrenner bleiben Zombierechner: Kriminelle übernehmen die Handys oder Computer ihrer Opfer und benutzen sie zum Versand von Spam-Mails oder für konzertierte Attacken mittels sogenannter Botnetze. Diese Armeen zusammengeschalteter Rechner Geräte aus dem Bereich des Internets der Dinge können etwa durch gezielte Überlastung einer Internetseite dafür sorgen, dass diese nicht mehr erreichbar ist. Schutz bietet auch hier vorsichtiges Verhalten im Netz und regelmäßige Systemprüfungen mit Antiviren-Software.

Angst vor Cyber-Terrorismus

Es gibt aber auch Gefahren, vor denen sich der Einzelne kaum schützen kann. So nehmen etwa Hackerangriffe auf Geldautomaten, die Bankkunden um ihr Geld bringen können, immer weiter zu. Außerdem erwarten IT-Sicherheitsexperten in Zukunft vermehrt Attacken auf kritische Infrastruktur wie Kraftwerke oder Versorgungsnetze - ausgeführt von Terroristen oder staatlichen Akteuren.


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