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Rassismus-Debatte FDP stärkt Hahn den Rücken

Hessens FDP-Chef Hahn hat mit seinen Worten über die mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz von Philipp Rösler eine Debatte ausgelöst. Parteifreunde nehmen ihn in Schutz: Er habe auf den täglichen Rassismus aufmerksam machen wollen.

Stand: 08.02.2013

Die FDP stellt sich nach den Äußerungen über die vietnamesische Herkunft von Parteichef Rösler hinter Hahn. Parteichef Rösler, um den sich die Debatte dreht, sagte, er verstehe die ganze Aufregung nicht. Vorstandsmitglied Kubicki meinte, die Äußerungen des hessischen Liberalenchefs seien "zugegebenermaßen missverständlich" gewesen. Er wisse aber, dass sie nicht rassistisch gemeint gewesen seien.

Unterstützung von Migranten

Und auch von Deutschen mit ausländischen Wurzeln bekommt Hahn Unterstützung: Der Vorsitzende der hessischen Ausländerbeiräte, Corrado di Benedetto, sagte, Hahn sei nicht rassistisch eingestellt.Er sehe die Äußerungen Hahns positiv.

Der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Becker, hält es für notwendig, eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen, wie es Hahn nach eigenen Angaben beabsichtigte. Becker sagte, er sei immer wieder mit rassistischen Äußerungen von Bürgern konfrontiert.

"Ich bekomme am Wahlkampfstand in der Fußgängerzone zu hören: Ich würde Euch ja wählen, aber dafür müsste erst einmal der Chinese weg."

Lasse Becker, Vorsitzender der jungen Liberalen

Hahn hatte in einem Interview erklärt: "Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren."


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RK, Samstag, 09.Februar, 15:50 Uhr

5. Rösler

Die Debatte bringt der FDP 3 Vorteile

1. Der arme Philipp Rösler wird von den rassistischen Deutschen nicht aktzeptiert und bekommt bei der nächsten Bundestagswahl Symphatiestimmen. (8-9%???)

2. Man kann ihn weg beamen ohne Gesichtsverlust: Er geht, weil nicht gelitten, nicht wegen Inkompetenz.

3. Die FDP kommt aus der Täterrolle (Brüderles Sexismus) in die Opferrolle (Rassismus gegen den Vorsitzenden)

und das Volk hat was zum debattieren. panem et circense.
Geschickt nicht wahr?

McGowan, Brigitte , Freitag, 08.Februar, 19:50 Uhr

4. Wirtschaftsminister Rösler

Die ganze Debatte finde ich so unerhört. Philipp Rösler ist Deutscher, er hat sein Leben bisher hier verbracht, ist mit unserer Kultur großgeworden und dient als Politiker unserem Lande. Philipp Rösler wird weiter mit seinen Aufgaben wachsen. Ich wünsche ihm sehr, dass er eine gute Stimmenzahl holt. Ich hoffe, dass er über diesen Dingen stehen wird.
Ich kann mir nur vorstellen, dass viele Menschen gar nicht wissen, welches Schicksal ihn
zu uns geführt hat und dies offenkundig zu machen, wäre wissenswert und interessant.
Philipp Rösler würde dann sicherlich in einem anderen Licht gesehen, nicht als, wie man
in Bayern sagt, "eini ge'schneiter", sondern als Mensch der hier großgeworden ist und zu uns gehört. Servus aus München, Brigitte McGowan

Zwiesel, Freitag, 08.Februar, 13:30 Uhr

3. Hahn - Rassismusdebatte

Hahns Äußerungen sind in jedem Fall unverschämt, egal unter welchem Gesichtspunkt man sie betrachtet und ohne dass man Hahn selbst Rassismus unterstellen will.
Vielleicht will er mit der angestoßenen Rassismusdebatte Brüderle aus der Sexismusdebatte bringen. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass er ganz einfach Rösler loswerden will und dazu rassistische Elemente benutzt und missbraucht. Um auf den täglichen Rassismus aufmerksam zu machen gibt es andere Anlässe. Er selbst hat ja schon mal ohne Erfolg Stimmung gegen Rösler gemacht, dann hat es Niebel versucht. Zum Schluß hat noch Brüderle Rösler in Frage gestellt, hatte dann aber nicht den Mut, den Sack zuzumachen. Jetzt greift Hahn in die Rassismus-Kiste und zündet eine Lunte an, die vielleicht beim FDP Parteitag im März zünden soll. Das ist unter der Gürtellinie und Hahn sollte, vor allem als Integrationsminister seinen Hut nehmen. Unverständlich (oder aber auch berechnend?) ist aber auch die Reaktion von Rösler, indem er noch sein gutes Verhältnis zu Hahn herausstellt und ihn als Freund bezeichnet. Es gibt Politiker, die treten und solche, die sich treten lassen, ohne sich zu wehren. Das nennt man dann wohl Parteidisziplin. Ein Schelm, wer dabei gleich wieder an Seehofer und Söder denkt ? .