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Europäischer Risikorat Wie lassen sich Finanzkrisen vermeiden?

Unter Leitung von EZB-Präsident Mario Draghi beginnt heute in Frankfurt die erste Jahreskonferenz des Europäischen Risikorates. Ihm gehören auch die Bank of England und Aufsichtsbehörden der EU an.

Von: Felix Lincke

Stand: 22.09.2016

Finanzkrise | Bild: picture-alliance/dpa

Der Risikorat diskutiert darüber, wie sich Finanzkrisen wie die von 2008 künftig vermeiden lassen. Das European Systemic Risk Board ist ein lockerer Zusammenschluss von Notenbankern, Banken- und Versicherungsaufsicht, bei dem es um das rechtzeitige Aufspüren von systemischen Risiken geht.

Das Frühwarnsystem soll so funktionieren, dass Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Finanzwelt, die sonst nicht zusammenkämen, im Risikorat ihre Erfahrungen austauschen. Er empfiehlt einigen Banken, mehr Eigenkapital bereit zu halten und nicht mehr so viele Staatsanleihen zu kaufen.

Politik kaum beeinflussbar

Donald Trump ein Risiko?

Zurzeit geht eine Gefahr für die Märkte aber eher von der Politik aus, die sich kaum beeinflussen lässt. So verlangte die überraschende Brexit-Entscheidung nicht nur der britischen Notenbank einiges ab, auch die Schweizer Nationalbank musste massiv intervenieren.

Ein größeres Beben könnte die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten auslösen, auf die manche sich jetzt gefasst machen. Und auch im Euroraum könnte es ein heißer Herbst werden, falls die Regierung in Italien mit ihrer Verfassungsreform scheitert. In Spanien wiederum fehlt eine Regierung, um einen Staatshaushalt vorzulegen.


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