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Dank guter Konjunktur Renten steigen deutlich

21 Millionen Rentner in Deutschland können nächstes Jahr mit einem Plus von mindestens drei Prozent rechnen. Eine Momentaufnahme - denn langfristig sinken die Altersbezüge.

Von: Nikolaus Nützel

Stand: 14.11.2017

Symbolfoto zum Thema Rente/Pension. Das Foto zeigt das Wort Rente, zusammengesetzt aus Scrabble-Steinen, mit Rentner-Miniaturfiguren. | Bild: picture alliance/Ulrich Baumgarten/dpa

Die gesetzliche Rentenversicherung steht derzeit finanziell so gut da wie lange nicht: Die Ausgaben steigen langsamer als erwartet, die Einnahmen wachsen hingegen schneller als gedacht – Davon profitieren die Rentner ebenso wie Beitragszahler.

Ein Plus für Rentner und Beitragszahler

Nach Einschätzung des Vorstandschefs der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel werden die Altersbezüge kommendes Jahr um gut drei Prozent steigen, ohne dass er sich auf eine genaue Zahl hinter dem Komma festlegen will. Sicher ist gleichzeitig, dass die Beitragszahler zum Jahreswechsel etwas entlastet werden: Der Beitragssatz sinkt von derzeit 18,7 auf 18,6 Prozent – und auf diesem vergleichsweise niedrigen Wert könnte er vier Jahre lang bleiben.

Langfristig sinkt das Rentenniveau

Die Rentenversicherer warnen zwar davor, dass die derzeit ausgesprochen gute Entwicklung der deutschen Wirtschaft sich in absehbarer Zeit wieder abschwächen wird. Aber sie sind überzeugt, dass die langfristigen Berechnungen über die Höhe der Renten wie auch der Beitragssätze beibehalten werden können.

Das heißt, dass das heutige Niveau der Renten im Vergleich zu den Durchschnittseinkommen in den nächsten fünf Jahren etwa gleich hoch bleiben dürfte, nämlich bei gut 48 Prozent – dann ist allerdings bis zum Jahr 2030 ein Absinken des Rentenniveaus auf 45 Prozent zu erwarten. Die Beitragssätze dürfte bis dahin um rund drei Prozentpunkte steigen, auf


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Kommentare

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Barbara, Dienstag, 14.November, 16:52 Uhr

2. Was sind schon 3 % Erhöhung, wenn die Rente 500 Euro beträgt?

Das sind allenfalls 15 € mehr. Diese paar Euro kassiert dann wieder die Krankenkasse. Im Ergebnis ist das nicht der Rede wert. Millionen Armuts-Rentner kommen nicht einmal in den Genuß dieser paar Euro Erhöhung, denn wenn ein Armuts-Rentner zum Sozialamt geht und Grundsicherung beantragt, dann muß er erst einmal seine Armuts-Rente an den Staat übereignen, andernfalls bekommt er nicht einmal die "Grundsicherung". Von seiner eigenen "Renten-Erhöhung" kann er dann nicht einmal mehr profitieren. So werden alle diejenigen Leute gedemütigt, die ein Leben lang gearbeitet, aber viel zu wenig verdient haben.

winfried, Dienstag, 14.November, 14:55 Uhr

1. Renten steigen um 3% ... Beitrag sinkt um 0,1% (voraussichtlich)

Leider nennt der BR dazu keine Geldsumme. So hätte man die konkrete Auswirkung auf die Rentenkasse besser beurteilen können, gemäß dem Geldbörsen-Motto, es ist nicht wichtig wie viel % ich weniger oder mehr drin habe, sondern wie viel habe ich reingetan bzw. rausgenommen.