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Rente mit 63 Kabinett beschließt Rentenpaket

Als erstes großes Gesetzesvorhaben hat die Bundesregierung das milliardenschwere Rentenpaket auf den Weg gebracht. Es besteht aus der abschlagfreien Rente ab 63 für langjährig Versicherte sowie der verbesserten Mütterrente.

Stand: 29.01.2014

Das Bundeskabinett hat das Gesetzgebungsverfahren zu den Rentenvorhaben der Großen Koalition auf den Weg gebracht. Künftig soll, wer 45 Jahre lang eingezahlt hat, mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen dürfen. Außerdem soll es Verbesserungen für Mütter geben, die ihre Kinder vor 1992 bekommen haben. Aufstocken wollen Union und SPD außerdem die Altersbezüge für gesundheitlich eingeschränkte Rentner und die Reha-Leistungen. Kostenpunkt: 160 Milliarden Euro in den nächsten 15 Jahren. Bezahlt wird das zunächst aus der Rentenkasse. Ab dem 1. Juli sollen die Änderungen in Kraft treten. Arbeitsministerin Andrea Nahles, SPD, erklärte, diese Rente sei verdient. "Wir wollen mehr Gerechtigkeit".

Einladung zur Frühverrentung?

Nahles räumte ein, dass es ihr bislang nicht gelungen sei, eine verfassungskonforme Lösung für den befürchteten Trend zur Frühverrentung zu finden. Dies werde aber im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren gelingen. Das Problem einer möglichen Frühverrentungswelle stellt sich, weil mit der Neuregelung auch Zeiten von Kurzzeitarbeitslosigkeit anerkannt werden sollen. So wäre schon für 61-Jährige der Weg in die abschlagsfreie Rente frei, wenn sie in den letzten beiden Jahren Arbeitslosengeld I beziehen.

Rente mit 63 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Renteneintritt mit 63 Jetzt noch abwarten kann Vorteile bringen

Wer vorhat, demnächst mit 63 Jahren in Rente zu gehen, sollte mit dem Rentenantrag noch einige Monate warten. Denn ab 1. Juli erhalten langjährig Versicherte ihre Rente mit 63 ohne Abschlag – so das Vorhaben der großen Koalition. [mehr]

Der CDU-Abgeordnete Karl Schiewerling schlug deshalb eine Stichtagsregelung für die Anrechnung von Arbeitslosenzeiten vor. Er mahnte, die Rente mit 63 dürfe nicht als Einladung zur "massenhaften Frühverrentung" verstanden werden. CDU-Sozialexperte Jens Spahn meinte, man könne Arbeitnehmer mit gewissen Anreizen, wie eine begrenzte Beitragsfreiheit von Rentenbeiträgen, dazu bewegen, länger zu arbeiten. SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach plädierte dafür, erst einmal abzuwarten. Man könne eine Regelung ins Gesetz aufnehmen, die Missbrauch ausschließe. Zunächst müsse man aber beobachten, ob es überhaupt zu dem befürchteten Missbrauch komme.

Kritik von Altkanzler Schröder

Gerhard Schröder, SPD, sieht in den Rentenplänen der schwarz-roten Koalition ein absolut falsches Signal. Das Problem sei: die Entscheidungen kosteten nicht nur einmal Milliarden, die Ausgaben kämen jedes Jahr wieder. Das führe unweigerlich zu der Frage, ob die Rentenbeiträge erhöht werden müssten. Er halte die Rente mit 67 nach wie vor für vernünftig, so Schröder.

DIHK: Deutschland kann sich Rente mit 63 nicht leisten

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat den Gesetzentwurf der schwarz-roten Koalition zur Rentenreform scharf kritisiert. Besonders mit der Diskussion um die Frühverrentung hole die Bundesregierung die "bösen Geister" zurück. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels könne sich Deutschland eine abschlagsfreie Rente mit 63 nicht leisten. Es bedürfe vielmehr einer Politik, die die Unternehmen dabei unterstütze, bessere Arbeitsbedingungen für ältere Arbeitnehmer zu schaffen.


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Hannemann Lydia, Freitag, 31.Januar, 20:53 Uhr

9. Rente mit 63

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin Jahrgang 1951 habe 2010 einen Unfall gehabe wo mir gesagt wurde ich kann Schwerschnitzgelähmt sein, ich habe mit 55 Jahren war ich im Altersteilzeitmodel ( Wochenweise)nicht im Blockmodel.War krank bis meine Zahlung ausgelaufen ist, habe jetzt Abzüge Dauerhaft für ATZ 18% + 10% weil ich vor 65 in Ruhestand gegangen bin, also 28% wegen Unfall. 50% ist noch in der Schwebe. Also habe ich fast ein 3tel Abzüge für 46 Jahre Arbeit mit einigen Gesundheitlichen Problemen die nicht anerkannt worden sind aber der Arzt hat ein gutes Geschäft gemacht. Da Anfang 1913 noch nicht das Thema war und ich auch noch ein gutes Jahr Arbeitslos gewesen wäre oder vielleicht Stundensweise gearbeitet hätte wenn das Vorraussätzung wäre das ich mit 63 ohne Abzüge in Rente gehen kann (nun habe ich 300 € )Abzüge die heute fast nicht mehr erreicht werden. Aber ich finde es einfach Unverschämt es von Heute auf Morgen zu machen mit Stichtag. Ich habe nichts dagegen mit Abzüge aber es muß im Rahmen bleiben. Habe von meinem Mann ein Kind mit 12 Jahren bekommen das Sreß pur war und ich Cusching bekommen habe aber ist eigenlich schlimmer als ein eigenes Kind das ich gerne gehabt hätte. Aber vielleich muß man Harz4 Empfänger sein. Normal wenn man 45 Jahre gearbeitet hat jeder Anspruch auf Rente so und so.
Der jenige der Sudiert hat verdient auch mehr, wie bei uns die Beamten die die gleiche Arbeit wie Angestellte verrichen bekommen dementsprechend mehr und haben freie Arztwahl wie Heilpraktiker u.s.w.
Ich bin schockiert wie Menschen die länger wie 45 Jahre gearbeitet haben abgezockt werden und schwere Gesundheitliche Probleme haben die auch Nachweislich sind und nicht nur ein gutes Mundwerk haben.

Tiberius Marin Armeanca, Donnerstag, 30.Januar, 18:48 Uhr

8. Rente mit 63 ohne Abschlag

Wenn ich für die Rentenversicherung 45 Jahre Beitragszahlungen muss, damit ich ohne Abschlag ins Rente darf, im welchen Alter sollte ich anfangen. 63 - 45 = 18.
Wenn die Studien ( Abitur, Fakultät ) nicht berücksichtigt oder anerkannt werden, dann besteht eine Diskriminierung. Und noch kurze Arbeitsausfälle auftreten ( Firmenpleiten, Kündigungen, Schwangerschaft, Kindererziehung, e.c.t. ), dann ist diese Rentenreform nur täuschend. Daran verdienen nur die Bürokraten, die alles berechnen müssen. Und diese Tätigkeit dauert Jahrelang, bis wir eigentlich die 67 jährige Rente erreichen.

klaus-jürgen, Donnerstag, 30.Januar, 10:16 Uhr

7. Rente mit 63

Muß man mit 63 oder kann man mit 63 in Rente gehen. Was ist mit Arbeitnehmern die sich noch fit fühlen und erst mit 65 in Rente gehen wollen.
Ich bin der Meinung, daß dieses Gesetz mit heißen Nadeln gestrickt wurde und genau solche Probleme verursachen wird wie Harz 4. Erst heißt es Rente ab 67 und jetzt will man
die Alten mit einem Zuckerbrot locken, den sie sind ja wichtige Wähler.

jahreiß, Mittwoch, 29.Januar, 20:56 Uhr

6. Frühverrentung durch vorherige Arbeitslosigkeit

Es ist zu befürchten, dass die großen Konzerne diese AN-freundliche Rente auch wieder für sich missbrauchen, um mit unmittelbar vorgeschalteter Arbeitslosigkeit ihre älteren Arbeitnehemer noch früher mit 61 und noch billiger "los zu werden" Einige DAX-Unternehmen werden hierfür schon gehandelt

Vladimir, Mittwoch, 29.Januar, 19:08 Uhr

5. Rente mit 63

Durchnitslebensdauer 67jhren und Rente mit 67das paßt
für die Kasse.