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Panne bei US-Medium Breitbart macht Poldi zum Flüchtling

Das rechtspopulistische Internetportal Breitbart gilt unter Leitung von Steve Bannon als Verbündeter von US-Präsident Donald Trump. Nun eine Blamage: Das Portal erklärt auf einem Foto Fußballweltmeister Lukas Podolski zum Flüchtling.

Von: Joseph Röhmel

Stand: 20.08.2017

"Breitbart" blamiert sich mit Bild von Lukas Podolski als Flüchtling | Bild: Breitbart UK

Das amerikanische Internetportal "Breitbart News" gilt als rechtspopulistisch. Erst vor wenigen Tagen wurde Steve Bannon, nachdem er seinen Platz im Team von US-Präsident Donald Trump geräumt hatte, erneut zum Leiter der Seite ernannt.  

Mit Schwimmweste und Deutschlandtrikot

Steve Bannon, ehemaliger Chefstratege von Trump

Nun sorgt Breitbart wohl unfreiwillig für eine Satire im Netz. Lukas Podolski, ein Flüchtling aus Nordafrika? Der britische Ableger von Breitbart bebildert einen Bericht über Schleuserkriminalität in Spanien mit dem Foto eines gut gelaunten Podolski.

Mit Sonnenbrille und mit zum Victory-Zeichen gespreizten Fingern hockt er als Mitfahrer auf einem Jetski. Das Bild stammt von der Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

In dem Artikel von Breitbart heißt es, die spanische Polizei habe einer Gruppe von Schleusern das Handwerk gelegt, die Menschen per Jetski über die Meerenge von Gibraltar nach Spanien gebracht haben sollen.

In der Kommentarspalte regen sich Nutzer darüber auf, wie sich ein Flüchtling eine teure Sonnenbrille oder Marken-Sportshorts leisten kann. Podolski trägt auf dem Bild unter einer Schwimmweste das Trikot der deutschen Nationalmannschaft.

Auf Twitter dagegen eher Mitleid mit dem Fußballweltmeister. "Der arme Lukas Podolski. Jetzt muss er schon als Fake-News Bebilderung bei Breitbart herhalten", schreibt eine Userin. Ein anderer textet: "Nachdem Breitbart aufgedeckt hat, will jetzt Gauland auch Lukas Podolski nicht mehr als Nachbarn!"

"Wieder die Hände an den Waffen"

Was Steve Bannon zu diesem Fake sagt? Nur kurze Zeit nachdem er das Weiße Haus verlassen hatte, leitete er bereits wieder eine Redaktionssitzung bei Breitbart. Und er hatte eine Botschaft:  

"Jetzt habe ich die Hände wieder an den Waffen."

Steve Bannon, im Interview mit der Internetseite Weekly Standard

Er kündigte an, den Krieg für Trump und seine Wahlversprechen fortzusetzen. Was er damit vor allem meint, hatte Bannon im Februar die "Dekonstruktion des administrativen Staates" genannt: "Wenn Ihr glaubt, sie geben Euch Euer Land ohne Kampf zurück, dann irrt Ihr gewaltig! Jeden Tag werden wir kämpfen müssen."

US-Präsident Trump scheint Bannon weiter zu mögen. Er hat seinem ehemaligen Chefstrategen gute Wünsche mit auf den Weg gegeben. "Steve Bannon wird eine harte und kluge neue Stimme bei BreitbartNews sein ... vielleicht sogar besser als zuvor. Fake News braucht die Konkurrenz", schrieb er am Samstag auf Twitter. Dabei ist Breitbart selbst ein Produzent von Fake-News. Breitbart behauptet etwa, dass Deutschland bald unter IS-Terrorherrschaft stehen werde.

 


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Ulrich, Montag, 21.August, 05:58 Uhr

4. Lukas

Dieser "Klümpkesverein" hat sich inzwischen bei Poldi entschuldigt, denn "es gebe keinen Beleg dafür, dass er einer Schlepperbande angehöre ...". Ich meine, das sollte P. so nicht stehen lassen.

websaurier, Sonntag, 20.August, 20:51 Uhr

3. Diese Amis..,,


....sind so unglaublich hohl; man kann es kaum fassen, was da täglich abgeht...

Die ganze Welt lacht über diese Pfeifen !

vanessa, Sonntag, 20.August, 16:47 Uhr

2. fak nues.

Breitbart behauptet etwa, dass Deutschland bald unter IS-Terrorherrschaft stehen werde.
Das ist keine Fake News, sondern eine Prognose, ungefähr so seriös, wie eurer ständiges Mantra, daß die Rechtspopulisten ein 4.Reich errichten wollen. Wenn man selbst ständig Fake News produziert und Fakten, die einem nicht ins Weltbild passen, weg lässt, sollte man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Klar wird nicht veröffentlicht, verstehe ich.

  • Antwort von fakeme, Sonntag, 20.August, 18:04 Uhr

    ...auf fakenews antwortet man am besten mit fakename und fake-mail. Wie es in den Wald hineinruft....

  • Antwort von Leonia, Sonntag, 20.August, 18:24 Uhr

    Quod erat demonstrandum . . . ?

  • Antwort von Alternatives Fakten Desaster, Sonntag, 20.August, 18:27 Uhr

    Dazu werdet ihr Blaubraunen auch nicht kommen, mit lächerlichen 7 % und in 4 Jahren seid ihr wieder von der Bildfläche verschwunden.

Leonia, Sonntag, 20.August, 15:19 Uhr

1. Breitbart ist durch und durch unseriös

Breitbart ist eine von rechten Milliardären am Leben gehaltene Fake-News-Maschine zur Indoktrinierung. Wer dort seine Infos bezieht, bekommt eine Gehirnwäsche gratis dazu und glaubt am Ende sogar, die "weiße Rasse" sei überlegen. Wer sonst nichts hat, auf das er stolz sein kann als seine zufällig weiße Hautfarbe, der ist schon ein erbärmlicher Zeitgenosse.
Und Bannon, diese ultrarechte Kampfmaschine und Prototyp eines Chauvinisten, leidet m.E. nach an Verfolgungswahn oder anderen paranoiden Wahnvorstellungen. Sorry, aber bei diesem Menschen fallen mir leider keine maßvollen Bezeichnungen mehr ein.

  • Antwort von Fatem, Sonntag, 20.August, 17:43 Uhr

    Leonia@, Sie muessen Breitbart-News sehr intensiv lesen, dass Sie so gut Bescheid wissen _oder? Uebrigens, steht jedem kritisch-denkenden Menschen frei, solch Schwachsinn im Internet aufzurufen ODER EBEN NICHT! Have a nice day!