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Nach Rassismus-Vorwurf Randale in südafrikanischen H&M-Filialen

Nach den Rassismus-Vorwürfen gegen H&M hat es in Südafrika Proteste gegen den schwedischen Bekleidungshersteller gegeben. Mehrere H&M-Filialen sind dabei verwüstet worden.

Von: Jan-Philippe Schlüter

Stand: 13.01.2018

In mehreren H&M-Filialen haben Mitglieder der linksradikalen Partei „"Kämpfer für wirtschaftliche Freiheit“" (EFF) randaliert. Sie haben Schaufensterpuppen umgekippt, Kleidung aus den Regalen gerissen und auf dem Boden verteilt, Kleiderständer umgeworfen und die Diebstahlschutzanlagen an den Eingängen aus ihren Verankerungen gerissen. Die Protestierenden forderten, dass H&M sich aus Südafrika zurückzieht.

Polizei setzt Gummigeschosse ein

Besonders betroffen waren H&M-Filialen in Einkaufszentren in Johannesburg und Kapstadt. In einem Geschäft in Johannesburg hat die Polizei die Protestierenden mit Gummigeschossen vertrieben. Mehrere Filialen des schwedischen Bekleidungsriesen wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Anfang der Woche hatte es in sozialen Medien weltweit einen Aufruhr wegen einer angeblich rassistischen H&M-Werbung gegeben: Ein schwarzer Junge hatte einen Kapuzen-Pulli mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" getragen. H&M hat sich entschuldigt und den Artikel aus dem Sortiment genommen.

H&M ist erst seit gut zwei Jahren in Südafrika vertreten und hat dort großen Erfolg. Mittlerweile gibt es im ganzen Land 17 Filialen - der Konzern beschäftigt am Kap nach eigenen Angaben 1.200 Mitarbeiter.


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Kommentare

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Im Kreis herum, Sonntag, 14.Januar, 21:55 Uhr

14. Eine Frage des Intellektes,

ob man die rassistische Botschaft versteht oder nicht.

Manche wollen oder können es nicht verstehen. Kein Problem. Das ist dann die ideale Kundschaft dieser Firma.

  • Antwort von Kats, Sonntag, 14.Januar, 23:50 Uhr

    Im kreis herum, wie recht Sie haben.
    Zustimmung !

  • Antwort von konstanze, Montag, 15.Januar, 10:22 Uhr

    @Im Kreis herum: sie entlarven sich selber ! er ist ein kleiner junge. die hautfarbe spielt keine rolle.

  • Antwort von Im Kreis herum, Montag, 15.Januar, 13:05 Uhr

    Ok, Konstanze, dann für sie eben einen Nachtrag:

    Wer ist für Kinder verantwortlich? Wer ist für die "Werbebotschaft" verantwortlich? Wer nutzt wessen Lage aus? War die Provokation vorhersehbar?

    Ich hoffe, die Fragen sind entlarvend genug. Melden sie sich, wenn sie Antworten gefunden haben.

Rechts vor links, Sonntag, 14.Januar, 19:43 Uhr

13. Stelle mir gerade vor

das Shirt mit der Aufschrift hätte der weiße junge getragen und nicht der schwarze. Kein Mensch hätte was zum aussetzen gehabt und was sagt uns das ? Weiße kann man ohne Probleme als Affen bezeichnen und kein Mensch stört sich daran. Ich Persönlich habe oder hätte mir überhaupt s nicht s dabei gedacht, wenn ein schwarzer solch einen Aufdruck auf dem T-shirt hat. Leider empören sich anscheinend nur Menschen, die in allen Rassismus sehen und das heißt doch nur, dass diejenigen immer noch keine Gleichberechtigung sehen wollen.

  • Antwort von konstanze, Sonntag, 14.Januar, 20:23 Uhr

    ganz ihrer meinung !

  • Antwort von Gustav, Sonntag, 14.Januar, 20:31 Uhr

    Nein, es ist überhaupt nicht das Gleiche, wenn ein weißer Junge in der H&M-Werbung ein solches T-Shirt getragen hätte. Bitte mal etwas historisch und politisch denken: In den meisten westlichen Ländern mit überwiegend weißen Menschen wurden Schwarze jahrhundertelang unterdrückt oder beleidigt und werden es teilweise immer noch: als Sklaven, als Jahrmarktsattraktion, als als rechtlose Arbeiter, als Fußballer, die man mit Affenlauten und Bananenwürfen beleidigt, als junge Männer, die man nicht in Disko lässt und die man nicht als Nachbarn haben möchte, nicht wahr Herr Gauland? Wenn die schwarze Community weltweit sich wegen H&M empört, ist das völlig in Ordnung und sie muss sich dafür nicht vor uns rechtfertigen. Wo sind wir denn?

  • Antwort von REchts vor links, Sonntag, 14.Januar, 20:40 Uhr

    @ Gustav. Sorry sie leben wohl noch in der Vergangenheit, wenn sie zu jeden Vorfall die Historische oder Politische Vergangenheit herbei ziehen oder ? Haben Sie sich auch empört als Oliver Kahn seinerzeit mit Bananen und Affenrufen in den Fußballstadien provoziert wurde ? Bestimmt nicht oder, war ja nur ein weißer Deutscher Fußballer.

  • Antwort von Kats, der 3.Versuch, Sonntag, 14.Januar, 20:51 Uhr

    Gustav, einer der mitdenkt !
    Danke !
    Hier sieht man wieder, wenn einer/viele rassistisch denken möchte, ist im jedes Mittel
    recht. Da wird sogar verleugnet, was dunkelhäutigen Mebschen alles angetan wird
    und wurde.
    Wir sind ja inzwischen wieder bei Halbneger.

  • Antwort von konstanze, Sonntag, 14.Januar, 21:28 Uhr

    H&M ist also rassistisch, weil sie nicht über die rasse des jungen nachgedacht haben.

Gwen, Sonntag, 14.Januar, 13:11 Uhr

12. Sehr dummes Image

So was kommt mir nicht auf die Haut.

Willi, Sonntag, 14.Januar, 10:37 Uhr

11. Mich wundert eigentlich nur noch,

dass die Leute den von dieser Firma gewollten Aufschrei noch befördern?

Die Assoziation wurde mit Wissen und Wollen gemacht. Was wäre, wenn so eine Aufschrift mit dem Austausch der Begriffe "Affe" mit "Dumpfbacke" hergestellt worden wäre?

Solche Werbemethoden sind, wie andere Steuervermeidungs- und Abzockerfirmen wie im Onlinehandel ein No-go. Selbst, wenn es noch so billig ist. Denn billig ist hierbei mit schäbig gleichzusetzen.

Chipsfutterer, Sonntag, 14.Januar, 09:15 Uhr

10. Affen gibt es auch in Amerika, Indien, Asien....

Warum assoziieren sich nur bestimmte Menschen mit Affen?
Ich esse gerade Tortillia - Chips, auf dem Bild : Ein Affe mit Sombreo!!!!

Warum ziehen jetzt aber keine empörten Mexikaner randalierend durch die Läden?
Weil sie etwa nicht von der Empörungsindustrie aufgehetzt werden?
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  • Antwort von Affe, Sonntag, 14.Januar, 13:28 Uhr

    Sie haben recht. Sogar in Deutschland wurden viele gesichtet ;-)