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Brexit Chaos in der Luft befürchtet

Der Brexit könnte zu einem Chaos im Flugverkehr führen. Denn mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU droht vielen Fluggesellschaften der Verlust von Start- und Landerechten.

Von: Stephan Lina

Stand: 18.07.2017

Flugzeug im Sonnenuntergang | Bild: picture-alliance/dpa|Isaias Hernandez

Im März 2019 beginnt für die europäische Luftfahrt eine neue Ära. Dann tritt aller Voraussicht nach der erste Flugplan für die Zeit nach dem Brexit in Kraft. Die Fluggesellschaften in der EU sitzen auf glühenden Kohlen. Denn die Planungen für diesen Flugplan beginnen schon in diesem Herbst.

Grenzen in der Luft

Bis jetzt gilt in Europa eine simple Regel: Jede Fluggesellschaft aus der EU kann in jedes oder innerhalb jeden Landes der EU fliegen, wie es ihr beliebt. Nach dem Brexit gilt das nicht mehr. Das heißt, ein britisches Unternehmen wie Easyjet könnte im Extremfall zuerst nur innerhalb Großbritanniens fliegen.

Es brennt, aber wer löscht?

Sollte die Firma bis dahin noch eine Tochter auf dem Festland gründen, dann könnte diese Strecken etwa von Österreich nach Spanien bedienen, aber eben nicht nach Großbritannien. Deswegen drängt die Luftfahrtindustrie, jetzt so schnell wie möglich ein Abkommen auszuhandeln, das auch nach dem Brexit im Idealfall den bisherigen Status Quo erhält. Bisher allerdings gibt es solche Verhandlungen nicht.


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