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Klick-Betrug Porn-Clicker lauert in Google Play

Getarnt als nützliche App, meist als Spiel, verbreitet sich der Klick-Bot Porn-Clicker über Googles offiziellen App-Shop Play. Das Schadprogramm surft - unsichtbar für den Smartphone-Besitzer - Porno-Sites an, klickt dort auf Banner und erhöht so die Werbe-Einnahmen des Betreibers.

Von: Achim Killer

Stand: 28.02.2016

Finger drückt auf einem Smartphone auf das Play-Store-Icon | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Über 300 scheinbar verschiedene Apps hat das IT-Sicherheits-Unternehmen Eset in Googles schlampig geführtem App-Shop entdeckt, bei denen es sich tatsächlich um den digitalen Schädling handelt. Wird er installiert, wird er nicht als Icon auf dem Display sichtbar, ist aber in Hintergrund aktiv und klickt Sex-Werbung an.

Klick-Bot schädigt Sex-Branche

Geschädigt wird dadurch in erster Linie die Sex-Branche, die im Web wirbt. Der Smartphone-Besitzer bezahlt für das verbrauchte Übertragungsvolumen. Und er läuft Gefahr, dass die Malware auf seinem Handy per Update so verändert wird, dass sie ihn direkt schädigt.

Wo Google versagt, helfen User weiter

Die Firma Eset rät, vor dem Download einer App die Bewertungen der User zu lesen. Wenn eine App nicht richtig funktioniert, weil sie mit einem Schädling infiziert ist, fällt das auf. Misstrauisch werden sollte man, wenn ansonsten kostenpflichtige Apps gratis angeboten werden.

  • Achim Killer | Bild: BR Achim Killer

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