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Landtagsdebatte Die Lasten im Polizeidienst

Der bayerische Landtag hat über Dringlichkeitsanträge der Opposition diskutiert: Bei der bayerischen Polizei sollen Verbesserungen her - in Sachen Überstunden und planbarer Freizeit. Die CSU-Mehrheit lehnte die Anträge ab

Von: Rudolf Erhard

Stand: 09.03.2016

Die Begründung: Die meisten Forderungen seien sowieso schon auf dem Weg.

Bayerns Polizeikräfte sind stolz auf ihren Beruf, klagen aber über Belastungen, berichtete SPD-Polizeiexperte Peter Paul Gantzer:

"Es ist kein Zufall, dass die Scheidungsquote, gerade bei Polizeibeamten, höher ist als in der normalen Gesellschaft."

Peter Paul Gantzer

Die Grüne Katharina Schulze forderte Polizistinnen und Polizisten von der lästigen Büroarbeit zu entlasten.

"Es wäre sinnvoll, zusätzliche Tarifbeschäftigte für das ganze Thema Verwaltung einzustellen."

Katharina Schulze

Mit über 17.000 Einsätzen war letztes Jahr ein Rekordjahr für Bayerns Polizei:

Flüchtlinge, Terrorgefahr und G7-Gipfel sorgten für 270 Prozent Steigerung. Zwei Millionen Überstunden fielen an. Der Ex-Polizist und CSU-Abgeordnete Manfred Ländner rechnete dazu aber vor:

"Bei 40.000 Polizeibeamten wurden 50 (Überstunden) gemacht, das sind pro Woche eine."

Manfred Ländner

Über 100.000 Überstunden wurden bar ausbezahlt. Die Motivation der bayerischen Polizei sorge für die gerühmte innere Sicherheit in Bayern, schwärmte Joachim Hanisch von den Freien Wählern: Weltweit liegen wir damit an der Spitze, sagte Joachim Hanisch weiter. Die Staatsregierung kündigte an, dass Polizeikräfte künftig planbar freie Wochenende bekommen sollen. Zudem ist eine Entlastung bei der Begleitung von Schwertransporten und Gefangenenbegleitung angedacht.


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