5

Nach zweijähriger Amtszeit Petr Bystron gibt AfD-Landesvorsitz Bayern ab

Bayerns AfD-Landeschef Bystron will nach zweijähriger Amtszeit beim Parteitag Ende November nicht mehr antreten. Die AfD Bayern bestätigte entsprechende Meldungen auf Twitter.

Von: Dominic Possoch

Stand: 14.11.2017

AfD-Landesvorsitzender Petr Bystron | Bild: pa/dpa

"Nun offiziell: Petry #Bystron tritt nicht erneut an." Mit diesem Zusatz retweetete der verifizierte AfD Bayern-Account einen entsprechenden Inhalt auf Twitter. Laut Münchner Merkur begründet Bystron seine Entscheidung mit der bevorstehenden Landtagswahl in Bayern. Sie sei die wichtigste Wahl für die bayerische AfD, die Aufgabe, die Partei im Wahlkampf zu führen, erfordere viel Zeit und Energie. Diese könne Bystron neben seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter nicht aufbringen.

Mehrere Kandidaten für die Nachfolge

Laut der Zeitung gibt es bereits mehrere Kandidaten für Bystrons Nachfolge, darunter Martin Sichert aus Nürnberg und Martin Hebner aus dem Kreis Starnberg. In dem Tweet der AfD Bayern wird zudem Gerald Otten aus Putzbrunn als offizieller Kandidat genannt. Der Parteitag findet am 25. und 26. November in Greding (Mittelfranken) statt.

Bystron ist das bekannteste Gesicht der bayerischen AfD

Petr Bystron war von 2006 bis 2013 Mitglied der FDP. Im Frühjahr 2013 tratt er in die AfD ein. Im Oktober 2015 wurde er zum Landesvorsitzenden der bayerischen AfD gewählt. Er gilt als das bekannteste Gesicht der Partei in Bayern. Während seiner zweijährigen Amtszeit hat sich die Mitgliederzahl im Freistaat fast verdoppelt, auf knapp 4.000. Bei der Bundestagswahl holte die AfD 12,5 Prozent - das beste Ergebnis aller westlichen Bundesländer. Bystron wird vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet, weil er dafür plädierte, die AfD solle "ein Schutzschild" der rechtsextremen Identitären Bewegung und der ausländerfeindlichen Pegida sein.


5

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Odin, Mittwoch, 15.November, 10:55 Uhr

9. Na und?

...ab in die Wüste.

  • Antwort von Michael D., Mittwoch, 15.November, 13:21 Uhr

    Besser nicht. Da kommen die ganzen radikalen Salafisten her und dort würde sich nicht mal die Antifa wohlfühlen...

Friese, Mittwoch, 15.November, 09:23 Uhr

8. Er ist redlich, aber nicht bayerisch genug

um unter frechen und diebischen Bergbewohnern reüssieren zu können.

  • Antwort von Miiich, Mittwoch, 15.November, 12:04 Uhr

    Redlich ? Ich dachte er kommt ursprünglich aus der FDP.

    Spass beiseite:

    Zur erinnerung ein Zitat aus Wikipedia:

    "Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunkes (BR) wollte Bystron Ende Juni 2016 mit zwei Rechtsextremisten der Identitären Bewegung (bzw. früher Die Rechte) und des Bündnisses Deutscher Patrioten eine öffentliche Veranstaltung der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München im Eine-Welt-Haus besuchen. Sie seien jedoch mit Verweis auf das Hausrecht vom Veranstalter abgewiesen worden. Bystron widersprach der Berichterstattung des BR, er habe mit den beiden Personen den Vortrag gemeinsam besuchen wollen. Er habe sie dort zufällig getroffen und habe sie vorher nicht näher gekannt. Der BR veröffentlichte daraufhin Fotografien, die Bystron mit den beiden Rechtsextremisten sowohl vor der Veranstaltung als auch im Biergarten zeigten."

  • Antwort von Renate E. , Mittwoch, 15.November, 13:20 Uhr

    Das ist ja mal wieder typisch, ausgerechnet dazu einen Text aus Wikipedia zu zitieren. Erst letztens stand eine Warnung im Netz, dass man sich auch nicht bei Wikipedia darauf verlassen kann, nur seriöse Informationen zu erhalten. Für mich gilt also mal wieder das reine Bauchgefühl! Und das sagt mir nach dem erstaunlich guten Abschneiden der AfD in Bayern, dass vorrangig wegen Bystron die AfD der CDU so viele Stimmen abgeluchst hatte.

  • Antwort von Peter, Donnerstag, 16.November, 08:55 Uhr

    Wenn man schon aus Wikipedia zitiert, sollte man aber auch immer bedenken dass Wikipedia die Meinung der aktivsten Autoren wiedergibt.

    So wird zum Beispiel durch engagiertes dauerhaftes Editieren, aus Frau Kahane eine "Menschenrechtsaktivistin"und über ihre Stasivergangenheit wird nur am Rande in Form von "war doch gar nicht so schlimm" berichtet.
    Wer mehr Schreiber hat/ bezahlen kann ist hier im Vorteil.

Miiich, Mittwoch, 15.November, 09:20 Uhr

7. bayerische AfD? Eine AfD im Bayerischen Landtag halte ich persönlich...


- schlecht für den Föderalismus und die Subsidiarität, da sie deutschnational und unitaristisch bis zentralistisch eingestellt ist
- schlecht, da sie nicht bereit ist ich von völkisch bis rassisch verblendeteten Organisationen und Demagogen wie Pegida oder Höcke zu trennen und scheinabar
(zumindest nichts aktiv gegen die Unterwanderung durch (ehemalige?) NPD-Anhänger unternimmt
- schlecht, da sie sich auch nicht mit Bayern als Staatsgebilde und den Bayern als eigenständige Volksgruppe identifiziert.

Kritik zur Berichterstattung des BR hinsichtlich der bislang nicht im Landtag vertretenen Parteien:

Im Gegensatz zur ÖDP und BP, die (trotz eines Stimmenanteils in 2013 von über 2%, genausoviel wie die Linke) weiterhin totgeschwiegen werden, wird hier fleißig über AfD und FDP, seltener auch über die Linke berichtet. Auch eine Art selektive Wahlkampfhilfe, denn schlechte Presse ist bekanntlich besser als gar keine Presse.

AfDlerin, Mittwoch, 15.November, 09:17 Uhr

6. Jemand, der sich mit dem Vertrieb von Lederschuhen

beschäftigt hat, ist sicherlich der richtige Mann, um in Berlin Politik zu machen.

Truderinger, Mittwoch, 15.November, 09:11 Uhr

5. Er war Migrant

...

  • Antwort von Peter, Donnerstag, 16.November, 12:47 Uhr

    Hm... War es sonst nicht immer AfD/Pegidiotisch oder noch schlimmeres wenn man den Migrationshintergrund erwähnte?
    Seltsam.
    Ein echter Moralist würde sowas doch nie tun.
    Ergo: Ein Fake Truderinger