Nachrichten

Trauerfeier Abschied von Otfried Preußler

Familie, Freunde und Kollegen haben von Otfried Preußler Abschied genommen. Für den Kinderbuchautor fand in Rosenheim eine öffentliche Trauerfeier statt. Die Beisetzung soll im engsten Familienkreis sein.

Stand: 01.03.2013
Otfried Preussler vor einer Zeichnung des "Räuber Hoptzenplotz" | Bild: dapd/ Thienemann/Michael Latz; Montage:BR

Der Vater von Räuber Hotzenploz und Krabat war am 18. Februar im Alter von 89 Jahren gestorben. Seine Werke wie "Die kleine Hexe" oder "Der kleine Wassermann" zählen zu den beliebtesten und bekanntesten Kinderbüchern weltweit. Sie wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt, vielfach preisgekrönt und mehr als 50 Millionen Mal verkauft. Sein Archiv vermachte Preußler der Berliner Staatsbibliothek. Der Schriftsteller hatte seit vielen Jahren zurückgezogen am Chiemsee gelebt hatte. Bis zuletzt habe er "große Freude" an der Arbeit mit Texten gehabt.

Sein Leben, sein Werk

Otfried Preußler und ein Zitat von ihm | Bild: BR, picture-alliance/dpa, Montage: BR / Christian Sonnberger zum Artikel Otfried Preußler Der Fantasieglasbläser aus dem Böhmerwald

Pikku noita! Hamachshepa Haktana! Xiao-Wu Po! Was klingt wie Zaubersprüche, sind drei von 44 Übersetzungen der "kleinen Hexe" - finnisch, hebräisch, chinesisch. Otfried Preußlers Kinderbücher werden weltweit verstanden - vielleicht, weil in ihnen ein Echo aus alten Zeiten nachklingt. [mehr]


Kinder wollen keine Lehrstücke, sondern Geschichten, die der Phantasie Nahrung geben und ihnen auf dem Weg der Poesie helfen, mit mancherlei Ängsten besser fertig zu werden, hat der große Kinderbuchautor einmal gesagt. Sein Erfolg gab ihm recht: Preußlers Werk wurde in 50 Sprachen übersetzt und über 50 Millionen Mal verkauft. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehörten "Der kleine Wassermann", "Die kleine Hexe", "Der Räuber Hotzenplotz", "Das kleine Gespenst", "Die Abenteuer des starken Wanja", "Krabat" und "Hörbe und sein Freund Zwottel".

Lehrer und Geschichtenerzähler in Rosenheim

Preußler war ein Mann, der wie viele seiner Generation durch die Erfahrung des zweiten Weltkriegs geprägt wurde. Am 20. Oktober 1923 in Reichenberg (Nordböhmen) geboren, wurde er als Soldat eingezogen und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er Volksschullehrer. Bis 1970 arbeitete er in diesem Beruf in Rosenheim und fing bereits in dieser Zeit mit dem Schreiben an. Zahlreiche seiner Bücher wurden später verfilmt. Er erhielt unter anderem das Bundesverdienstkreuz und zwei Mal den Deutschen Jugendbuchpreis. Der Schriftsteller war seit 1949 mit seiner Frau Annelies verheiratet. Er hinterlässt drei Töchter: Renate, Regine und Susanne.


9

Keine Kommentare mehr möglich.

Roswitha Jungnikl, Mittwoch, 20.Februar, 18:17 Uhr

4. O. Preußler

Meine Familie kennt fast alle Bücher von ihm und wir lieben sie. Unsere Lieblingsbücher sind: Die kleine Hexe, Räuber Hotzenplotz und Krabat.
Hoffentlich hält sich der Verlag zurück und zensiert die Geschichten nicht im Zuge der "politischen Korrektheit" .Ottfried Preußlers Geschichten sollen so bleiben wie sie im Original veröffentlicht worden sind.
Über heute nicht mehr verwendete Ausdrucksweisen kann man sich mit seinen Kindern sehr gut unterhalten und ihnen dann erläutern was richtig oder falsch ist .Das muß man verantwortungsvollen Eltern schon zutrauen.
Danke Ottfried Preußler für die vielen schönen Lesestunden die Sie uns geschenkt haben.

Eva Bielefeld, Mittwoch, 20.Februar, 16:41 Uhr

3. O. Preußler

Als ich 3 Jahre alt war, las mir meine Oma den " Räuber Hotzenplotz " vor. -bis ich mir das Buch schnappte und mit dem Finger sein Gesicht ausradierte. Ich muss doch recht große Angst gehabt haben-es war das einzige mal, dass ich ein Buch beschädigt habe...
Eva Bielefeld

Redaktion BR.de, Mittwoch, 20.Februar, 15:58 Uhr

2. @Lauri Hokkinen

Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben den Fehler sofort ausgebessert.