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Ostermärsche in Bayern Demonstrationen gegen Krieg und Terror

Nein zu Krieg, deutschen Waffenexporten, Terror und Rassismus. Das steht im Mittelpunkt der Ostermärsche in Deutschland. Allein durch die Münchner Innenstadt zogen am Samstag etwa 1.000 Teilnehmer.

Von: Julia Kammler und Johannes Reichart

Stand: 26.03.2016

Eine "Welt ohne Krieg, Ausbeutung und Rassismus": Unter diesem Motto starteten 1.000 Ostermarschierer in München nach einem ökumenischen Gottesdienst am Karlsplatz. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Kirchen. Den Organisatoren ist vor allem eine Beteiligung Deutschlands an militärischen Konflikten weltweit ein Dorn im Auge.

"Dass wir natürlich diese ganzen Probleme eigentlich als Ergebnis der Kriegsführung sehen, dass die mächtigen Staaten mit ihren Militärinterventionen die Probleme schaffen, die sie vorgeben zu bekämpfen."

Franz Iberl, Sprecher des Friedensbündnisses in München

Solidarisierung mit Flüchtlingen in Würzburg

Auch in Augsburg, Aschaffenburg und Erlangen gingen die Friedensaktivisten auf die Straßen. In Würzburg marschierten etwa 200 Teilnehmer unter dem Motto "Gerechtigkeit schafft Frieden - Fluchtursachen bekämpfen" durch die Stadt. Sie solidarisierten sich mit den Flüchtlingen und forderten eine wirksame Bekämpfung der Fluchtursachen.

"Entscheidend ist, dass es auch transportiert wird, dass Leute den Traum von einer anderen und besseren Welt haben. Aufrüstung, Militärinterventionen führen eigentlich in eine Sackgasse."

Armin Meisterernst von Ökopax Würzburg

Zeichen für den Frieden in Miesbach

Auch in Miesbach fand - erstmals nach 20 Jahren - wieder ein Ostermarsch statt. Die "Initiative Ostermarsch Miesbach", ein breites Bündnis verschiedenster Gruppierungen und Parteien, wollte ein Zeichen setzen für Frieden in der Welt. Mit dabei: die Arbeiterwohlfahrt, der Bund Naturschutz, der Bund der deutschen katholischen Jugend, verdi und DGB sowie die SPD, die Grünen und die Piratenpartei.

Am Montag sind weitere Ostermärsche geplant: Zum Beispiel in Nürnberg, Ansbach und dem oberbayerischen Schrobenhausen, wo die Teilnehmer - so der Plan - gemeinsam vor die Tore einer Rüstungsfirma ziehen.

80 Demonstrationen bundesweit

In Berlin nahmen 2.000 Menschen an einer Kundgebung teil unter dem Motto "Krieg ist Terror! Damit muss Schluss sein!". Von 1.000 Ostermarschierern sprach das Ostermarschbüro Frankfurt in mehreren hessischen Städten wie Wiesbaden, Fulda, Erbach, Bad Hersfeld und Gießen. Bundesweit waren nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative über die Osterfeiertage etwa 80 Demonstrationen geplant. Die deutsche Politik sei für die Flucht Hunderttausender Menschen nach Europa mitverantwortlich, hieß es vielerorts in Aufrufen zu den Ostermärschen. Mehrere hundert Menschen demonstrierten am Karsamstag in Niedersachsen und Bremen

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Barth Uwe, Montag, 28.März, 20:06 Uhr

14. Frieden ohne Waffen

Gibt es immer noch Menschen die an Wunder glauben. Hier gehen Sie demonstrieren gegen den Krieg der Welt und selbst mit dem Nachbarn, eigene Kinder, Mitbewohner,Firmen, Bauern....... im Streit leben, und den eigenen Konflikt nicht lösen können.
Ich bin auch für Frieden, aber die Weltgeschichte zeigt eindeutig, dass man sich diesen Frieden erkämpfen muss und in mit allen Mitteln den Erhalt des Friedens schützen muss.
Da kann man aktiv was tun, die Welt ist ein großes Miets - Haus. Wenn es irgendwo in diesem Gebäude brennt, müssen alle löschen und den Fehler in dieser Wohneinheit beheben ( manchmal mit einer Grundsanierung ) .
Nur wegschauen ist nicht die Lösung. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von Zwiesel, Montag, 28.März, 22:09 Uhr

    @Barth Uwe:
    Sie möchte ich nicht als Nachbar haben. :-)

Kriegsgegner, Montag, 28.März, 12:44 Uhr

13. Anmerkung zum Ostermarsch Ansbach

(...) In Facebook wird der Ostermarsch Ansbach teilweise mit Hass-Kommentaren begleitet, wer nicht total Scheuklappen von den Augen hat wird die Wahrheit erkennen können. (...) Wer genau bei den Kommentaren in Facebook nachsieht wird merken: Die meisten Facebook User existieren nicht. Weiterhin ist m. M. nach ein Muster zu erkennen Vor- und Nachnamen meist ähnlich oder in anderer Kombination und Abwandlung und in amerikanischer ue Schreibweise. Die Facebook User sind für mich in FB nicht zu finden! Es wird so künstlich versucht gute Stimmung für die US-Army in Ansbach zu machen. (...) Die IHK (Industrie- und Handelskammer) hat dazu eine Studie gemacht das Ergebniss dieser lautete: Wirtschaftskraft durch US-Streitkräfte in Ansbach unter 2%. Weiterhin, die deutschen Arbeitsplätze bei der US-Army werden durch die USArmy selbst massiv abgebaut! Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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jimbo, Montag, 28.März, 08:48 Uhr

12.

ich finde es fast ein wenig zynisch , wenn man türken , wie in aschaffenburg , gegen krieg und terror demonstrieren lässt . vielleicht hätte man erdogan gleich noch den friedensnobelpreis anbieten sollen .

Benno, Sonntag, 27.März, 17:08 Uhr

11. When Soldiers go - Peace come!

Liebe Kommentatoren, wenn noch mehr mitmachen würden, wäre es kein Traum! Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Wenn viele wollten wären wir mächtig. Leider gibt es aber noch Menschen die wirklich denken mehr Krieg und mehr Waffen schaffen Frieden. Ein amerikanisches Sprichwort sagt: When Soldiers go - Peace come. Irgendwann wird es auch der Letzte begreifen, leider vielleicht erst wenn sein Haus oder seine Familie zerstört sind......

Osterhase, Sonntag, 27.März, 05:36 Uhr

10. Ostermärsche - der Traum vom Osterhasen

Frieden schaffen ohne Waffen ist so ein märchenhafter Wunschgedanke! Man verbindet schöne Bilder, blauer Himmel, grüne Wiese und eine Fee schwebt ein. Ach, träumerisch und fern der Realität. Es können eigentlich nur Ziele von Menschen sein, die sich im Wohlstandsdemokratiemodus befinden.

Die Wirklichkeit sieht unglücklicherweise anders aus. Den Demonstranten wünsche ich viel Erfolg, wenn es ihnen gelänge, den IS von seinem niederträchtigen Handeln abzuhalten. Den Erdogan zu demokratischem Handeln zu überzeugen. Den Putin zu bekehren. In Afrika und Nordkorea verlässliche menschenfreundliche Politik zu betreiben. Die Religionskriege zu beenden. Und das alles ganz ohne Waffen. Nur durch sprachliche Überzeugungskraft?

It's like a daydream...

Oder sie sind hoffnungslos naiv?

Krieg, damit muss Schluss sein! - Tja, nur sind sich da offenbar nicht alle einig. Ein nicht unwesensichliches Element von Kriegen.