33

Ostermärsche in Bayern Einige Tausend Demonstranten auf Bayerns Straßen

Sie trommeln gegen den Krieg, Terror und Rassismus. Doch ist die Schar der Ostermarschierer für den Frieden ist sehr überschaubar: Rund 2.000 waren es Karsamstag, am Ostermontag marschierten rund 500 in Nürnberg und Fürth.

Von: Tina Wenzel, Kilian Geiser, Martin Breitkopf und Maximilian Burkhart

Stand: 17.04.2017

Hundertausende Anhänger der Friedensbewegung gingen zu Zeiten des Nato-Doppelbeschlusses in den 1980er-Jahren bei den Ostermärschen deutschlandweit auf die Straße. Doch die Zeiten sind, trotz Krieg und Terror weltweit, lange vorbei. Am Karsamstag kamen rund 2.000 Menschen bei Ostermärschen in München, Augsburg, Aschaffenburg, Ansbach, Erlangen, Miesbach und Traunstein zusammen.

500 trotzen Schmuddelwetter in Franken

Immerhin: Trotz Regen und Kälte haben am Ostermontag nochmals mehr als 500 Menschen in Nürnberg für den Frieden demonstriert. Die Ostermarschierer trafen sich zunächst am Olaf-Palme-Platz und am Kopernikusplatz. Im Anschluss bewegten sich die beiden Protestmärsche mit lauten Sprechchören in die Nürnberger Innenstadt. Vor der Lorenzkirche fand die Hauptkundgebung statt. Auch in Fürth kamen zu einer Kundgebung am Hiroshima-Denkmal mehr als 70 Menschen.

Für ein Ende des Syrienkrieges

In München zogen am Karsamstag rund 1.000 Friedensbewegte mit Regenbogenflaggen, Sambatrommeln und Transparenten vom Stachus zum Max-Joseph-Platz. Die Demonstranten prangerten unter anderem die geplante Erhöhung des Wehretats der Bundeswehr an. Das Münchner Friedensbündnis beklagt außerdem, dass Kriege aus wirtschaftlichen Interessen geführt werden und fordert eine Ende des Syrienkrieges.

"Aufrüstung, Kriegstreiberei, eigentlich positiv gesagt: Frieden. Wir wollen, uns für Frieden einsetzen und gegen diese unnützen Geldausgaben in Rüstungsbereichen."

Teilnehmer

Auch in Augsburg wurde am Samstag für den Frieden in der Welt demonstriert. Dort trafen sich laut Polizei rund 350 Menschen. Nach einer zentralen Kundgebung auf dem Moritzplatz ging es durch die Innenstadt zum Königsplatz. In Miesbach zählte die Polizei rund 200 Teilnehmer, in Traunstein 150.

Unterfranken für den Frieden

"NEIN zu Krieg und Terror" - JA zu Abrüstung weltweit" lautete das Motto des Aschaffenburger Ostermarsches, bei dem etwa 80 Menschen vom Stiftsplatz durch die Innenstadt zur City-Galerie zogen.

Attac, die Betriebsseelsorge und die Friedenstrommler veranstalten diese traditionelle Friedensaktion mit Unterstützung von "Aschaffenburg ist bunt":

"Aktives Eintreten für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit hier und überall ist angesichts der sehr schlimmen Verhältnisse in vielen Teilen der Welt wichtiger denn je und sollte Herzensangelegenheit vielen Menschen sein."

Organisatoren Ostermarsch Aschaffenburg

Demo gegen US-Kampfhubschrauber

In Ansbach wurde ebenfalls ein Zeichen für den Frieden gesetzt. Etwa 500 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter an Kundgebungen und einem Demonstrationszug vor der Kaserne Katterbach und am Martin-Luther-Platz. Der Protest richtete sich unter anderem gegen die kürzlich zusätzlich in Ansbach-Katterbach stationierten Kampfhubschrauber der US-Armee. In Erlangen demonstrierten etwa 50 Menschen für den Frieden.


33

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Von Grünen enttäuschte Grüne, Montag, 17.April, 23:15 Uhr

12. Warum machen Die Grünen bei den Ostermärschen nicht richtig mit?

Die Grünen haben schon ihre alten Ideale längst vergessen, es geht nur noch um die Macht, um die Karriere und ums Geld. Es ist die höchste Zeit eine neue echte Grüne Partei zu gründen. Die alte Regierung CDU-CSU-FDP hat den Abzug der Atomwaffen aus D beschlossen. Frau Merkel hat stattdessen einer Modernisierung der Atomwaffen in D in aller Stille zugestimmt. Die Grünen haben als Gegner der friedlichen Nutzug der Atomenergie zu der Modernisierung der Atomwaffen in D kein Wort gesagt, kein Protest von den Grünen. Für mich sind Grüne nichtmehr grün. Mit der unbegrenzten Einwanderung werden in D die Umwelt und die Natur zerstört. Aber Die Grünen wollen trotzdem jeden Enwanderer aufnehmen und für immer behalten.

Alfred, Montag, 17.April, 23:10 Uhr

11. Sind die Grünen dabei bei den Ostermärschen? Oder sind sie schon angepasst?

Wie stehen Die Grünen zu der deutschen Aufrüstung?
Würde Deutschland die Nato-Vorgaben für Rüstung erfüllen, wäre das Land mit einem Schlag die größte Militärmacht in Europa. Es ist denkbar, dass das einigen in Europa nicht gefallen dürfte. Gefällt es den Grünen? Die Grünen schweigen, ja nicht anecken, ja nicht die eigene Karriere gefährden.
Bundesaußenminister Gabriel hat beim Nato-Treffen für einen Eklat gesorgt und die US-Wünsche zur Aufrüstung Deutschlands abgelehnt. Die 2 Prozent-Marke der Nato würde in der Tat bedeuten, dass Deutschland 20 Prozent des Haushalts für Kriegsgerät aufwenden müsste. Ursula von der Leyen unterstützt die Aufrüstung.
Massive Aufrüstung bedeutet Kürzungen in anderen Bereichen wie Soziales. Aufrüstung und zu viel Asyl bedeuten weitere Reformen (nach unten) wie Harz 5 (öffentliche Suppenküchen). Das ist den Grünen offensichtlich egal, Hauptsache sie machen Karriere und viel Geld.

Seppl, Montag, 17.April, 20:59 Uhr

10. Frieden durch Stärke

Würde es den Frieden wirklich fördern, wenn wir ohne Waffen und damit wehrlos wären? Ich glaube das nicht. Das könnte eher Agressoren provozieren.

Wer für Frieden ist, der muss womöglich aufrüsten.

  • Antwort von Hnas, Montag, 17.April, 22:41 Uhr

    [Ironie]Wir werfen seit Einfluss der Grünen mit Biogemüse und häkeln Wollkondome. Da brauchts keine Waffen.[/Ironie]

  • Antwort von Hallo, Dienstag, 18.April, 01:14 Uhr

    Frieden?
    Wir sind nicht für Frieden, wir sind auf der internationalen Ebene für die wirtschaftlichen Interessen unseres Landes.
    Wir liefern nach Saudi-Arabien, das den IS unterstützt den wir bekämpfen.
    Wenn man den Freund des eigenen Feindes beliefern kann, da klingelt die Kasse!
    Dagegen wird demonstriert!

    Die "Frieden durch Stärke"-Politik wurde vor dem zweiten Weltkrieg in fast allen Ländern gefahren.
    Das Ergebnis kennen Sie ja...

    Interessanter Weise kann man den Gedanken auch auf die Demokratie übertragen:
    Würde es die Demokratie wirklich fördern wenn alle Bürger ihre Waffen abgeben müssten und damit wehrlos wären?
    In den USA kann man die Demokratie nur beseitigen indem man allen bewaffneten Bürgern die Waffen abnimmt.
    Also überhaupt nicht. :-)
    In Deutschland ist das schon einfacher, da sind die Bürger im Ernstfall wehrlos. ^^

    Hat alles Vor- und Nachteile...

Andreas, Montag, 17.April, 19:02 Uhr

9. Hinweise auf Resignation?

Wenn ich die Entwicklung der Teilnehmerzahlen an Oster-(Friedens-)märschen in den letzten Jahren und Jahrzehnten betrachte und darüber hinaus die
zunehmende Anzahl an militärischen Konflikten weltweit, dann stelle ich mir die Frage, ob sich nicht schon Resignation breit gemacht hat.

Hnas, Montag, 17.April, 18:41 Uhr

8.

Wie süß. Ist das jetzt schon eine Bewegung oder nur eine Meinung.

  • Antwort von Süßes und Saures, Montag, 17.April, 19:03 Uhr

    Wollen sie sich über Menschen lustig machen,
    die auf die Straße gehen um für Frieden und gegen Terror zu demonstrieren ?
    Für was treten sie ein ?
    Ihren Platz auf dem Sofa ?

  • Antwort von Hnas, Montag, 17.April, 20:11 Uhr

    Sie können doch lesen. Da steht geschrieben, Zitat: "Hundertausende Anhänger der Friedensbewegung gingen zu Zeiten des Nato-Doppelbeschlusses in den 1980er-Jahren bei den Ostermärschen deutschlandweit auf die Straße. Doch die Zeiten sind, trotz Krieg und Terror weltweit, lange vorbei." Das war eine reine Feststellung meinerseits. Was ich denke, bleibt unberührt. Übrigens kenne ich noch die Menschenketten aus dieser Zeit gegen die Pershings. Ist lange her. Nur heute scheints niemanden mehr zu interessieren. Da sollten Sie sich vielleicht eher die Frage stellen, warum? Waren Sie eigentlich zu dieser Zeit schon auf der Straße?

  • Antwort von Saures, Montag, 17.April, 20:21 Uhr

    Ich war und bin auf der Straße !
    Lesen kann ich auch.
    Auch wenn es keine Hunderttausende mehr sind, ist süß unangebracht
    und beleidigend, für die Menschen, die sich engagieren.

  • Antwort von thorie, Montag, 17.April, 20:47 Uhr

    @saures
    was ist schlimm dran, wenn man etwas besonders kleines als "süß" bezeichnet?