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Ökopakt Bayern wächst Bündnis soll Bio-Landwirtschaft voranbringen

Es sind die Großstädte München, Nürnberg und Augsburg, aber auch Lauf an der Pegnitz und der Landesbund für Vogelschutz. Sie alle sind dem Ökopakt Bayern beigetreten. Landwirtschaftsminister Brunner und die Mitglieder wollen die Bio-Landwirtschaft im Freistaat voranbringen.

Von: Anton Rauch

Stand: 06.12.2016

Ein Biosiegel auf einer Packung Kresse, aufgenommen am 13.2.2003 auf der Biofachmesse 2003 in Nürnberg. Das seit einem Jahr eingeführte Siegel hat die Erwartungen von Verbraucherministerin Kuenast deutlich übertroffen. | Bild: picture-alliance/dpa

Der bayerische Ökopakt wird nach einem Jahr größer. Er erhält sogar prominente Mitglieder.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) meldet, dass dem Bündnis zur Förderung von Biolandwirtschaft jetzt auch der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und mehrere bayerische Städte des Netzwerks der Bio-Städte beigetreten sind: München, Nürnberg, Augsburg und Lauf an der Pegnitz. Gegründet wurde der Ökopakt Bayern im Herbst 2015 auf Initiative des Landwirtschaftsministeriums mit dem Ziel, den ökologischen Landbau und die Ökoproduktion in Bayern zu stärken.

Bio verwenden und für Bio werben

Landwirtschaftsminister Brunner und die Neumitglieder im Ökopakt

Die Teilnehmer verpflichten sich dazu, "eine Verdoppelung der Ökoproduktion in Bayern bis 2020" anzustreben. Dafür müssen mehr Landwirte auf Bio-Landbau umstellen. Wörtlich heißt es in der Mitteliung des Ministeriums:

"Jede der Organisationen und Verbände will dazu ihren Beitrag leisten (...) – ob durch Öffentlichkeitsarbeit, Bildungs- und Beratungsmaßnahmen, Verwendung und Verkauf von heimischen Bioprodukten, Marketingmaßnahmen oder Verbraucherberatung."

Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums

Laut Brunner können interessierte Organisationen dem Pakt weiterhin beitreten. Der Wortlaut des Ökopakts und die Unterzeichner sind im Internet unter www.stmelf.bayern.de/oekopakt zu finden.

Bayern ist das größte Bio-Erzeugerland

Bio nach EU-Verordnung, wahrscheinlich aus Südtirol

Nach Angaben eines Nachrichtenportals der Naturkostbranche gibt es in Bayern inzwischen rund 7.300 Bio-Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Fläche von knapp einer Viertelmillion Hektar. Damit ist Bayern das größte deutsche Bio-Erzeugerland. Die Anteile von Bio-Lebensmitteln steigen: Bei Milch erreichen sie etwa 15 Prozent, bei Fleisch allerdings nur etwa drei Prozent. Heimische Bio-Produkte decken die Nachfrage bei Weitem nicht, darum kommt sehr viel Bio-Ware aus dem Ausland.

  • BR Autor und Reporter Anton Rauch, Porträtbild, Mitarbeiter der Redaktion Oberbayer, von Politik und Hintergrund und BR 24. Nahverkehr, Verkehrsexperte des BR | Bild: BR / Julia Müller Anton Rauch

    Reporter und Autor für den Hörfunk und Online, überwiegend für die Redaktionen Oberbayern, Bayern sowie Politik und Hintergrund und BR24


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